Revolutionary Road (2008)

Zeiten des Aufruhrs

Revolutionary Road (2008) Zeiten des Aufruhrs

Revolutionary Road

Wenn Sam Mendes hinter der Kamera steht, sitzt Thomas Newman am Klavier. Nach dem Kassenerfolg American Beauty, dem Pate-Verschnitt Road to Perdition und dem Irakkrieg-kritischen Jarhead arbeiten die beiden für das berührende Drama Revolutionary Road erneut zusammen. Der Film gehört ganz dem starken Schauspiel der beiden Darsteller Leonardo DiCaprio und Kate Winslet. Die Musik spielt dabei überwiegend im Hintergrund, lässt aber sofort erkennen, dass sie von Thomas Newman stammt.

Erneut überwiegen lethargische Streicher, synthetische Klänge und das Klavier, das über alles hinweg plätschert. Im ersten Stück "Route 12" leitet Newman dann auch gleich das schlichte, aber im Film effektive Hauptthema auf Klavier ein. Das Thema erklingt etliche Male im Score und manchmal wünschte man sich ein zweites Thema dazu. Die Newman-typischen überschäumenden End Credits (à la Road to Perdition, Meet Joe Black, Little Childern oder The Green Mile) sucht man in Revolutionary Road hingegen vergebens. Die Grundstimmung des Scores verändert sich selten.

Im Stück "Unrealistic" mischt kurz ein etwas optimistischeres Kolorit mit, doch alles in allem verweilt der Score im melancholischen und sehr ruhigen Bereich. Das lange Stück "April" unterlegt das tragische Ende des Films und baut auch auf dem Album schön zum berührenden Ende auf. Stücke wie "The Bright Young Man" oder "Speaking of Production Control" lassen einige neue Ideen einfliessen, erinnern gleichzeitig aber auch stark an frühere Newman-Arbeiten. In "Night Woods" wird es dann sogar noch etwas "spooky".

Auf dem Album finden sich ferner drei Songs, die allesamt prominent im Film platziert sind (allen voran "The Gypsy") und die die 1950-er Jahre aufleben lassen.

Fazit: Wie es sich für einen Film wie Revolutionary Road gehört, spielt Thomas Newman auf sehr ruhigen Tasten. Das Hauptthema ist stark im Score vertreten und hat Ohrwurmcharakter. Allerdings hätte man sich durchaus ein zweites dominierendes Thema gewünscht. So ist Revolutionary Road eine filmdienliche aber wenig originelle Komposition geworden, die stark an frühere Arbeiten des Komponisten erinnert.

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22.01.2009 / bab

Sountrack-Infos

Komponisten
Thomas Newman

Release
Label: Nonesuch Records
Laufzeit: 46 Minuten
EAN: 0075597983753

Tracks

Route 12

Picture Window

The Bright Young Man

Hopeless Emptiness

Unrealistic

Count Every Star - The Ravens

Simple Clean Lines

Speaking of Production Control

Golden People

10 

Night Woods

11 

Crying in the Chapel - The Orioles

12 

April

13 

A Bit Whimsical

14 

Revolutionary Road (End Title)

15 

The Gypsy - The Ink Spots