The Spirit (2008)
The Spirit (2008)
Oder: No Eggs please
Denny Colt (Gabriel Macht) war einmal ein Cop. Bis zu dem Tag, als er erschossen wurde und nicht sterben durfte. Er wurde zurückgeschickt. Zurück zu seiner Liebe, seinerm Leben, seiner Aufgabe. Die Stadt zu beschützen, die ihm soviel bedeutet. Und Central City bekam einen maskierten Helden, der die Frauen verzauberte, den die Bösewichte fürchteten. Central City bekam The Spirit.
Mit einer Augenmaske macht sich der Mann auf die Jagd nach Verbrechern und Gesindel. Und immer wieder trifft er dabei auf seinen Erzfeind "The Octopus" (Samuel L. Jackson), den er aber nie definitiv besiegen konnte. Auch diesmal hat der verrückte Kerl wieder seine Finger im Spiel. Es wurden zwei Schatztruhen entwendet. Eine enthält etwas unglaublich Wertvolles, die andere etwas, das der Octopus unbedingt in seinem Besitz wissen will.
Und während die Schergen des Bösen die falsche Truhe abstauben, taucht auf einmal die schöne Sand Saref (Eva Mendes) in Central City auf. Mit dunkler Vergangenheit belastet, kann sie sich nicht entscheiden, auf welcher Seite sie nun steht, und der Spirit findet heraus, was genau an dieser Dame so geheimnisvoll ist.
Gleichzeitig ist der Octopus mit seinen Schergen nicht untätig. Angeführt von Silken Floss (Scarlett Johansson), einer Femme Fatale mit Köpfchen, plant die Gruppierung den ultimativen Schlag gegen das Gute. Wenn der Spirit dies nicht verhindern kann, dann sieht es für die Welt dunkel aus. Doch der scheint dem Ruf der Loreley (Jamie King) nicht mehr lange standhalten zu können.
Kinofilm-Rating
Wenn immer der Name Frank Miller in irgendeiner Form auftaucht, dann horchen die Comicfans weltweit auf. Der Mann, der nicht nur 300 und Sin City geschrieben (und letzteres auch grad noch verfilmt) hat, präsentiert uns seine neueste Filmumsetzung eines stylischen und kultigen Comics. Dieses Mal lädt er uns in eine dunkle Stadt ein, die einen heldenhaften Beschützer hat. Er nennt sich The Spirit und soll an die grossen Erfolge seiner Genrekollegen anschliessen.
Die Titelfigur hat, und daraus zieht er enorm viel seiner Spannung, keine Superkräfte und natürlich auch seine Macken. So kann The Spirit praktisch an keiner Frau vorbeigehen, ohne sie schmachtend anzublicken und sich ein bisschen in sie zu verlieben. Gut, das ist bei Damen wie Scarlett Johansson, Eva Mendes oder Paz Vega auch kein bisschen verwunderlich. Denn die Damenriege in The Spirit ist aufgetakelt, sexy und raubt dem (männlichen) Zuschauer schon ein bisschen den Verstand und den klaren Durchblick.
Gut darum, dass die Geschichte an sich eine ganz einfache ist. Der Held findet seine Nemesis, es folgen Konfrontationen, Gefangennahmen und natürlich am Schluss der grosse Showdown. Apropos Nemesis. Mit Samuel L. Jackson hat der Film sein Highlight und seinen Geniestreich geschafft. Der Kerl ist so unterhaltsam, dass es auch nicht stört, wenn er im Nazikostüm verpönte Armbewegungen macht und Sprüche über konkurrierende Filmreihen vom Stapel lässt. Im Gegenteil. Als "Octopus" kann der Mann so richtig aufdrehen und er lässt weder dem Titelheld Gabriel Macht (der recht blass bleibt), noch der ganzen Damenriege auch nur den Hauch einer Chance.
Wie schon bei Sin City ist auch The Spirit im düsteren Look gehalten, mit tricktechnisch feinsten Aufnahmen erweitert und absolut stylisch gehalten. Manchmal bekommt man aber dennoch das Gefühl, das hier ein bisschen weniger Kunst der Geschichte besser getan hätte. Denn zwischendurch fragt man sich schon ab den einzelnen Szenen, die zwar toll aussehen, aber weder dem Film noch der Story zu nützen scheinen.
Fazit: The Spirit ist hauptsächlich für Fans gemacht und hat eine (zu) einfache Geschichte zu bieten. Samuel L. Jackson rockt jede Szene, in der er auftritt, und der Witz ist sehr bekömmlich. Dennoch reicht es dem Film nicht an die Klasse eines Sin City heran. Dafür wurde zu wenig aus der Story gemacht. Aber, und das dürfte keinen Zuschauer überraschen, dieses Manko wird sicherlich in einer Fortsetzung korrigiert.
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