The Love Guru (2008)

Der Love Guru

The Love Guru (2008) Der Love Guru

Oder: Not shagadalic, baby!

The Love Guru

"And the Razzie goes to..."

Guru Maurice Pitka (Mike Myers) ist ein Amerikaner, den man aber als Baby vor einem Ashram in Indien ausgesetzt hat. Dort wurde er vom schielenden Guru Tugginmypuddha (Ben Kingsley) streng hinduistisch erzogen. Doch das war einmal. Guru Pitka ist jetzt erwachsen und kehrt nach langer Zeit endlich nach Amerika zurück, um dort Ruhm und Ehre als Guru zu erlangen.

The Love Guru

"Wir zwei haben den gleichen Friseur!"

Die erste Herausforderung steht tatsächlich schon vor der Tür: Der Eishockeystar der "Toronto Maple Leaves" Darren Roanoke (Romany Malco) schiesst keine Tore mehr, seit ihn seine Freundin Prudence (Meagan Good) für den gut bestückten Jacques "Le Coq" Grandé (Justin Timberlake) verlassen hat. Mit seinen spirituellen Methoden soll Pitka den Eishockeyspieler nun wieder in seine alte Form zurück bringen - was natürlich ganz im Interesse von Trainer Cherkov (Verne Troyer alias Mini-Me) ist.

Das alles wäre ja eigentlich kein Problem für den zweitbesten Guru auf Erden, aber dieser ist gedanklich woanders: Pitka hat sich hoffnungslos in die schöne Jane Bullard (Jessica Alba) verliebt, die ihm bei seiner Mission begleitet. Und mit der eigenen Liebe ist das nämlich so eine Sache für unseren Love Guru, denn da hat er ein altes Geheimnis zu verbergen...


Kinofilm-Rating

Denkt man an Mike Myers, so denkt man an den Agenten mit der Lizenz zum Dämlichsein, Austin Powers. Oder man erinnert sich an den schottischen Akzent von Shrek, den wir ebenfalls dem Komiker zu verdanken haben. Einige denken vielleicht sogar an seinen Dr. Seuss-Flop The Cat in The Hat. Ich persönlich denke aber momentan an einen Mann, der mich dieses Jahr satte 87 Minuten leiden liess - und erst noch dabei gelacht hat.

Jawohl, die Rede ist von Guru Pitka, der blödsten und lächerlichsten Kreation, die Myers je zustande gebracht hat. Die mächtige Behaarung, die knollige Nase, die Art wie er spricht - nichts an diesem Guru ist auch nur annähernd originell, geschweige denn lustig. Im Gegenteil: Der Love Guru könnte unsympathischer nicht sein. Seine doofen Witze findet er selbst am lustigsten und auch sonst scheint er sich für den Allergrössten zu halten. Myers' Figur fehlt es schlicht und einfach an Charme, und so nervt sie schon von Anfang an.

Dass sich Mike Myers zum Affen macht ist nichts Neues. Dass Ben Kingsley neben ihm herumblödelt aber schon. Sollte Kingsley je seinen "Sir"-Titel verlieren: Die Verkörperung des schielenden Gurus wird schuld daran sein. Noch jetzt ist es mir ein Rätsel wie Myers den Oscarpreisträger an Bord geholt hat. Offenbar hat er ihm das Drehbuch vorenthalten - falls es sowas überhaupt gegeben hat.

Tatsächlich ist die Story so dünn, dass sie während des Filmes beinahe ganz verschwindet. Und statt pointierten Wortspielen à la Austin Powers gibt es kindische Sprüche und billigste Zweideutigkeiten. Die Witze des Gurus werden ausserdem so lange ausgekostet, bis sie auch der letzte Zuschauer hasst. Das Niveau ist nicht tief, es ist unterirdisch: Wenn sich am Schluss die Elefanten auf dem Eisfeld paaren fragt man sich ernsthaft warum man sich das alles angetan hat. Sogar Zeitverschwendung kann lustiger sein als das.

Fazit: Mike Myers sollte von der Bildfläche verschwinden. Denn The Love Guru ist selbstverherrlichend und geradezu tragisch unlustig. Kaum zu glauben, dass Myers die Leute jemals zum Lachen bringen konnte. Das schauderhafte Regiedebüt des Deutschen Marco Schnabel wünscht man nicht einmal seinen schlimmsten Feinden an den Hals. Der schlechteste Film des Jahres ist da.

1.5 Sterne
1.5 Sterne (16 Bewertungen) | 8 Kommentare

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12.08.2008 / psg