Role Models (2008)

Vorbilder?!

Role Models (2008) Vorbilder?!

Oder: Fühl den Bullen!

Role Models

Halli Hallo?

Danny (Paul Rudd) ist ein Zyniker und mag so ziemlich gar nichts und niemanden. Sein Kumpel Wheeler (Seann William Scott) ist das glatte Gegenteil. Der Kerl mag jeden (und vor allem jede), ist immer gut drauf und flott mit seinem Mundwerk. Zusammen promoten sie den Energy-Drink "Minotaur", wobei Wheeler regelmässig im Stierkostüm den Affen rauslässt.

Doch dieses Mal spielt ihnen das Schicksal einen Streich. Ihr "Stiermobil" soll abgeschleppt werden. Die beiden Kerle schnappen sich den Karren und begehen Fahrerflucht... bis zur nächsten Statue, wo sie ihren Wagen komplett zu Schrott fahren. Aus diesem Grund sollen sie nun ins Gefängnis, ändern dies aber um auf 150 Sozialstunden in einem Programm, das jungen Menschen erwachsene Begleiter und Vorbilder zu Seite stellt.

Role Models

Der junge Aragorn

Nun werden also ausgerechnet Danny und Wheeler ihren jungen Protegés zugesprochen. Danny bekommt Augie (Superbad-"McLovin" Christopher Mintz-Plasse), der mit Umhang, Schwert und Schild das Gefühl hat, er sei ein Teil eines Mittelalterabenteuers. Wheeler kriegt Ronnie (Bobbe J. Thompson) zugesprochen. Der geht zwar erst in die fünfte Klasse, hat aber weder sein Mundwerk noch seine Libido unter Kontrolle.

Unlösbare Aufgaben für unsere Energy-Drink-Leute?


Kinofilm-Rating

Einer pisst ans Plakat, der andere süffelt Bier aus der Flasche. Das sollen Vorbilder sein? Diese offensichtliche Frage (und deren Beantwortung) ist die Hauptgeschichte, die hinter dem neuesten Film mit dem "Stiffmeister" Seann William Scott (Welcome to the Jungle, American Wedding) steht. Zusammen mit Filmpartner Paul Rudd (Knocked Up, Forgetting Sarah Marshall) lässt er in Role Models für knapp 100 Minuten dem inneren Kind freien Lauf.

Die Geschichte der zwei Energy-Drink-Vertreter, die zu Sozialdienst verdonnert werden und mit ihren neuen "Littles" recht überfordert sind, ist vor allem am Anfang richtig lustig. Wir hören Witze unter der Gürtellinie, erleben herrliche Situationen mit dem "Minotaur"-Kostüm, und die Kleinen spielen die Grossen mächtig an die Wand. Dann fährt die Story einen Gang runter, bevor es dann beim grossen Finale wieder herrlich zur Sache geht. Wer auf "Kiss" steht, hat hier definitiv was zu lachen...

Schauspielerisch werden weder Seann William Scott, noch Paul Rudd wahnsinnig gefordert. Der Typ aus Superbad kommt nur langsam auf Touren, dafür legt sich der kleine freche Bobbe J. Thompson von Anfang an ins Zeug. Neben all den Blödeleien und Sprücheklopfen bleibt leider fast kein Platz für die nette Elizabeth Banks (Meet Dave) und die nervende Jane Lynch (The Rocker), die mit ihren Drogengeschichten bald mal langweilt.

Fazit: Role Models ist kein Superfilm geworden, überrascht aber durch sympathisch-derben Humor und ein paar herrlichen Momenten im grossen Finale. Ein Film für zwischendurch, der weder anspruchsvoll noch tiefgehend ist. Hier wird reine Unterhaltung geboten und das darf ruhig auch mal sein.

3.8 Sterne
3.8 Sterne (71 Bewertungen) | 8 Kommentare

3.53.5
19.02.2009 / muri