Ong Bak 2 (2008)
Ong Bak 2 (2008)
Oder: Jeder darf mal verprügelt werden
Im Thailand des Jahres 1431 versucht der üble und machtgierige Lord Rachasana den regierenden König zu stürzen und somit die Herrschaft über das ganze Land zu erreichen. Unter den vielen Toten sind auch Tiens (Tony Jaa) Eltern. Der Junge kommt auf den Sklavenmarkt, muss mit einem Krokodil kämpfen und gewinnt durch seinen Mut die Aufmerksamkeit des Anführers der Banditen, Chernang (Sorapong Chatree).
Der Mann nimmt das Kind in seine Obhut und lässt Tien verschiedene Kampfkünste erlernen. In hartem Training muss sich Tien nun beweisen, trainieren und wird schlussendlich geprüft. Als neuer Anführer der Bande soll er die Verantwortung über die Gemeinschaft übernehmen und in die Fussstapfen seines Mentors treten. Was dieser nicht weiss, ist, dass Tien die erlernten Künste und Techniken dazu brauchen will, um den wahren Mörder seiner Eltern zu finden. Und dafür nimmt er es auch mit ganzen Armeen auf...
DVD-Rating
Spätestens 2003 wurde die Welt aufmerksam auf Tony Jaa. Der Mann aus Thailand verband verschiedenste Kampftechniken, legte in seinem Film Ong Bak eine Intensität und Brutalität an den Tag, die man so noch selten in einem Mainstreamfilm gesehen hatte. Die Kämpfe waren spektakulär, der Kerl wurde zum Star und bringt nun Ong Bak 2. Allerdings hat dieser Film nur noch den Titel gemein mit dem Original. Und natürlich die Kampfszenen, die spektakulärer kaum sein könnten.
Die Story von Ong Bak 2 dient nur der Überbrückung auf die Kämpfereien. Ein Junge wird entführt, in diversen Techniken ausgebildet und nimmt Rache. Mehr gibts nicht zu sehen, auch wenn die schlussendliche Auflösung mit der Identität des Mörders eine klitzekleine Überraschung sein dürfte. Aber das ist alles Pipifax gegen die traumhaft choreographierten und wunderbaren Sequenzen, bei denen es mit Hand, Fuss, Knie oder Kopf zur Sache geht und die Knochen splittern.
Da wird gegen Krokodile gekämpft, auf dem Rücken von Elefanten geprügelt und das Tier spektakulär in den Kampf miteinbezogen, oder es werden allerlei Knochen gebrochen. Und das in einer Geschwindigkeit und Präzision, die wohl selbst Jet Li oder Jackie Chan vor Neid erblassen lassen. Doch so toll diese Darbietungen auch sind, so atemberaubend Tony Jaa kämpfen kann, wenn die Geschichte dahinter nicht stattfindet, nützen auch die härtesten Handkanten und brutalsten Tritte nichts.
Fazit: Ong Bak 2 ist kampftechnisch hervorragend gelungen und spektakulär umgesetzt. Dagegen verblasst die Story, und auch Tony Jaa vermag als Mime nicht zu überzeugen. Er hat ja eh nicht viel Text, aber ausserhalb des Kampfkreises geht der Mann leider unter.
Die DVD zu Ong Bak 2 kommt auf zwei Discs daher, wobei auf der ersten Scheibe der Film und ein paar Trailers enthalten sind und auf der Extra-Bonus-Disc das komplette Zusatzmaterial. Hier kriegen wir nochmals spektakuläre Filmclips zu sehen, lauschen die Stars bei diversen Interviews (Tony Jaa macht einen ganz schüchternen Eindruck) und sehen ein TV-Special, das natürlich einen rein werbetechnischen Zweck hat und entsprechend den Film auch über alle Facetten lobt. Die B-Roll nimmt uns mit zur Kamera hinter der Kamera, und ein paar Hinweise auf andere Filme runden das gelungene Angebot ab.
Technisch überrascht Ong Bak 2 mit einem sehr guten und klaren Bild, das auch bei den schnellen Kampfszenen nie den Überblick und die Qualität verliert. Der Ton wird nicht besonders beansprucht, macht aber das Nötigste, wenn mal jemand Dialogszenen hat. Hier reicht's für ein "solid".
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4.5 Sterne (12 Bewertungen) | 5 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 28.05.2009
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Thailändisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Niederländisch
- Extras: Filmclips; Interviews; B-Roll; TV-Special; Trailers



