Knut und seine Freunde (2008)
Knut und seine Freunde (2008)
Oder: Hier steppt der Eisbär
Wir begleiten den Wind, der die Erzähler-Rolle übernimmt, auf seinem Weg um die Welt. Mit ihm verfolgen wir, wie Bärenkinder in verschiedenen Zonen der Welt gross werden. In der Arktis lernen wir Maidu und ihre drei Jungen Lasse, Linn und Kunik kennen. Die Eisbärenmutter kümmert sich um ihre Babies und bringt ihnen alles Nötige bei, damit diese später selbständig überleben können.
Im Zoo in Berlin erblickt das Eisbären-Baby Knut das Licht der Welt. Da seine Mutter es verstösst, wird das kleine Bärchen vom Tierpfleger Thomas Dörflein aufgezogen. Dieser übernimmt die Rolle als "Ersatz-Vater" und verbringt Tag und Nacht mit dem Tier und unternimmt alles Mögliche, damit der Kleine überlebt. Knut entwickelt sich zu einer grossen Mediensensation und eine richtige Hysterie um den Eisbären beginnt.
Zwei weitere "Freunde" Knuts finden wir in Weissrussland: Die lustigen Braunbären-Geschwister Masha und Pasha haben ihre Mutter verloren und sind somit auf sich selber gestellt. Die beiden sind zwar noch sehr jung aber sie können schon sehr gut für sich selber sorgen. Mutig stellen sie sich den Tücken und Gefahren, die die Natur birgt.
Über ein Jahr hinweg sehen wir zu, wie sich die Bärenkinder in ihren Lebensräumen entwickeln, wie sie wachsen und Neues erlernen. Gegensätze zwischen dem Grosswerden in der Wildnis und dem Leben im Zoo werden aufgezeigt. Und wir sehen wie eine grosse Freundschaft zwischen Mensch und Eisbär entsteht...
Kinofilm-Rating
Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich der Medienrummel um den kleinen Knut auf die Grossleinwand überträgt. Das Ergebnis ist ein 90-minütiger Dokumentarfilm der aufzeigen sollte, wie unterschiedlich das Leben im Zoo und in der Wildnis ist. Die Idee ist gut, dennoch kommt das Ganze nicht so richtig rüber. Die Szenen mit Knut sind im Vergleich zu den anderen Bärenkindern sehr lang gehalten, woran meines Erachtens die ganze Gegenüberstellung scheitert. Der Wind scheint sich besonders für Knut zu interessieren, da die anderen Bärenbaby-Abschnitte etwas auf der Strecke bleiben. Auch die Übergänge zwischen den verschiedenen Lebensräumen sind teilweise recht abrupt. Etwas irritierend wird mit der Zeit auch die Musik bei den Knut-Teilen, die aus drei sich wiederholenden Liedern besteht.
Der Film ist eindeutig an ein junges Publikum gerichtet. Der Wind als Sprecher begleitet den Zuschauer durch den Film und erklärt, was in den jeweiligen Abschnitten passiert. Teilweise werden so noch einige Hintergrundinformationen erwähnt, wie beispielsweise die Zutaten von Knuts Flasche. Da sich die Kinder wohl eher für die süssen Eisbären interessieren als für deren Gewohnheiten, genügen die gegebenen Informationen. Die erwachsenen Kinogänger werden sich über die Bärenkinder amüsieren und feststellen, dass im Grunde genommen alle Kinder ähnlich sind. Und das eine oder andere "jöööh" wird man sich auch nicht verkneifen können.
Gesamthaft gesehen sind die Bilder zwar süss und der Film ist kurzweilig. Dennoch eher etwas für das jüngere Publikum. Und Hard-Core Knut-Fans.
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2.9 Sterne (6 Bewertungen) | 17 Kommentare



