The Scorpion King 2: Rise of a Warrior (2008)
The Scorpion King 2: Rise of a Warrior (2008)
Oder: Never trust a Greek!
Das Volk der Arkadier ist stolz und stark. Ihre Männer sind tolle Krieger und regelmässig werden auch die Jungen in Ausscheidungskämpfe gesteckt, in denen die Hälfte sich danach in einem sechsjährigen Training zum "Black Scorpion" ausbilden lassen kann. Der junge Mathayus (Michael Copon) darf zwar, auf Wunsch seines Vaters, nicht an diesen Kämpfen teilnehmen, machts aber sowieso. Mit der Folge, dass sich sein Vater nach einem Zusammenprall mit dem Ausbildner Sargon ("Ultimate Fighing Champion" Randy Couture) plötzlich von schwarzen Skorpionen übersäht im Bett findet und stirbt. Natürlich weiss Mathayus, dass Sargon da seine Hand im Spiel hatte, kann aber nichts beweisen.
Sechs Jahre später sind die jungen Männer zu Kriegern geworden. Muskelbepackt und mit schönem Tattoo auf dem Arm kehren sie ins Dorf zurück. Dort hat sich einiges verändert. Sargon ist, mit Hilfe von dunkler Magie, zum König aufgestiegen und ausgerechnet Mathayus soll sein Leibwächter werden. Der weigert sich und flieht, zusammen mit der schönen Layla (Karen Shenaz David), aus der Stadt. Sie wollen nach Ägypten, um dort eine Waffe zu finden, mit dem der junge Kämpfer seinen Vater rächen kann.
Auf der Überfahrt lernen sie den Griechen Ari (Simon Quaterman) kennen, der ihnen von einer Waffe erzählt, die bei ihrem Plan behilflich sein könnte. Nein, es ist nicht der Speer des Osiris (der wird dann erst in The Mummy returns gebraucht), sondern das mysthische Schwert des Damokles. Doch um diese Waffe zu besitzen muss die Gruppe in die Unterwelt hinabsteigen. Und auf diesem Weg sind Hindernisse wie der brutale Mintohaurus, Sumpfmonster oder lebende Tote nur der Anfang. Denn da unten wartet auch die Kriegsgöttin Astarte (Nathalie Becker).
DVD-Rating
2002 kam der Scorpion King mit seinem eigenen Film in die Kinos. "The Rock" Dwayne Johnson spielte damals die Hauptrolle und prügelte sich kreuz und quer durch die Wüste. Beim Sequel dieses Prequels der Mummy (Na? Kapiert?) wollte der gute Mann dann nicht mehr dabei sein. Das war sicherlich ein richtiger Schritt, denn The Scorpion King 2: Rise of a Warrior ist eine typische "Direct-to-DVD"-Veröffentlichung, deren man das niedrige Budget ansieht, die aber trotzdem hin und wieder schön punkten kann.
Angefangen bei der netten Geschichte, die uns den Arkadier Mathayus ein bisschen näher bringt und der durch den guten Darsteller Michael Copon sogar ein bisschen Tiefe erhält. Seine Kumpanen, der Grieche und das Mädel, sind Staffage und höchstens für nette One-Liner zuständig. Der "UFC"-Champion Randy Couture macht als böser König leider eine ziemlich hiflose Figur, auch wenn er durch seine körperliche Präsenz gut rüberkommt. Aber sobalds ans schauspielern geht, ist da fertig lustig.
Was hingegen gar nicht passt, sind die Spezialeffekte. Einmal mehr dürfen wir uns über schlecht gemachte Monster in dunklen Gassen, computergenerierte Unterwelten und lächerliche Riesenskorpione aufregen. Der Film wurde innerhalb von 30 Tagen gedreht und das merkt man ihm auch an. Da hätte man sich lieber ein bisschen mehr Zeit für die Effekte genommen, anstatt diese teilweise recht peinlichen Figuren im finalen Film unterzubringen. Schade, der Film hätte was Besseres verdient.
Fazit: The Scorpion King 2: Rise of a Warrior passt in die Schublade von Hercules - The Legendary Journeys und Konsorten. Die Schauspieler sind okay, haben einige nette Sprüche auf Lager und die Geschichte ist für Fans sicherlich einen Blick wert. Die schlechten Effekte und die schlussendliche Anspruchslosigkeit des Films ergeben deutlichen Abzug. Allerdings wäre dieser Film als Start für eine TV-Serie gar nicht so ungeeignet. *Ups*, hab ich jetzt jemanden auf eine dumme Idee gebracht?
Die DVD kommt erfreulich nett ausgestattet in die Läden. Berichte über die Dreharbeiten, an denen es kaum Pausen gab oder die Effekte, vermögen ein bisschen zu interessieren und werden von gut gelaunten Schauspielern vorgetragen. Die Kampfszenen werden ebenfalls unter die Lupe genommen und das Gag-Reel besteht mehrheitlich aus Versprechern und anschliessendem Gegrinse der Schauspieler.
Technisch wird Standardkost geboten. Das Bild ist schön und klar, der Ton dröhnt ohne Probleme durch die Boxen. Vor allem bei den schönen Landschaftsaufnahmen und den romantischen Bildern von mondbeleuchteten Städten macht das Bild einen starken Eindruck.
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2.1 Sterne (10 Bewertungen) | 10 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 14.05.2008
- Bildformat: 1.78:1
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Italienisch (DD 5.1), Türkisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Zusätzliche Szenen, Gag-Reel, Making-Of, Die Kampfszenen, Die Effekte



