Wild Child (2008)
Wild Child - Erstklassig zickig
Wild Child (2008) Wild Child - Erstklassig zickig
Oder: Oberzicke wird liebenswert
Poppy Moore (Emma Roberts) ist ein verwöhntes Mädchen aus Malibu. Ihr fehlt es an nichts. Luxuscabrio, ausgewählte Designerkleider und ein wunderschönes Anwesen an der Küste Malibus sind ihre Welt. Ein Leben in Reichtum kann der jungen Göre aber weder Glück noch Zufriedenheit kaufen. Als sie es mit ihren Freiheiten zu weit treibt, schickt sie ihr alleinerziehender Vater auf ein konservatives Mädcheninternat tief ins zivilisationslose, britische Hinterland.
Das Internatsleben auf der verregneten Insel bekommt ihr schlecht. Kein Handy, kein Ausgang, eine hässliche Uniform und Anfeindungen der Schulsprecherin Harriet (Georgia King) verleiten Poppy zum einzigen Wunsch, möglichst schnell von der Schule ausgeschlossen zu werden. Die aufmerksame Rektorin (Natasha Richardson) scheint aber mehr Geduld mit der kalifornischen Zicke zu haben, als dieser recht ist. Neue Freundinnen, ihre erste grosse Liebe und ein emotionales Vermächtnis bewegen Poppy aber bald schon zum Umdenken...
DVD-Rating
In Wild Child kommt Poppy Moores Wandlung von der üblen amerikanischen Luxus-Göre aus Malibu zur jungen Lady in einem englischen Internat richtig unterhaltsam rüber. Die Veräppelung des High-Class-Getues aus Amerika ist den Machern auf jeden Fall gelungen. Die miesen Spielchen, die sich die Mädels liefern, laden einerseits zum Schmunzeln ein, andererseits empfindet man Mitgefühl und hofft darauf, dass die Gerechtigkeit am Schluss siegt. Schön gezeigt wird auch, wie viel Spass die Mädchen zusammen haben und wie Poppy die wahre Freundschaft erkennen kann. Der Film enthält neben berührenden Gefühlsmomenten auch eine Spur Tragik.
Emma Roberts, die Nichte von Julia Roberts, spielt ihre Rolle als verwöhnte Poppy Moore sehr gut. Sie hat eine tolle Ausstrahlung und kann in ihrer Rolle als Luxus-Zicke ausgezeichnet ihre Mienen verziehen. Sie besitzt das Talent, im Filmbusiness in die Fussstapfen ihrer berümten Tante zu treten. Auch ihr Filmpartner Alex Pettyfer spielt seine männliche Hauptrolle als Freddie wunderbar, und es überrascht wenig, dass er neben der Schauspielerei noch als Model aktiv ist. Georgia King schliesslich, die derzeit auch in The Duchess zu sehen ist, eignet sich äusserlich perfekt für böse Rollen. Sie überzeugt mit ihrer Darstellung der nervenden, mühsamen Harriet, und man ist gespannt, was sie weiter zeigen wird.
Fazit: Wild Child ist ein Film, der sich perfekt für eine Pyjama-Party oder einen Mädchenabend eignet, weil man sich dabei prima unterhalten kann und dabei genau so viel Spass aufkommt wie bei der Mädchentruppe im Film - sofern man sich den Film in einer Gruppe und nicht alleine anschaut.
Bonus: Das Zusatzmaterial fällt sehr mager und enttäuschend aus. Die Schauspieler im Film albern ein wenig herum, es wird gezeigt wie sie Lacrosse geübt haben, und ein kurzes Making-of wurde angehängt - nichts Aussergewöhnliches.
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3.1 Sterne (23 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 04.05.2009
- Bildformat: 16/9 1:1.85
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Spanisch (DD 5.1), Ungarisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Hebräisch, Holländisch, Kroatisch, Portugiesisch, Slowenisch, Spanisch, Türkisch, Ungarisch
- Extras: Making Of, Lacrosse, Schulerinnerungen, Tour der Schulsprecherin, Ghostville



