Pride and Glory (2008)
Das Gesetz der Ehre
Pride and Glory (2008) Das Gesetz der Ehre
Oder: Familieninterner Dreck am Stecken
Francis Tierney (Jon Voight) hat seinen Söhnen das Gespür und das Interesse für die Polizei mit auf den Lebensweg gegeben. Kein Wunder wurden aus Ray (Edward Norton) und Francis Junior (Noah Emmerich) ehrliche, hart arbeitende Cops, die ihre Stadt schützen und mit dem Herzen bei der Sache sind. Sogar der Schwiegersohn Jimmy (Colin Farrell) ist Polizist und dient ebenfalls mit vollem Elan.
Als bei einem Einsatz jedoch vier Mitglieder von Juniors Team ermordet werden, kriegt die ehrliche Fassade der Familie Risse. Der Vater setzt Ray auf den Fall an, und der beginnt mit den Ermittlungen. Die bringen ihn nicht nur in tödliche Gefahr, sondern belasten den angeschlagenen Polizisten noch zusätzlich. Nur die Gemeinschaft der Familie scheint dem Cop durch den Alltag zu helfen.
Die Ermittlungen werden immer delikater. Zeugen sagen aus, dass Polizisten für den Hinterhalt verantwortlich seien, und Ray muss nun anfangen, zwischen dem Gesetz, seinem Leben und seiner Familie zu entscheiden. Denn was anfänglich als interne Untersuchung begann, betrifft bald auch Rays eigene Familie. Vor allem sein Schwager gerät ins Schussfeld, was dem Familienfrieden gar nicht zu Gute kommt.
DVD-Rating
Copfilme haben wir schon ein paar sehr gute gesehen. Thriller wie Narc, Cop Land oder Dark Blue zeigten auf, wie das Leben so sein kann, wenn man einen Badge trägt und die Kollegen sich nicht immer an die Gesetzeslinie halten. Nun kommt mit Pride and Glory ein weiterer dieser dreckigen und geradlinigen Polizistenfilme, in denen der Job mit der Marke der erste Schritt in den Abgrund ist.
Bereits vor einigen Jahren hätte die Story von Pride and Glory verfilmt werden sollen. Mit anderen Hauptdarstellern (damals wurde unter anderem auch Hugh Jackman genannt) und wohl mit grösserem Aufsehen. Nun hat Regisseur Gavin O'Connor den Film doch noch realisieren können und darf dabei auf überzeugende Akteure zurückgreifen. Edward Norton als mit sich kämpfender und recht abgefuckter Cop, Colin Farrell mit viel Temperament und hitzigem Kopf und Altstar Jon Voight, der zwar nicht die grossen Auftritte hat, aber irgendwie das Ganze zusammenhält.
Die Story von Pride and Glory ist direkt, dreckig und laut. Es wird geflucht, geschossen, gerannt, und die Kamera ist immer mittendrin. Das lässt den Zuschauer direkt an der Geschichte teilhaben und lässt gleichzeitig genügend Raum für ruhigere Sequenzen, in denen die Charaktere auch etwas tiefer gehen dürfen. Und das nützen die Darsteller sehr gut aus, um überzeugende und lebensechte Arbeit abzuliefern.
Fazit: Wer auf Polizistenfilme steht, wird an Pride and Glory seine Freude haben. Es ist fast durchgehend spannend, sehr gut gespielt, und natürlich darf auch der übliche Schuss Dramatik nicht fehlen. Dafür gehen die Nebengeschichten ein bisschen unter, aber damit kann man prima leben.
Die DVD von Pride and Glory ist als guter Standard zu beschreiben. Der Ton kommt in den üblichen Sprachversionen und in guter Qualität daher und auch das Bild kann in den dunklen und schnell geschnittenen Szenen mehrheitlich mithalten, so das der Zuschauer auch wirklich was erkennen mag. Leider wurde nur ein durchschnittliches Making-of auf die DVD gepresst, das uns ein bisschen hinter die Kulissen blicken lässt und Kommentare der Beteiligten einfängt.
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4.0 Sterne (29 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 10.06.2009
- Bildformat: 1.78:1 (Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Making-of



