Zombie Strippers (2008)

Zombie Strippers (2008)

Oder: Gegensätze ziehen sich ... aus

Zombie Strippers

Möpse wie Klöpse

Im Jahre 2012 hat ein gewisser George W. Bush gerade seine vierte Amtszeit angetreten und dem Rest der Welt - inklusive Alaska - den Krieg erklärt, als ein Militärexperiment schief geht. Auf der Suche nach dem perfekten Soldaten wird ein Kampfzombievirus gezüchtet, der fälschlicherweise die Hauptattraktion (Jenna Jameson) eines Stripschuppens in Nebraska infisziert. Die geifernden Männer vor der Bühne finden die untot Tanzende aber so toll, dass der Barbesitzer (Robert Englund) all seine Mädels auffordert, dem neuen Trend zu folgen, der ein vielfaches an Trinkgeldern abzuwerfen scheint. Nicht alle Tänzerinnen finden den Vorschlag toll, doch immerhin genug, so dass die Situation immer unübersichtlicher - sprich blutiger - wird und schliesslich eine Truppe Elitesoldaten wieder für Ordnung sorgen muss.


DVD-Rating

Sex und Gore. Robert Englund und Jenna Jameson. Zombies und Strippers. Was nicht passt, wird passend gemacht im No-Budget Film eines gewissen Jay Lee, nur um so viele niedere Instinkte eines DVD-Hüllen-Betrachters wie möglich zum Kauf des Machwerks zu animieren. Der Titel ist so sehr Programm, wie es das tapfer schminkende Make-Up-Department ermöglichte. Eine Stripszene jagt die andere und erlaubt immer freizügigere Blicke auf die immer weniger makellose Haut junger Frauen. Die Ironie dabei: Die meisten Darstellerinnen waren schon bevor sie als Zombies geschminkt wurden von plastischen Chirurgen an der einen oder anderen Stelle verunstaltet worden. Allen voran natürlich der grösste US-Pornostar unserer Zeit, Jenna Jameson, deren vielbeschäftige Vagina in diesem Film ihr Repertoire um die Disziplin "Billardkugeln schiessen" erweitern kann. Freilich alles ausserhalb des zu sehenden Bildausschnitts.

Man kriegt also vieles geboten, was der reisserische Titel verspricht. Und noch ein bisschen mehr... neben der allzu plumpen Kritik an der Bush-Administration, erstellte der Regisseur auch noch einen pseudointelektuellen Überbau. Doch wen interessiert, ob der Name des Striplokals, "Rhino", an ein Theaterstück von Eugène Ionesco erinnert? Muss die Handlung wirklich in einem Örtchen namens "Sartre" spielen? Der Zielgruppe ist's schnurz. Wem's auffällt, fehlt "the connection". Strippende Zombies sind schon die halbe Miete. Solange die weiblichen Proportionen nicht allzu entstellt sind, mischt sich leichter Grusel mit einem Halbständer bestens. Der Rest ist zu philosophisch für einen Film, der einfach nur doof sein sollte.

Noch schlimmer wird's, wenn die Protagonisten aus dem Film im Making-of ebendiese Referenzen an die Hochkultur verbal noch platter walzen, als sie eh schon sind. Ob sie wirklich Ahnung haben, von was sie reden, bleibt so schleierhaft, wie der Weichzeichner der im Bonusmaterial bei Jenna Jameson - und nur bei ihr - zur Anwendung kommt. Ein zweites Making-of widmet sich ausschliesslich den Spezialeffekten. Bild- und tontechnisch sind dem Film auf DVD die tiefen Produktionskosten anzumerken.

2.6 Sterne 3.4 Sterne
2.6 Sterne (4 Bewertungen) | 1 Kommentar

2.0 Sterne2 von 0.0-6.0
08.01.2009 / rm


DVD-Infos

DVD erschienen am 26.06.2008

  • Bildformat: 2.35:1 (anamorphic widescreen)
  • Sprachen: Dolby Digital 5.1 in Englisch. Dolby Digital 5.1 in Deutsch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Extras: 2 Making-ofs, Trailershow, Entfallene Szenen