Righteous Kill (2008)
Kurzer Prozess - Righteous Kill
Righteous Kill (2008) Kurzer Prozess - Righteous Kill
Oder: Everybody respects a Gun
Die beiden NYPD-Cops David "Turk" Fist (Robert De Niro) und Thomas "Rooster" Cowan (Al Pacino) sind schon seit vielen Jahren Partner im Job, haben der rauhen Welt des Verbrechen ins Auge geschaut und über die lange Zeit hat sich auch bei den beiden erfahrenen Cops Dreck am Stecken angesammelt. So haben sie vor ein paar Jahren einen vermeintlichen Täter hinter Gitter gebracht, in dem sie am Tatort eine Waffe platziert haben und somit den Fall abschliessen konnten.
Nun werden sie von der Vergangenheit eingeholt. Denn bevor sie ihre Marke an den Nagel hängen können, werden sie von ihrem Vorgesetzten Hingis (Brian Dennehy) auf einen Fall angesetzt, bei dem ein Killer an den Tatorten jeweils ein Zettelchen mit einem Reim zurücklässt. Und das erinnert die beiden Cops an die Mordfälle von damals.
Je länger die Ermittlungen gehen, desto klarer wird die Vorgehensweise des Killers. Verbrecher, die auf irgendeine Art durch die Lücken des Gesetzes geschlüpft sind, werden von ihm bestraft. So kommt auch der Drogenhändler "Spider" (50 Cent Curtis Jackson) ins Spiel, der bald mal ins Visier des Killers gerät. Auch die Kollegen von Turk und Rooster, die jungen Perez (John Leguizamo) und Riley (Donnie Wahlberg), unterstützen die Ermittlungen und schon bald scheint eine Tatsache sich hinaus zu kristallisieren - der Täter ist ein Cop. Doch was für einer?
Kinofilm-Rating
Bekanntlich haben Al Pacino und Robert de Niro bereits in The Godfather 2 und Heat gemeinsam vor der Kamera, aber die gemeinsamen Szenen der beiden Schauspielgrössen hielten sich in extremen Grenzen. Darum war man umso mehr gespannt auf den ersten Film, in dem die Zwei gemeinsam, und so richtig als Hauptdarsteller mit vielen Szenen, vor der Kamera stehen würden. Righteous Kill nennt sich das Teil und hat mit Jon Avnet (Red Corner) einen recht unbekannten Regisseur am Ruder.
Und genau hier liegt die Schwäche von Righteous Kill. Die Geschichte im Cop-Milieu, die Suche nach dem Killer, die vielen tollen Dialoge der beiden recht zynischen Hauptdarsteller hätte Potenzial für was richtig Grosses gehabt. Und wäre ein Mann wie Martin Scorsese auf dem Regiestuhl gesessen, würden wir wahrscheinlich heute nicht mehr aus den Lobeshymnen heraus kommen. Leider ist dem nicht so und drum gibt es mehr als eine Szene zu sehen, die weder dem Film etwas bringt, noch den Zuschauer so richtig mitreissen kann.
Die beiden "Altstars" hingegen spulen ihr Programm souverän und, im Fall von Al Pacino, teilweise überspitzt ab. Für den Filmfan ist das Aufeinandertreffen von Pacino und de Niro natürlich toll anzuschauen und wenn sie eine bessere Umsetzung der Geschichte hätten spielen können, wärs sogar fantastisch geworden. So bleiben einige Sequenzen in Erinnerung, in denen die Stars ihre Klasse beweisen können. Viele sinds leider nicht geworden, aber immerhin.
Fazit: Righteous Kill krankt an einer sehr mauen Umsetzung der eigentlich recht spannenden Geschichte. Die Darsteller bleiben im Schatten der grossen Stars kleben und auch wenns am Schluss noch spannend wird und wir den (leicht zu erratenden) Twist vorgesetzt bekommen, so bleibt dieses schale Gefühl von einem Film, der so viel versprach und irgendwie so wenig halten konnte.
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3.6 Sterne (39 Bewertungen) | 4 Kommentare



