U-900 (2008)

U-900 (2008)

Oder: Wie Atze ohne Bootserfahrung die U-900 manövriert

U-900

Ist nicht das, was sie denken!

Wir schreiben das Jahr 1944. Deutschland ist im Krieg und jeder Zivilist versucht, sich in den Wirren der Schlachten so gut als möglich zu Recht zu finden. Atze Schröder (Atze Schröder) macht das, in dem er auf dem Schwarzmarkt alles auftreibt, was ihm ein bisschen Kohle einbringen kann. Er schreckt auch nicht davor zurück, grosse Tiere in der Nazi-Hierarchie zu beliefern. Zumal die Herren ja meist eine gelangweilte Frau daheim haben, denen sich der Proll auch gerne mal annimmt.

Bei seinem letzten "Einsatz" ging allerdings etwas in die Hose und der gehörnte General Strasser (Jürgen Schornagel) heftet sich an die Fersen Atzes. Der schnappt seinen besten Kumpel, den Juden Samuel (Oliver Wnuk) und macht sich aus dem Staub. Durch Zufall kriegen die beiden mit, dass ein U-Boot in geheimer Mission von Frankreich nach Warnemünde schippern soll und genau da wollen Atze und Samuel mitfahren.

U-900

Trio Furioso

Zusammen mit der Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld), die sie zum mitmachen überreden, boarden die beiden das geheime U-Boot und geben sich als Nazi-Generäle aus. Das macht durchaus Sinn. Auf alle Fälle bis zu dem Zeitpunkt, als sich Atze als totaler See-Laie und Landratte entpuppt und sich die Besatzung des U-Bootes langsam fragt, ob der komische Kauz wirklich ein verdienter General ist. Vor allem der Oberleutnant Von Stetten (Götz Otto) wittert eine Verschwörung und benachrichtigt ausgerechnet den Mann, der von Atze Hörner aufgesetzt bekommen hat....


DVD-Rating

In dieser Kömodie kann durchaus gelacht werden, ein gutes Beispiel dafür bietet sicherlich die Szene, in welcher Atze Schröder mit rothaarigem Lockenschopf, Unterhosen in Tigerfellmuster und einem Schwabbelbäuchlein durch einen Garten rennt, um sich vor Sicherheitsleuten zu retten.

U-900 wird automatisch mit dem deutschen Filmklassiker Das Boot vom Regisseur Wolfgang Petersen aus dem Jahre 1981 verglichen. Obwohl der Film einige Elemente von Das Boot auf die Schippe nimmt, ist er nicht nur eine blosse Kopie. Der Einfall betreffend des heiligen Grals, welcher die Nazis vor Niederlagen bewahren soll, ist hingegen eindeutig von Indiana Jones and the Last Crusade übernommen worden und passt nicht in die Geschichte, zudem überzeugt der Film von der Produktionstechnik her überhaupt nicht, die Effekte wirken schlecht. Immerhin: Die im Film zu sehenden Kulissen vom Nazi-Deutschland im Jahr 1944 mit zerbombten Häusern und einem heimlichen Untergrundbunker, dem Hafen von Toulon, sowie der genauere Einblick in das U-Boot sind einfallsreich gestaltet.

Atze Schröder ist eine bekannte Figur der deutschen Comedy-Szene. Nach seiner Rolle als Hofnarr in 7 Zwerge setzt er nun mit U-900 noch einen obendrauf. Hierbei stellt er seine Filmpartner ganz schön in den Schatten, nimmt unanfechtbar die Hauptrolle ein und bringt seine Sprüche als Protzer, wie er es von seinen Fernsehauftritten gewohnt ist. Die Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld hingegen mag ja auch als getarnter Mann mit aufgeklebtem Schnurrbart noch ganz attraktiv aussehen, aber viel zum Film beitragen darf sie nicht.

Fazit: Ein paar Sätze von Atze haben es wirklich in sich und regen die Lachmuskeln an. Der Film ist ganz nett und unterhaltsam, aber nichts, was man sich mehrere Male angucken würde.

Die Specials auf der DVD umfassen unter anderem zehn nicht verwendete und zwölf erweiterte Szenen, zudem noch weitere Kleinigkeiten, die aber wenig von Nutzen sind.

2.2 Sterne 3.6 Sterne
2.2 Sterne (6 Bewertungen) | 2 Kommentare

2.5 Sterne2.5 von 0.0-6.0
29.04.2009 / muri (Inhalt), cin (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 08.04.2009

  • Bildformat: Wide/2.35:1/16:9
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: 10 nicht verwendete Szenen, 12 erweiterte Szenen, Handy-aus-Trailer, Kinoteaser, Kinotrailer