Stargate: Continuum (2008)
Stargate: Continuum (2008)
Oder: Ab ins Eis!
Endlich ist es soweit. Die brutalen Systemlords sind am Ende. Der Letzte der Gattung, der heimtückische Ba'al (Cliff Simon), ist parat für die Exekution. Alle seine Klone wurden vernichtet und das Exemplar, dem nun der "Goa'Uld"-Wurm entzogen werden soll, ist nun definitiv der Letzte. Aus diesem Grund reist auch das SG-1-Team unter der Leitung von Colonel Cameron Mitchell (Ben Browder) an und trifft dort auf General Jack O'Neill (Richard Dean Anderson), der es sich natürlich auch nicht entgehen lässt, seinen Erzfeind bei dessen Ableben zu beäugen.
Die Prozedur ist in vollem Gang, als plötzlich Vala (Claudia Black) verschwindet. Auch Teal'c (Christopher Judge) löst sich vor den Augen Samantha Carters (Amanda Tapping) und Daniel Jacksons (Michael Shanks) in Luft auf. Was ist los? Warum verschwinden auch weitere Figuren, ja sogar ganze Gebäude? Und das alles, während Ba'al zufrieden grinst?
Mitchell, Carter und Jackson flüchten durch das offene Stargate und finden sich unter meterdickem Eis wieder. Keine Spur des altbekannten Stargate-Centers, sondern nur eisige Kälte. Die Befreiung aus dieser Misere ist zwar für unsere Spezialisten kein Problem, aber als dann auch noch Jack O'Neill auftaucht, seine Freunde nicht erkennt und Samantha Carter als eigentlich tote Astronautin betitelt, ist die Situation klar.
Das SG-1-Team (oder das, was noch übrig geblieben ist) findet sich auf einer veränderte Erde wieder, auf der das Stargateprogramm noch in den Kinderschuhen steckt. Ausserdem kündigt sich eine ausserirdische Invasion an. Ba'al will die Erde erobern. An seiner Seite als erster Primus: Teal'c!
DVD-Rating
Stargate machte 1994 den Anfang einer inzwischen weltbekannten Franchise, der verschiedene TV-Serien folgten und die nun als Spielfilme direkt auf DVD vertrieben wird. Stargate: Continuum ist der vorerst letzte Streich der Macher von Stargate SG-1 und bringt uns ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, die eine erstaunlich flotte und interessante Geschichte erzählen.
Zeitreisen eigenen sich, auch das wissen wir inzwischen, hervorragend für irgendwelche Sci-Fi-Filme und Serien. Da dürfen auch mal Hauptcharakter getötet werden, nur um sie in einer veränderten Zukunft oder Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. In Stargate: Continuum kommt dazu der beste aller Serien-Systemlords voll zur Geltung. Cliff Simon spielt den "Ba'al" mit teuflischen Grinsen, überzeugender Arroganz und fühlt sich sichtlich wohl, dass auch er mal seinen menschlichen Gegnern in den Hintern treten darf.
Die bekannten Figuren aus der TV-Serie haben, ausser den bereits in Stargate: The Ark of Truth erfahrenen, optischen Veränderungen der Darsteller, allesamt eine solide und gute Performance abgeliefert. Zwar sind die Witze ein bisschen sehr gesucht und Richard Dean Anderson hat an Gewicht zugelegt und wird hier endgültig zum Weichei und Bürogummi gestempelt, aber die Geschichte mit der Reise in eine alternative Welt funktioniert durchaus.
Ein Highlight ist immer wieder Beau Bridges, der auch in Stargate: Continuum einen kurzen, aber gelungenen Auftritt als General Landry hat. Ausserdem sind die Spezialeffekte (Raumschiffe, Schiessereien, die Transport-Ringe) einmal mehr sehr überzeugend gemacht und gefallen sehr gut.
Fazit: Stargate: Continuum schlägt Stargate: The Ark of Truth in vielen Belangen und kommt mit einer guten Story daher. Solide Schauspielleistungen und ein toller Bösewicht runden das Angebot ab, das die Vorfreude auf ein nächstes Abenteuer von Stargate SG-1 gross werden lässt.
Drei kleine Reportagen wurden auf die DVD gebrannt. Das obligate Making-Of lässt Schauspieler und Macher zu Wort kommen und bietet ein paar schöne Sprüche zu den Dreharbeiten. Man merkt, dass auch Stargate: Continuum ein toller Spass für die Beteiligten war. Da man viele Szenen in der eiskalten Arktis gedreht wurden, dürfen natürlich Aufnahmen und Berichte von diesem Drehort nicht fehlen. Die Menschen sind dort zwar vermummt und somit unkenntlich, aber selbst in dieser Umgebung bleibt Zeit für Spässe und Witze. Wer sich für Zeitreisen interessiert, der sollte sich den letzten Beitrag anschauen. Dort wird erklärt, wie das ganze funktioniert, was man machen muss, um selber zu reisen und wieso das bisher noch keiner geschafft hat. Interessant, das Ganze.
Technisch ist die DVD eine solide und saubere Angelegenheit geworden. Das Bild überzeugt durch Schärfe und Klarheit, während beim Ton einige Unterschiede auffallen. In der Originalversion (die wie immer zu empfehlen ist) passt die Lautstärke optimal zum Film. In der deutschen Synchro hingegen klingen die bekannten Stimmen anfänglich ein wenig komisch. Vor allem der tiefe Bass der deutschen Stimme von Christopher Judge hat Probleme, die Intensität der TV-Serie zu erreichen. Allerdings gewöhnt man sich bald mal dran.
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3.9 Sterne (6 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 12.09.2008
- Bildformat: 1.78:1
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Spanisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Spanisch, Türkisch, Portugiesisch
- Extras: Audiokommentar, Making-Of, In der Arktis, Das Handbuch über Zeitreisen



