Marley & Me (2008)
Marley & ich
Marley & Me (2008) Marley & ich
Oder: Und der Preis für den schlimmsten Hund geht an...
Die Journalisten John (Owen Wilson) und Jenny Grogan (Jennifer Aniston) ziehen kurz nach ihrer Hochzeit aus dem kalten Michigan ins traumhaft sonnige Florida. Beide finden schnell angesehene Jobs bei Zeitungen, und nachdem sie sich ein Haus gekauft haben, fehlt eigentlich nur noch ein Baby zum perfekten Familienglück. John fühlt sich aber noch nicht dazu bereit, Vater zu werden. Auf Anraten seines Freundes Sebastian (Eric Dane) schenkt er seiner Frau deshalb einen Labradorwelpen, den sie als Babyersatz bemuttern darf.
Doch Marley, wie das kleine Pelzbündel getauft wird, erweist sich schon bald als viel anspruchsvoller als erwartet: Der Hund lässt sich nicht erziehen, hört auf kein Kommando und frisst auch gerne mal Teile des Mobiliars. Aber so nervenaufreibend der eigensinnige Vierbeiner auch ist, so liefert er John doch regelmässig Stoff für seine immer beliebter werdende Zeitungskolumne, und langsam aber sicher wird der freche Hund zum chaotischen Mittelpunkt der Familie Grogan.
Kinofilm-Rating
Marley & Me basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch von John Grogan und scheint auf den ersten Blick eine ganz durchschnittliche Familienkomödie zu sein: Ein gutaussehendes, sympathisches Paar - von Hollywoodstars Wilson und Aniston zwar ordentlich, aber nicht unbedingt innovativ dargestellt - kämpft vor sonniger Kulisse mit alltäglichen Beziehungsproblemchen, Familienplanungsnöten und einem ungestümen Hund, der jede Menge Chaos verbreitet. Wer jetzt aber eine Labrador-Version der Beethoven-Filme erwartet, liegt schon mal ziemlich falsch. Zweifellos zielen Marleys Kapriolen in erster Linie auf Lacher ab, was den Film jedoch von vielen anderen romantischen Komödien abhebt, ist die recht realistische und vielschichtige Darstellung von so universellen Themen wie Eheleben, Familienplanung und Älterwerden, aber auch die Schwierigkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren und das Abschiednehmen werden eingehend behandelt.
Was als lustige romantische Komödie beginnt, wird gegen Schluss allerdings immer ernster und erfüllt deshalb vielleicht für den einen oder die andere nicht mehr ganz die Erwartungen und Ansprüche, die man an romantische (Familien-)Komödien stellt. Anstatt eines herkömmlichen Happyends in typischer RomCom-Manier bietet der Film nämlich ein äusserst emotionales, leider aber auch etwas abruptes Ende, für das unbedingt Taschentücher bereit liegen sollten.
Marley & Me handelt von alltäglichen Problemen des Lebens, die mithilfe eines ungestümen, aber trotzdem liebenswürdigen Hundes als Katalysator erzählt werden. Wer schon einmal Haustiere hatte (ganz besonders, wenn sie nicht immer filmreif liebenswert sind und auch mal ziemlich nerven können), wird sich in diesem Film auf jeden Fall wieder erkennen. Die Geschichte um den "schlimmsten Hund der Welt" regt zum Lachen und Weinen und vielleicht auch zum Mitdenken an und ist deshalb nicht nur für Hundefreunde sehenswert.
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4.3 Sterne (42 Bewertungen) | 9 Kommentare



