Slumdog Millionaire (2008)
Slumdog Millionär
Slumdog Millionaire (2008) Slumdog Millionär
Mit Slumdog Millionaire brachte Danny Boyle einen fantastischen Genre-Mix in die Kinos, der es etlichen Juris und Filmfestivals angetan hat. Der Film heimste bereits zahlreiche Preise ein und düfte auch bei den anstehenden Academy Awards nicht leer ausgehen. Komponist A.R. Rahman durfte für seine gewagte Vertonung bereits einen Golden Globe einstreichen.
Interessierte sollten sich den Film vor dem CD-Kauf unbedingt ansehen, denn das vorliegende Album ist keine "alltägliche" Filmmusik mit Streichern, Blech-Fanfaren und harter Perkussion. Es dominieren schrille, abgedrehte Rhythmen, begleitet von noch schrilleren und fremden Gesangseinlagen.
Aus dem Film wird den meisten "nur" das esoterische "Latika's Theme" in Erinnerung geblieben sein, ein sehr schönes, verträumtes Stück. Dem Stück vor- und nachgelagert sind etliche Arbeiten, die wohl manchen Hörer fordern und zum Schmunzeln verleiten. Auf ungefragte Kommentare zum plötzlichen Musikstilwechsel sollte man sich gefasst machen.
Einzelne Stücke hervorzuheben, ist schwierig. Das Album als ganzes ist eine spannende und fordernde 50-minütige, schrille, bunte, durchgeknallte, esoterische, pulsierende und teils gar dramatisch angehauchte Achterbahnfahrt. Empfindliche Musikmägen seien vorgewarnt!
Fazit: Mit seiner Musik zu Slumdog Millionaire hat Komponist A.R. Rahman einen gewagten Schritt getan, aber genau den richtigen, für einen Film wie Slumdog Millionaire. Im Film verpasst die Musik dem Film zusätzliches Flair und Kolorit. Ohne die Bilder wird der abgedrehte Mix den einen oder anderen möglicherweise überfordern.
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