Meet the Spartans (2008)
Meine Frau, die Spartaner und ich
Meet the Spartans (2008) Meine Frau, die Spartaner und ich
Oder: Randale in der Sandale
Leonidas (Sean Maguire) hatte schon als kleines Kind ein Sixpack, musste sich gegen gewaltige Gefahren (Happy Feet) behaupten und kriegt jetzt noch ein grösseres Problem vor die Nase gesetzt. Der Perserkönig Xerxes (Borat-Nacktwrestler Ken Davitian) dringt ins Land ein und hat vor, Sparta für sich einzunehmen.
Doch der Anführer der Spartaner hat nicht nur einen gewaltigen Bart und einen Pit of Death (in den er alles Mögliche schmeisst), sondern auch Vertrauen in seine Landsmänner. Er ruft nach 300 Kriegern, deren 13 sinds am Schluss. Einige haben durchtrainierte Körper (Walking Tall 2-Recke Kevin Sorbo), bei anderen wird er einfach aufgemalt. So einfach ist das heutzutage.
So zieht das kleine Grüppchen tanzend und voller Hoffnung in einen aussichtslosen Kampf, den sie nicht gewinnen können. Währenddessen hat sich Leonidas' Frau Margo (Carmen Electra) aufgemacht, die Politiker ihres Landes zu beeinflussen und ihren Mann zu retten. Auch wenn das mehr benötigt, als im Minirock und knappem Top vor geifernden Männern rum zu stolzieren. Denn sie befürchtet einen Verräter unter den Weisen des Volkes. Und das nicht zu Unrecht.
Kinofilm-Rating
Wir hatten das Date Movie und kriegten ein Epic Movie um die Ohren und Augen geknallt. Das hat den lustigen Kerlen aus Hollywood scheinbar nicht gereicht, denn jetzt gehts 300 an den Kragen. Aber nicht nur die tapferen Spartaner kommen in Meet the Spartans unter die Räder, sondern auch Shrek 3, Ghost Rider, Rocky Balboa, sowie gefühlte weitere 89 Filme, die nun für einen Klamauk herhalten müssen, der den Begriff "Komödie" einfach nicht verdient.
Klar, bei solchen Veräppelungen darf man nicht erwarten, dass es einen vor Lachen aus dem Kinosessel haut. Die Zeiten einer Naked Gun oder Hot Shots sind vorüber und auch der Nachfolger von Scary Movie 4 noch in weiter Ferne. Und trotzdem schaffen es diese Filme immer wieder, einen der begehrten Plätze im Schweizer Kinoprogramm zu finden. Da lässt man lieber mal einen Oscar-Film oder anständiges Drama beiseite, nur um irgendwelchen schwuchtelig dargestellten Männern in Höschen und Tüchern beim rumblödeln zu zugucken. Verstehe das wer will.
Nun, Meet the Spartans bietet genau das, was man von einer solchen Komödie erwartet. Eine lieblose Aneinanderreihung von bekannten Filmszenen, ein paar It-Girls (Paris Hilton mit Buckel, Britney Spears mit Glatze, Lindsay Lohan und andere) und eine Geschichte, die keine ist. Denn dafür bleibt bei diesen Verarschungen bekannter (und nicht so bekannter) Sequenzen und Personen halt einfach kein Platz.
Was uns zu den Darstellern bringt. Carmen Elektra muss sich ja mittlerweile mit solchen Filmen im Gespräch halten und darf ein paar Mal sexy in die Kamera gucken. Thats it. Ähnliches gilt für Kevin Sorbo, der eigentlich gar kein so schlechter Mime ist, aber mit seiner Rollenauswahl in Sachen Kinofilme ein ganz schlechtes Händchen hat. Hauptdarsteller Sean Maguire könnte man aus dem englischen Fernsehen kennen, wo er auch schon in ein paar Filmen und Serien Auftritte hatte. Hier gibt er einen Krieger, der einen IQ-Test gegen ein Stück Toast hemmungslos verlieren würde.
Fazit: Es ist wirklich schade, wenn so ein Grümpel durch die Schweizer Kinos getragen wird und sich die Kids daran "erfreuen". Man spricht immer von der Abnahme von Qualität in der Kinobranche. Filme wie Meet the Spartans, die ohne sichtbare Leidenschaft einfach abgekurbelt werden, tragen genau dazu bei, dass der normale Kinogänger immer weniger Anspruch mit sich bringt und man ihm sinnlose Szenen zum Frass vorwerfen kann. Denn wer diesen Film lustig findet, hat definitiv einen an der Waffel.
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