Rachel Getting Married (2008)
Rachels Hochzeit
Rachel Getting Married (2008) Rachels Hochzeit
Oder: Die echte Wedding-Crasherin
Kym (Anne Hathaway) ist das schwarze Schaf der Familie Buchman. Die ehemalige Drogenabhängige befindet sich seit neun Monaten auf Entzug und muss auch während ihrer Ferien regelmässig Kurse für das 12-Step-Programm absolvieren. Sie darf das betreute Wohnen nun aber verlassen, um der Hochzeit ihrer Schwester Rachel (Rosemarie DeWitt) beizuwohnen. Die Feier dauert mehrere Tage und findet im geräumigen Haus von Vater (Bill Irwin) und Mutter (Debra Winger) statt. Da Rachel den Afroamerikaner Sidney (Tunde Adebimpe) heiratet, sind eine ganze Menge Leute unterschiedlichster Couleur eingeladen. Diese haben keine Ahnung, welche Abgründe sich hinter der Fassade der properen Familie Buchman auftun, weil Kym zum ersten Mal seit langen wieder mal auf Besuch ist. Das farbenfrohe und fröhliche Fest wird gestört durch dunkle Familienangelegenheiten, die sich in der Vergangenheit abgespielt haben.
DVD-Rating
Anne Hathaway hat sich seit ihren filmischen Anfängen zu einer tollen Schauspielerin gemausert. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie als Prinzessin in The Princess Diaries oder als Ella Enchanted Erfolg hatte. Sie wurde erwachsen, überzeugte in Brokeback Mountain und The Devil wears Prada und wurde für ihre tolle Performance in Rachel getting married für einen Oscar nominiert.
Man muss sich zwar erstmal ein bisschen an das mürrische und zynische Ding namens Rachel gewöhnen und hat auch Mitleid mit der netten Hochzeitsgesellschaft, findet aber dann doch den Rank. Der Film braucht eine Weile, um sich zu entwickeln, kommt dann aber herrlich in Fahrt und beweist, dass aus kindlichen Prinzessinnen richtig gute Schauspielerinnen werden können. Denn Anne Hathaway beherrscht den Film und lässt ihre Mitstreiter(-innen) mit viel Sarkasmus auf der Seite stehen.
Wer selber schon an einer Hochzeitsfeier war, der kennt die verschiedenen, glatten, Momente, die eigentlich unvergessen bleiben sollten. In Rachel getting married kriegen wir solche Sequenzen auch zu sehen, nur das mit dem "unvergessen bleiben" bekommt eine ganz spezielle Bedeutung. Auch schön und interessant ist der Fakt, dass wir immer mehr über die Familie, ihren Hintergrund und die Beziehungen zwischen den Personen erfahren. Das macht aus der eigentlich einfachen Story ein gelungenes Gesamtpaket, das nicht umsonst von Kritikern weltweit positiv aufgenommen wurde.
Fazit: Rachel getting married überzeugt nicht nur durch eine tolle Hauptdarstellerin, sondern auch mit viel Witz, Charme und der nötigen Dramatik. Zwischendurch etwas lang geraten, aber interessant und sehr sehenswert.
Knapp 90 Minuten Infomaterial wurde in drei Featurettes gepackt, von denen vor allem das Q&A der Crew aus New York recht witzig und informativ ist. Der Blick hinter die Kulissen und der Film über die Hochzeitsband sind hingegen weniger interessant. Dafür geben die beiden Audiokommentare wieder etwas mehr her.
Technisch ist Rachel getting married ein bisschen gar dunkel geworden und auch das Bild macht zwischendurch einige Mühe beim Gucken. Der Ton allerdings überzeugt. Vor allem im Originalton sollte man sich diesen Film anschauen, denn die Synchro ist etwas hölzern und ohne grosse Gefühle gesprochen.
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4.4 Sterne (25 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 03.09.2009
- Bildformat: 1.85:1 / anamorph Widescreen
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Türkisch
- Extras: Audiokommentare; Entfallene Szenen; Trailer; Die Hochzeitsband; Der Blick hinter die Kulissen; Fragerunde mit den Beteiligten


