Prom Night (2008)
Prom Night (2008)
Oder: Auf dem Höhepunkt der Highschool wird gestorben
Als Donna (Brittany Snow) eines Abends nach Hause kommt, scheint alles in Ordnung zu sein. Der Fernseher läuft, der Vater ist in den Match vertieft, und auch sonst regt sich wenig im Haus. Erst als sie den ersten Stock erreicht, kommt ein Verdacht auf, der bald darauf bestätigt wird: Als sie die Türe, die in das Zimmer ihres kleinen Bruders führt, langsam aufstösst, erblickt sie mit Entsetzen einen aufgeschlitzten Körper, der auf dem Bett liegt. In Panik versucht sie zu fliehen, doch der Mörder ist immer noch im Haus und scheint nach ihr zu suchen. Schliesslich gelingt es Donna gerade noch, unter ihr Bett zu kriechen, und während sie verzweifelt versucht nicht zu schreien, muss sie mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen umgebracht wird. Bevor der Killer danach weiter nach Donna suchen kann, retten ihr die Sirenen der Polizei das Leben.
Seither sind einige Jahre vergangen, Donna lebt bei ihrem Onkel und versucht, ein so geordnetes Leben wie möglich zu führen. Ihre Schulzeit nähert sich dem Ende und demnächst steht der Abschluss der Highschool mit der grossen Prom Night an. Auch wenn sie regelmässig von schrecklichen Alpträumen heimgesucht wird, versucht sich Donna auf den Abend zu freuen und ist auch begeistert als ihr Freund Bobby (Scott Porter) sie abholt und sie mit einer Stretchlimousine sowie ihren besten Freunden zur Party führt. Der Abend selber soll aber noch einige Überraschungen für Donna bereithalten: Der Mörder ihrer Familie ist nämlich drei Tage zuvor aus dem Irrenhaus ausgebrochen und hat sich heimlich zur Party geschlichen. Diesmal wird er vor nichts Halt machen, Donna auch noch zu kriegen...
DVD-Rating
Prom Night - ein weiteres Remake. Doch ist es ihnen diesmal gelungen, etwas Ordentliches abzuliefern oder ist es doch wieder ein verschandeltes Original? Eines vorweg: Wer nichts erwartet, wird positiv überrascht sein, und wer viel erwartet, entsprechend enttäuscht. Nelson McCormick hat mit seinem Film, der lose auf dem Original aus dem Jahre 1980 basiert, sicher keinen Totalabsturz geschaffen, doch es bleibt einer der vielen Teenieshocker, die in den letzten Jahren ins Kino geträufelt sind. Da kann man auch noch so gross "unrated" auf die DVD-Hülle schreiben, es bleibt ein jugendfreundlicher Film, der weder fesselt noch schockiert und dementsprechend harmlos ist.
Als Film beginnt Prom Night ganz ordentlich mit einer düsteren Albtraumsequenz, welche auf den Film einstimmt und zusätzlich die Hauptdarstellerin Brittany Snow etabliert, die einen sympathischen Anker des Filmes abgibt. Leider schwenkt er darauf, anstatt die Hintergründe des Alptraums zu erläutern, viel zu schnell in die Prom Night-Vorbereitungen über. Leider darum, weil anstatt Spannung die üblichen Teenie-Elemente überhand nehmen und viel Zeit damit verbracht wird, die entsprechenden Figuren vorzustellen. Die sechs Hauptcharaktere fallen dabei erstaunlich natürlich aus, und anstatt völlig überzeichnete Schablonenfiguren abzuliefern, welche einem nur auf den Zeiger gehen, wirken sie durchaus sympathisch. Der Rest ist aber gesichtslose Klischeeware, für die man sich weder interessiert und die man auch nicht vermisst.
Allerdings reicht für einmal sympathisches Frischfleisch nicht aus, um daraus einen guten Slasher zu machen. Auch wenn durchaus spektakuläre Drehorte geboten werden, wird der eigentliche Killer viel zu früh enthüllt, die Morde sind langweilig, selbst in der unrated Version harmlos und werden auch kaum genutzt, um Intensität in den Film zu bringen. Die Handlung gibt wenig her, und wer sich etwas auskennt, wird sich nach wenigen Minuten zusammen reimen können, wie, wer und wo stirbt. Da oben drauf noch mehrmals die gleichen Schockmomente verwendet werden, baut sich auch nie eine Spannung auf und das wenigstens noch einigermassen gelungene Finale bildet schliesslich nur den Schlusspunkt eines überraschungslosen Teeniegruslers.
Fazit: Erstaunlicherweise gibt es an Prom Night gar nicht soviel zum Kritteln. Es ist genau der harmlose Teenieslasher, der Einsteiger ins Horrorgenre wohl noch etwas gruseln kann, doch jeder, der schon mehr als einen Slasher gesehen hat, weder beeindruckt noch mitreisst. Da aber die Schauspieler durchaus ordentliche Leistungen bringen, kann man ihn noch knapp als soliden Durchschnitt bezeichnen. Allerdings soll man sich nicht durch das grosse unrated-Zeichen in die Irre führen lassen, wer Schock und Intensität sucht, der wird hier kaum fündig.
Die DVD liefert den Film in durchwegs durchschnittlicher Bild und Tonqualität und kann weder mit einem scharfen Bild noch guten Surround überraschen. Das Bonusmaterial fällt hingegen mengenmässig sehr üppig aus und bietet neben entfallenen Szenen und Making Ofs noch Dokumentationen über den Killer selber, sowie einige Outtackes. Dazu gesellen sich noch ein kurzweiliger Audiokommentar, sowie echte Prom Night Geschichten und ein Clip mit Bilder, der auch gekürzt im Film gezeigt wurde. Allerdings kann dies nur in der Menge überzeugen, denn inhaltlich und qualitativ fällt vieles recht kurz und oberflächlich aus. Überraschende Enthüllungen bleiben aus und wer sich etwas auskennt, wird kaum etwas Neues erfahren.
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2.4 Sterne (13 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 12.11.2008
- Bildformat: Widescreen 2.40:1 (Anamorph)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Türkisch, Englisch
- Extras: Audiokommentar mit Nelson McCormick; Brittany Snow und Jonathon Schaech; Entfallene Szenen; Alternatives Ende; Die besten Versprecher; Bridgeport High Vikings; Video Jahrbuch; Making of...; Profil eines Killers; Schaurige Plätze - Die perfekte Location; Abschlussball-Geschichten der Schauspieler; Trailer



