Sunshine Cleaning (2008)

Sunshine Cleaning (2008)

Oder: Irgendjemand muss auch das wegputzen...

Sunshine Cleaning

"Zusammen schaffen wir alles."

Die alleinerziehende Rose Lorkowski (Amy Adams) arbeitet als Angestellte bei einer Reinigungsfirma, während ihre Schwester Norah (Emily Blunt) gerade wieder mal als Kellnerin gefeuert wurde. Als Roses Sohn Oscar (Jason Spevack) in der Schule ein merwürdiges Verhalten an den Tag legt und die Schulbehörde sich empört über ihn zeigt, nimmt Rose ihren Sohn kurzerhand aus der Schule. Sie muss sich eine Lösung einfallen lassen, um Oscar an eine Privatschule schicken zu können. In der Zwischenzeit kümmert sich ihr Vater Joe (Alan Arkin) um den intelligenten Jungen.

Sunshine Cleaning

"Iii, das mieft ja abartig!"

Roses Geliebter Mac, den sie jeweils zu abendlichen Sex-Treffen in einem Motel trifft, damit seine schwangere Frau nicht von der Affäre Wind bekommt, gibt Rose als Polizist eine Marktlücke an, in welcher sich anscheinend viel Geld verdienen lässt. Zugegeben, was Rose und ihre Schwester Norah ins Leben rufen, um über die Runden zu kommen, ist etwas gewöhnungsbedürftig: Sie gründen die Firma "Sunshine Cleaning", die Tatorte reinigt. Ein Job also, in welchem man fast täglich Blut zu sehen bekommt - aber was macht Frau nicht alles fürs Geld? Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, würde nur Norahs unachtsamer Zwischenfall nicht passieren...


Kinofilm-Rating

Schon mal einen Film gesehen, in welchem es um eine Tatort-Reiningungsfirma geht? Ganz klar, dass da ein gewisser Touch an schwarzem Humor, Blut und Toten nicht fehlen darf. Der Film weiss mit vielen verschiedenen Eigenschaften in allen möglichen Szenen zu beeindrucken - mal sind die Szenen so ergreifend und traurig, dass der Zuschauer ein Taschentuch dabei haben sollte, ein anderes Mal ist einem vor lauter Schalk und guter Stimmung nur noch zum Lachen zumute. Zudem bringen alle Schauspieler das gewisse Etwas mit sich, für welches man sie einfach liebenswert und grossartig findet.

Die Produzenten von Sunshine Cleaning waren bereits verantwortlich für die Produktion von Little Miss Sunshine. Da kommt die Frage auf, ob nun jeder weitere Film dieser Produktionscrew das Wort Sunshine im Titel tragen wird. Dabei handle es sich aber um einen reinen Zufall, gab Produzent Jeb Brody bekannt.

Die beiden Namen der Schauspielerinnen Amy Adams und Emily Blunt sollte man sich für die Zukunft im Kopf behalten. Adams hat zum Beispiel schon in Catch me if you can und Night at the Museum 2: Battle of the Smithsonian, Blunt in The Devil wears Prada und The Jane Austen Book Club tolle Arbeit geleistet; in Sunshine Cleaning hinterlassen sie gleich nochmals einen tollen schauspielerischen Eindruck. Toll, wie die beiden vor der Kamera harmonieren und ganz authentisch die zwei zickigen Schwestern spielen können. Ausserdem ist es eindrücklich, wie stark der kleine Schauspieler Jason Spevack seine Rolle zu spielen vermag, das würde man einem 12-Jährigen gar nicht zutrauen.

Fazit: Ein ergreifender, lustiger und zugleich trauriger Film über den Zusammenhalt einer Familie, die ums Überleben kämpft, zwei Schwestern, welche den Selbsmord ihrer Mutter nie verarbeitet haben, und die Frage, was man eigentlich aus seinem Leben machen will. Dieser Film regt die verschiedensten Gefühle an, greift interessante Aspekte des Lebens auf, weist einen darauf hin, der lieben Mutter wieder einmal zu sagen, dass man dankbar dafür ist, was sie alles für einen getan hat, und lässt uns über unser Leben nachdenken.

4.6 Sterne
4.6 Sterne (29 Bewertungen) | 1 Kommentar

5.0 Sterne5 von 0.0-6.0
19.06.2009 / cin