Superhero Movie (2008)

Superhero Movie (2008)

Oder: Superhelden sind nicht lustig!

Superhero Movie

Der Nasenzieher

Rick Riker (Drake Bell) lebt seit dem Tod seiner Eltern - sie wurden nach einem Opernbesuch erschossen, als der Junge noch ganz klein war - bei Onkel Albert (Leslie Nielsen) und Tante Lucille (Marion Ross). In der Schule ist er ein Looser und natürlich will die von ihm verehrte Jill (Sarah Paxton) nichts mit ihm zu tun haben. Sie turtelt lieber mit Schulrowdy Lance (Ryan Hansen).

Superhero Movie

Kuschelstunde mal anders

Bei einem Schulausflug in die Labore von Lou Landers (Christopher McDonald) will Rick ein Foto von Jill schiessen, aber selbst das geht in die Hose. Dann wird er auch noch von einer mutierten und genetisch aufgemotzten Libelle ("Dragonfly") gestochen und ein hässlicher, roter Pickel wächst ihm am Hals. Am nächsten Tag bemerkt Rick aber, dass dieser Stich auch was Gutes hatte. Denn aus dem Verlierer Rick wird ein Superheld mit ungeahnten Kräften. Fliegen kann er zwar noch nicht und das Superheldenkostüm zwickt mächtig, aber er will trotzdem in den Strassen seiner Stadt für Ordnung sorgen.

Superhero Movie

Bälle müssen gehalten werden

Er wird von einem gewissen Professor Xavier (Tracy Morgan) kontaktiert, dessen Frau und Kinder ebenfalls Glatze tragen. Das "Invisible Girl" (Pamela Anderson) ist eine dumme Schlampe und "Human Torch (Simon Rex) erschrickt sich zu Tode, wenn er Feuer fängt. Ausserdem rasiert sich Wolverine (Craig Bierko) mit seinen Klauen die Beine. Ein komisches Völkchen, diese Superhelden.

Spätestens aber, als der Oberbösewicht "Hourglass" (Christopher McDonald) in der Stadt umgeht, muss sich unsere Libelle ein Herz fassen und diejenigen beschützen, die ihm etwas bedeuten. Denn wie sagte schon sein Onkel Alber so schön: "With Great Power comes..." und so weiter. Oder doch nicht?


DVD-Rating

Lustig sind diese Veräppelungsfilme, die uns in letzter Zeit fast überschwemmungsartig begegnen, ja nicht. Und trotzdem finden die Macher noch immer Genres, die sie durch den Kakao ziehen wollen. Es war dabei nur eine Frage der Zeit, bis das Thema "Superhelden" dran glauben musste. Mit Superhero Movie hat man nun auch das hinter sich gebracht.

Als Basis dient natürlich die Geschichte von Spider-Man, denn die Hauptfigur des Rick Riker ist klar an Peter Parker angelehnt. Darum kriegt der Kenner der Spinne auch keine grossen Überraschungen geboten. Ausser natürlich, dass die Libelle nun Breakdance an der Hausmauer veranstaltet und beim Verfolgen des Schulbusses eins auf den Deckel kriegt.

Auf diesem Level geht es dann durch die ganzen 80 Minuten. Es wird gefurzt, ins Aquarium gekotzt und die Anspielungen auf diverse Superheldenfilme sind nicht etwas zart angedeutet, sondern werden mit dem Vorschlaghammer präsentiert. Das geht sogar soweit, dass einzelne Figuren einfach auftreten, um einen blöden Spruch zu bringen, aber der Story keinen Deut weiterhelfen. Man kennts ja leider inzwischen zu Genüge.

Fazit: Zum Superhero Movie gibt es nicht viel Schönes zu berichten. Wer auf die Art dieser Filme steht, der darf sich auch hier ab dem Geblödel amüsieren. Aber die plumpen Versuche, lustige Szenen zu zeigen, geht in praktisch allen Fällen in die Hose.

Das alternative Ende, das wir auf der DVD zu sehen kriegen, ist recht lahm und unspektakulär. Ebenso die vielen alternativen Szenen, die uns mehr vom "Humor" dieses Filmes präsentieren. Die Interviews halten sich kurz und die "hohe Kunst der Parodie" ist nur ein schwacher Versucht, diesen Müll zu erklären. Parodie in allen Ehren, aber so?

Technisch gibt es an Superhero Movie nicht viel zu meckern. Das Bild ist scharf und sauber, der Ton klingt störungs- und rauschfrei durch die Boxen. Von dieser Seite her betrachtet, ist diese DVD sicherlich empfehlenswert.

1.8 Sterne 4.2 Sterne
1.8 Sterne (43 Bewertungen) | 1 Kommentar

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01.01.2009 / muri (Inhalt), tam (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 23.12.2008

  • Bildformat: 16:9
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Alternatives Ende; Entfallene Szenen; Interviews; Die hohe Kunst der Parodie