Yeti (2008)

Yeti - das Schneemonster

Yeti (2008) Yeti - das Schneemonster

Oder: Messner würde sich schämen

Yeti

Guguseli

Das Footballteam der "Grizzlies" ist auf dem Weg zu einem wichtigen Spiel, als über dem Himalaya ein Unwetter aufkommt. Die starken und durchtrainierten Männer und ihre Begleiterinnen verfallen in Panik, und die nimmt nicht ab, als ein Flügel des Flugzeugs abgerissen wird. Die Notlandung gelingt zwar, aber die Besatzung hat mit einigen Verlusten zu leben. Die Überlebenden versuchen, sich zu organisieren, merken aber bald schon, dass sie dort oben im ewigen Schnee nicht alleine sind.

Yeti

Wo ist das nächste Stargate?

Unter der Führung von Peyton (Marc Menard) wird zwar versucht, an Essen zu kommen, aber weil immer wieder Leichen verschwinden und ein Mädel was von einem grossen Affen erzählt, bleibt das Ganze undurchsichtig. Bis eines Nachts der "Affe" vor dem Flugzeugrumpf steht und wie wild mit den Zähnen fletscht. Es ist tatsächlich ein Schneemensch, ein Yeti, der nicht nur etwas gegen Eindringlinge in sein Gebiet hat, sondern augescheinlich hungrig ist. Und die knackigen Footballer sind auf seinem Speiseplan.


DVD-Rating

Der amerikanische Sci-Fi-Kanal ist bekannt für trashige Monsterfilme, die billig produziert werden und allerhöchstens für die Nachtschicht im Fernsehprogramm taugen. 2008 haben dessen Verantwortlichen mit Yeti nicht nur den besten Freund von Reinhold Messner als blutrünstige Bestie ins Programm genommen, sondern präsentieren ihn auch als den wohl hohlsten Vertreter jeglicher Arten von Raubtieren oder Schneemonstern.

Bei der Geschichte von Yeti brauchen wir uns nicht lange aufzuhalten. Junge Menschen im Schnee, ein rumbrüllendes Viech und einige Blutsequenzen sind schon alles, was es zu wissen gilt. Viel mehr zu diskutieren gibt die Machart des Films und vor allem die Darstellung des Monsters. Das taucht nämlich nicht nur in zwei verschiedenen Fellen auf (eins davon blutverschmiert, in der nächsten Szene porentief weiss), sondern rennt auch grottenschlecht animiert durch die Pampa (diese Momente werden gerne später im Film nochmals gezeigt - denn wir Zuschauer merken das ja eh nicht...) und brüllt wie ein kastrierter Wookie.

"Da führt eine Blutspur in die Höhle." - "Super, genau da gehen wir jetzt auch hin"

Ausserdem stolpert der Yeti einerseits durch den Schnee, kann aber Sekunden später Hunderte von Metern durch die Luft springen. Zum Opfer-Packen sicherlich nicht die schlechteste Variante. Dass er dann auch noch ein ganzes Flugzeugwrack eigenhändig bewegen kann, sich aber schlussendlich nicht von alleine hochziehen kann, beweist, dass man beim Entwurf dieser Figur nicht bis vor die Bürotür gedacht hat.

Darstellerisch ist Yeti die erwartete Nullnummer. Schöne und dumme Menschen zittern um ihr Leben, und mit Peter De Luise hat man wenigstens ein bekanntes Gesicht dabei. Der arme Kerl wird dafür mit seinem eigenen, vom Monster abgerissenen Bein verprügelt. Für Fans von Stargate: Atlantis gibt's noch ein Schmankerl, denn De Luise, ein langjähriger Regisseur der TV-Serie, nennt seinen Charakter "John Sheppard". Den kennen wir doch...

Fazit: Boah, Yeti ist Müll im Quadrat. Eine einfache und plumpe Story, nichtssagende Charaktere und ein Monster, das den Namen schlichtweg nicht verdient. Allerdings kann man immerhin zwischendurch mal grinsen. Wenn man bis dahin nicht eingedöst ist...

Die DVD von Yeti kommt mit einer kleinen Trailershow daher und bietet in Sachen Bild und Ton solide Kost, wie wir es von TV-Produktionen gewohnt sind. Leider reicht das kaum, um die heimische Anlage so richtig zu fordern.

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17.06.2011 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 18.09.2009

  • Bildformat: 16:9
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Deutsch (DD 2.0); Englisch (DD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch
  • Extras: Trailershow