12 Rounds (2009)
Zwölf Runden
12 Rounds (2009) Zwölf Runden
Oder: Helicopter Explosion - No Big Deal!
Danny Fisher (John Cena) ist Polizist in New Orleans und hat mit seinem Partner soeben den Fang seiner Karriere gemacht. Der international gesuchte Verbrecher Miles Jackson (Aidan Gillen) ging ihm ins Netz und dürfte nun hinter Gitter gebracht werden. Leider ist bei dieser Aktion die Freundin des Terroristen getötet worden, was Jackson dazu veranlasst, bei seiner Abführung mächtig gegen Fisher zu wettern und zu drohen.
Ein Jahr später klingelt bei Danny Fisher das Telefon. Miles Jackson ist am Apparat und teilt ihm mit, dass er soeben Molly (Ashley Scott), Dannys Freundin, in seine Gewalt gebracht hat und gewillt ist, die Schöne zu töten. Als Rache für den Verlust seiner eigenen Freundin. Er lässt aber Fisher die Möglichkeit, dies zu verhindern.
Jackson hat für Fisher zwölf Aufgaben parat, welche diesen nun quer durch New Orleans führen und dabei immerwährend schwieriger und schlussendlich praktisch unlösbar werden. Doch Danny Fisher ist zu allem bereit, wenn es darum geht, seine Liebe zu retten. Auch wenn das heisst, dass er die ganze Stadt in Schutt und Asche legen muss. Denn wenn die Jagd durch die bekannten Bähnli führt, auf begrünten Hintergärten gekämpft wird und es auch noch am Hafen knallt, ist Danny Fisher in seinem Element.
DVD-Rating
Schon seit längerem versucht sich das Wrestling Entertainment WWE auch als Filmproduzent zu etablieren und hat bereits unter anderem mit See no Evil, The Marine oder The Condemned einige Produktionen abgeliefert, welche zum einen auf brutale Schockszenen oder zum anderen auf Brachialaction setzten. 12 Rounds setzt wiederum auf das zweite, und selbst wenn die Grundhandlung beinahe identisch ist wie diejenige von The Marine - John Cena rennt seiner gekidnappten Frau hinterher - geht 12 Rounds deutlich in eine andere Richtung und liefert eher ein Kombination aus Commando und Die Hard 3.
Wie schon in The Marine schlittert Cena in etwas hinein, das deutlich über seinen Kopf hinauswachst und selbst wenn es zu Beginn noch überschaulich und simpel aussieht, zeigt sich bald, dass hier noch einiges mehr dahinter steckt, als bloss jemand, der seine Rache nehmen will. Doch wer jetzt ausgefeilte Dialoge und viele unerwartete Twists erwartet, kann schon jetzt beruhigt sein: 12 Rounds ist 108 Minuten simple Nonstop-Action, welche mit viel Flurschaden auffährt und sich zwischendurch sogar noch die Zeit nimmt, einige One-Liner zu platzieren. Dabei wird deutlich, dass hier mit Renny Harlin - der schon bei Deep Blue Sea oder Cliffhanger Regie geführt hat - ein Actionveteran am Werk ist, denn die Action ist sehr reissend und sauber inszeniert. Doch selbst wenn sie nicht so auf Hochglanz getrimmt ist wie bei Michael Bay, sie bietet sehr kurzweilige Unterhaltung und kann, trotz einigen Päuschen, stetig die Spannung hochhalten.
Schauspielerisch werden hier kaum Höchstleistungen geboten. Cena vermag zwar in den Prügelszenen zu überzeugen, bei den etwas feineren Momenten spielt er jedoch mit seinem aufgesetzten weinerlichen Gesichtsausdruck meilenweit am Inhalt vorbei. Wenigstens liefern seine Kollegen wie auch sein Herzblatt solide Leistungen ab, und Aidan Gillen wird bald zu einer Hassfigur des Filmes. Dies und die Tatsache, dass am Ende alle Handlungsfäden sauber aufgelöst werden, macht 12 Rounds zu einem sehr kurzweiligen, solide umgesetzten und auch reisserisch inszenierten Vollgasthriller, der alles bietet, was man für einen kurzweiligen Abend benötigt.
Fazit: Böser Gegner, entführte Freundin und ein brutales Spiel wird mit rasanter Action, viel Flurschaden und natürlich einigen Explosionen kombiniert. So ist 12 Rounds ein Nonstop-Action-Thriller geworden, der eine solide konstruierte Handlung mit meistens ordentlicher Schauspielkunst kombiniert und einfach simple Unterhaltung bieten will. Wer auf kurzweilige Action aus ist, ist hier genau richtig, und wenn Cena jetzt noch lernt, mehr als zwei Gesichtsausdrücke aufzusetzen, dann hätte er durchaus noch Potential, das nötige Charisma zu entwickeln, um wirklich auch als Held mitzureissen.
Die DVD liefert den Film in einer guten Qualität und ordentlichem Ton. Das Bonusmaterial bietet neben Trailern und dem üblichen Audiokommentar lediglich ein paar Behind-the-Scenes-Dokumentationen. Diese geben guten Einblick in die Dreharbeiten und wie viel Spass die Beteilgten dabei gehabt haben, doch eigentlich wird primär auf die Stunts von John Cena eingegangen und darauf, wie er sich für die Rolle ins Zeug gelegt hat.
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3.4 Sterne (16 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 06.01.2010
- Bildformat: Widescreen 2.40:1 (Anamorph)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (DD 5.1); Französisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Französisch; Niederländisch
- Extras: Audiokommentar von Autor Daniel Kunka und Schauspieler John Cena; Crash-Kurs: Die Stunts von John Cena; Spaß am Set mit John Cena; 2 alternative Enden



