RocknRolla (2008)
RocknRolla (2008)
Oder: Wenn Sachen in die Hosen gehen...
Lenny Cole (Tom Wilkinson) ist der grosse Hund in London. Er hat sein Vermögen durch Geschäfte im Baugewerbe gemacht und ist zum einflussreichsten Mann der Stadt aufgestiegen. Als ein russischer Milliardär ein Gebäude aus dem Boden stampfen will, verspricht ihm Lenny die entsprechende Baugenehmigung in kürzester Zeit. Zu zahlen sind ihm dafür schlappe sieben Millionen Euro. Als Präsent des guten Willens, kriegt Cole obendrauf noch das Lieblings- und Glücksbild des Russen.
One Two (Gerard Butler) und Mumbles (Idris Elba) sind zwei kleine Ganoven, deren letzter Deal mächtig in die Hose ging. Nun schulden sie ausgerechnet Lenny Cole zwei Millionen Euro. Und wenn sie die nicht binnen Tagen auftreiben, finden sie sich in knietiefer Scheisse wieder. Glücklicherweise kennt One Two die Buchhalterin des Russen. Die Dame, Stella (Thandie Newton), trägt heisse Schuhe und lässt die beiden Jungs mit einem Tip ans grosse Geld kommen. Die sieben Millionen Dollar wechseln unfreiwillig den Besitzer und die Jungs sind aus dem Schneider.
Zwar kriegt Lenny nun seine zwei Millionen wieder zurück, aber das Gemälde des Russen verschwindet. Und das bringt Lenny nicht nur in Misskredit, sondern auch in Gefahr. Denn der Milliardär hat inzwischen selber die richtigen Kontakte geknüpft und Lennys Stiefsohn stellt sich als Dieb des Gemäldes heraus. Und auch One Two und Mumbles haben noch nicht genug. Als ein zweiter Geldtransport ansteht, versuchen die Beiden ihr Glück erneut. Jedoch mit anderem Ergebnis....
Ein verrückter Russe, ein Gangster in Schwierigkeiten, eine heisse Buchhalterin in sexy High-Heels und zwei Kleinganoven, denen das Ganze mächtig über den Kopf wächst. Und das ist nur der Anfang vom Ende....
Kinofilm-Rating
Guy Ritchie hatte mal den Ruf des "Quentin Tarantino von England".Er machte tolle Filme (Snatch, Lock, Stock and Two Smoking Barrels) und heiratete dann Madonna. Das hiess für seine Fans Filme wie Swept Away oder sein letzter bei uns veröffentlichter, Revolver. Der Drive schien weg zu sein und ein Talent verloren. Doch dann kam RocknRolla.
"Is this a Robbery?" - "Yeah, its a Robbery. Now Fuck off"
Die Story des Films nimmt uns einmal mehr in die Unterwelt von London. Dort wo sich sympathische Kleingauner mit brutalen Bossen anlegen. Dort wo auch in der schlimmsten Not noch Zeit für einen blöden Spruch bleibt und wo der Sound halt einfach genial ist. Hier spielt RocknRolla und beweist, dass Guy Ritchie den Weg aus der Dunkelheit erfolgreich in Angriff genommen hat.
Gerard Butler (300), Tom Wilkinson (Michael Clayton), Thandie Newton (Run Fatboy Run) führen das Feld der illustren Schauspielschar an und es macht ihnen sichtlich Spass, rum zu ballern, zu fluchen oder halt einfach dreckig in die Kamera zu lachen, wenn nebenan die Action losgeht. Unterstützt werden sie von Jeremy Piven und (Ex-)Rapper Ludacris, die ein hervorragendes und urkomisches Manager-Duo, das sich auch in die Jagd einmischen muss.
Fazit: RocknRolla ist ein schneller, fetziger und cooler Film, der Erinnerungen an frühere Filme von Guy Ritchie weckt. Noch ist der Mann aber nicht da, wo er einst war, auch wenn dieser Film ein grosser Schritt in die richtige Richtung war. Aber wenn jemand aus England solche Gangsterfilme an den Mann bringen kann, dann ist es halt Guy Ritchie.
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