Mamma Mia! (2008)

Mamma Mia! (2008)

Oder: How can I resist you?

Mamma Mia!

"Ein Gespenst!!"

Auf der griechischen Insel Kalokairi betreibt die bodenständige Donna (Meryl Streep) mit ihrer Tochter Sophie (Amanda Seyfried) und deren Verlobtem Sky (Dominic Cooper) ein kleines, heruntergekommenes Hotel. Die Hochzeit von Sophie und Sky steht kurz bevor, doch Sophie ist aus einem anderen Grund viel aufgeregter: Es ist ihr grosser Wunsch, von ihrem Vater zum Altar geführt zu werden, und obwohl sie ihn nie kennengelernt hat, hat sie einen Plan ausgeheckt, damit ihr Wunsch doch in Erfüllung gehen kann. Aus einem alten Tagebuch ihrer Mutter hat sie nämlich die Namen von drei potentiellen Männern, von denen einer ihr Vater sein muss; im Namen ihrer Mutter hat sie nun heimlich alle drei zur Hochzeit eingeladen.

Mamma Mia!

"Hast auch schon mal nach Haien gefischt?"

Die drei möglichen Väter - Geschäftsmann Sam Carmichael (Pierce Brosnan), Abenteurer und Buchautor Bill Anderson (Stellan Skarsgard) und Banker Harry Bright (Colin Firth) - gelangen alle zusammen auf der Insel an und stiften gleich grosse Verwirrung, denn Donna ist gar nicht erfreut darüber, ihre Ex-Freunde wieder zu sehen. Ihren besten Freundinnen Rosie (Julie Walters) und Tanya (Christine Baranski) beichtet sie schliesslich, dass sie nicht genau weiss, welcher der drei nun wirklich Sophies Vater ist.

Während Sophie bis zur Hochzeit herausfinden will, wer ihr Vater ist, versucht Donna verzweifelt, die drei von Sophie fernzuhalten, da sie glaubt, dass ihrer Tochter sonst ihr grosser Tag ruiniert würde. Dabei will sie sich aber auch lange nicht eingestehen, dass sie für einen ihrer früheren Liebhaber immer noch Gefühle hat...


DVD-Rating

Wir kennen sie alle. Die Songs von "Abba". "Dancing Queen", "SOS" oder natürlich auch Mamma Mia. Letzterer wurde bekanntlicherweise eines der bekanntesten und erfolgreichen Musicals der letzten Jahre, das mit immensem Erfolg auf den Bühnen dieser Welt zu sehen ist. Als Film mit Meryl Streep, Pierce Brosnan oder Colin Firth stürmte Mamma Mia die Kinocharts und enwickelte sich zum Dauerbrenner in den Schweizer Kinos. Die Leute strömten in Massen ins Kino, sangen mit, tanzten auf den Gängen und erschreckten andere Kinobesucher damit...

Zugegeben, die Story um die junge Sophie, ihre quirrlige Mutti und die drei potenziellen Väter zeugt nicht von grosser Fantasie. Und Spannung, sowie Dramatik sucht man ebenfalls vergebens. Was Mamma Mia aber im Übermass hat, ist gute Laune, Sonnenschein und Ferienfeeling. Denn wenn die schönen Menschen die Abba-Songs schmettern, das Meer im Hintergrund plätschert und die Kamera herrlich über diese wunderbare griechische Insel fährt, dann lacht das Herz. Und mehr, ja mehr, will der Film gar nicht erreichen.

Die Darsteller mit klingenden Namen und grossem Erfolgsverzeichnis überraschen eigentlich durchgehend. Im Mittelpunkt steht klar Meryl Streep, die in den Solonummern ein bisschen mit ihrer Stimme zu kämpfen hat, aber durch ihren Charme und ihre Spiellust das Publikum bereits nach ihrem ersten Auftritt in der Tasche hat. Pierce Brosnan dagegen hat da ein bisschen mehr zu kämpfen, während Stellan Skaarsgard und Colin Firth immerhin nicht abfallen. Die junge Amanda Seyfried dagegen blüht in ihrer Rolle sichtlich auf und strahlt quasi durch den ganzen Film hindurch.

Nett übrigens auch die Cameos der "Abba"-Mitglieder und Schreiber/Produzenten/Macher des Musicals, Benny Andersson und Björn Ulvaeus, die es sich nicht nehmen liessen, kurz in die Kamera zu grinsen. Wer findet die Beiden? (Tip: Bei einer Szene am Hafen und einer mit Engeln ein bisschen genauer aufpassen...)

Fazit: Mamma Mia ist als Geschichte höchstens durchschnittlich, hält aber den grossen Anforderungen als Musical jederzeit stand. Mehrheitlich gute Singleistungen überflügeln die durchschnittlichen Performances der Stars und die tolle Gegend des Drehs lässt auch den kritischen Besucher bald einmal vergessen, wie seicht die Story doch eigentlich ist. Auch wenn man "Abba" nicht kennt oder nicht mag, wird man automatisch in diesen Sog des Mitwippens reingerissen. Und das Beste ist dann einfach, sich nicht dagegen zu wehren. Es macht wirklich Spass...

Natürlich darf bei einem solchen Film die "Sing-a-Long"-Version nicht fehlen, die jeweils bei den Liedern automatisch den Text einblendet. So wird jedermann zum kleinen Singstar. Die verschiedenen Blicke hinter die Kulissen und auf die Geschichte des Films, des Musicals und des Songs, lassen nur erahnen, wie lustig und angenehm die Dreharbeiten gewesen sein mussten. Die Stars strahlen, die Regisseurin ist voll des Lobes und auch die Mitglieder der schwedischen Erfolgsband grinsen mehr als einmal in die Kamera und lassen ihren Kommentaren freien Lauf. Dazu gibt es zu "The Name of the Game" eine zusätzliche Muscial-Szene zu sehen und anhand von "Lay all your Love on me" wird die Anatomie einer Szene erklärt.

Ein flottes Musikvideo und diverse zusätzliche Berichte über den Erfolg als Sänger, sowie ein schöner Audiokommentar von Regisseurin Phyllida Lloyd runden das tolle und informative Angebot der DVD ab. Bildlich kommt Mamma Mia in klaren Farben und sauberer Qualität daher und vom Ton dürfen wir ebenfalls begeistert sein. Die Songs klingen klar und sehr gut. Ausser wenn Pierce Brosnan singt, da happerts halt mit der Qualität ;)

4.2 Sterne 4.6 Sterne
4.2 Sterne (98 Bewertungen) | 22 Kommentare

5.0 Sterne5 von 0.0-6.0
30.11.2008 / pps (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 26.11.2008

  • Bildformat: 2.40 (anamorph Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch; Dänisch; Finnisch; Schwedisch; Norwegisch
  • Extras: Sing-Along; Audiokommentar; Unveröffentlichte und verpatzte Szenen; Making-Of; Zusätzliche Musical-Nummer; Musikvideo; Anatomie einer Musicalnummer; Wie man Sängerin wird; Einblick in Mamma Mia; Gastauftritt Björn Ulvaeus;