Star Wars: The Clone Wars (2008)
Star Wars: Die Klonkriege
Star Wars: The Clone Wars (2008) Star Wars: Die Klonkriege
Oder: Sternenkrieg light
Es herrscht Krieg in der Galaxis. Unter der Führung des Sith-Lords Count Dooku (Christopher Lee) übernehmen die Separatisten und ihre unerschöpfliche Droiden-Armee immer mehr Sternensysteme, während die Galaktische Republik versucht, so gut wie möglich dagegen zu halten. Unterstützung erhalten sie dabei von den Jedi-Rittern und den Klonkriegern, die Seite an Seite kämpfen. Auch die beiden Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi (James Arnold Taylor) und Anakin Skywalker (Matt Lander) können auf einem abgelegenen Planeten gerade eine Horde Droiden in die Flucht schlagen, als die junge Padawan-Lernende Ahsoka Tano (Ashley Eckstein) eintrifft. Sie soll Anakin als Schülerin unterstellt werden.
Währenddessen erhält der Jedi-Rat eine Meldung vom Gangsterboss Jabba the Hutt (Kevin Michael Richardson): Sein Sohn wurde entführt und wird an einem unbekannten Ort gefangen gehalten. Er verlangt Hilfe von der Republik und dem Jedi-Rat, ansonsten wolle er sich an den Separatistenführer Count Dooku wenden. Dieser könne ihm bestimmt weiterhelfen. Um nicht noch mehr Sternensysteme an Dooku zu verlieren, ist die Republik auf den Gutwillen des Hutten-Clans angewiesen. Deshalb werden die einzigen Jedi-Ritter, die sich in der Nähe befinden, mit diesem Einsatz beauftragt: Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker und dessen neue Schülerin Ahsoka.
Hinter der Entführung von Jabbas Sohn steckt indessen niemand anderes als Count Dooku selbst, der aber seinerseits die Jedi-Ritter beschuldigt. Damit will er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Er will den Hutten-Clan gegen die Republik aufbringen und sich seiner Feinde Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker entledigen. Zu diesem Zweck hat er auch bereits seine eigene Schülerin Asajj Ventress (Nika Futterman) auf die beiden Jedi-Ritter angesetzt.
Kinofilm-Rating
Wirklich damit gerechnet haben wohl die wenigsten, aber tatsächlich ist bereits wieder ein neuer Star-Wars-Film im Kino. Allerdings gehört er nicht zur eigentlichen Kinoserie, sondern fungiert als Einstieg in die TV-Serie, die diesen Herbst in den USA bei Cartoon Network startet. Dabei handelt es sich um eine komplett am Computer generierte TV-Show, weshalb logischerweise auch der Film in diesem Stil gehalten ist. Aber auch sonst läuft nicht alles wie gewohnt ab.
Bereits wenn es im Kino-Saal dunkel wird, werden langjährige Fans die ersten Veränderungen feststellen: Da der Film von Warner Bros. vertrieben wird, fehlt die Fox-Fanfare, die bisher alle Filme eröffnet hat. Zudem wurde auch der sonst übliche Lauftext gestrichen, der sonst immer als Einleitung diente. Stattdessen werden die Ereignisse kurz von einem Off-Screen-Sprecher erläutert, bevor man mitten in die Action geworfen wird. Obwohl ungewohnt, funktioniert dies sehr gut und wurde wohl auch im Hinblick auf die Serie so gemacht.
Gleich nach der Einführung wird man ins Kampfgetümmel geworfen, auf der Leinwand blitzt es, die Lautsprecher donnern. Und dann erhascht man erstmals einen längeren Blick auf die Hauptfiguren: Diese sehen zu Beginn doch eher gewöhnungsbedürftig aus. Durch den bewussten Verzicht auf Fotorealismus und die Stilisierung der Figuren ergibt sich nämlich ein komplett neuer Look. Nach einigen Minuten hat man sich aber daran gewöhnt und man beginnt sogar, sich mit dem Aussehen der Charaktere und der Umgebung anzufreunden. Natürlich erreichen die Animationen nie die Qualität der Pixar-Filme, aber das erwartet ja auch niemand. Die neue Hauptfigur Ahsoka passt zudem sehr gut ins Bild und wirkt fast nie störend. Einzig einige platte Sprüche hätte man sich sparen können, aber das gilt eigentlich für alle Hauptcharaktere.
Und wenn wir schon dabei sind: Alle wichtigen Figuren kommen zu einem Auftritt, einzig Amidala zeigt sich erst gegen Schluss der Handlung und wirkt irgendwie fehl am Platz. Als hätte man sie einfach in irgendeiner Form noch unterbringen müssen. Sehr erfreulich hingegen: Jar-Jar Binks, die Star Wars-Hassfigur schlechthin, kommt in keiner einzigen Szene vor. Da wird wohl niemand allzu traurig sein. Überraschend gut sind zudem die Actionszenen ausgefallen: Der Krieg zwischen den Klontruppen und den Droiden kommt bombastisch rüber, auch die Weltraumschlachten machen eine gute Figur. Nur die Lichtschwertduelle kommen ein wenig lammfromm daher. Wohl dadurch, dass es sich bei den Duellisten um CGI-Figuren handelt und man deshalb nicht mit ihnen mitfiebern kann.
Die Story des Films, die zwischen den Episoden II und III spielt, wird natürlich keinen Blumentopf gewinnen, zu flach kommt die Geschichte daher. Grosse Wendungen oder gar Überraschungen gibt es keine. Dies ist mitunter auch ein Grund, weshalb man leider nicht von einem "vollwertigen" Star Wars-Film sprechen kann, obwohl er das ja auch nicht sein will. Es handelt sich ja eigentlich "nur" um eine Einleitung in die TV-Serie und dafür schlägt sich der Film ganz gut. Allerdings fragt man sich, weshalb man den Film dann überhaupt ins Kino bringt - im TV hätte er sich wohl besser gemacht.
Fazit: Als eigenständiger Kinofilm im Star Wars-Universum ist einfach zu wenig Fleisch am Knochen. Fans dürfen aber durchaus einen Blick wagen.
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