Jumper (2008)
Jumper (2008)
Oder: Anakin kann beamen!
Als David (Hayden Christensen) fünf Jahre alt war, verliess Mutter Mary (Diane Lane) die Familie und liess den Jungen alleine mit seinem Vater (Michael Rooker) zurück. Nie hätte dieser sich erträumt, dass sein Bub etwas besonderes sein könnte. Als David, in der Schule als Looser bekannt, seinem Schwarm Millie (Anna Sophia Robb) ein Geschenk machen will, ein ganz lustiger Mitschüler das Präsent auf den gefrorenen See knallt und David bei dessen Rettung einstürzt, teleportiert er sich in die örtliche Bibliothek, wo man nicht schlecht staunt, als ein pitschnasser Junge auf einmal zwischen den Büchergestellen liegt.
Seit diesem Tag sind einige Jahre vergangen. David hat sich an diversen Banken bereichert, bewohnt ein Apartment in New York und freut sich noch immer ab seiner Fähigkeit. Frühstück in Paris, Sight-Seeing in Ägypten oder ein Pub-Besuch in London. Er düst durch die Welt und hinterlässt dabei immer einen kurzen Riss in der Zeit. Eine sogenannte "Jumper-Narbe".
Dass dieses Leben nicht ewig so weitergehen konnte, hätte sich David eigentlich denken können. Spätestens jedoch als ein Mann namens Roland (Samuel L. Jackson) in seiner Wohnung steht und ihm an den Kragen will, muss David Antworten finden. Mit seiner Freundin Milly reist er (auf herkömmlichem Weg) nach Rom und trifft dort auf Griffin (Jamie Bell), der ihm einige Fragen beantworten kann. So von wegen Krieg zwischen den "Jumpers" und den "Paladines". Und bevor David sich mit der neuen Situation abfinden kann, taucht auch Roland wieder auf und schnappt sich Millie. Denn nur, wenn auch der Allerletzte dieser Jumper vernichtet ist, hat Roland sein Ziel erreicht.
Kinofilm-Rating
Es ist ruhig geworden um Hayden Christensen, seit er 2005 in Star Wars 3 zu "Darth Vader" geworden ist. Nun ist er mit einem blitzblanken Actionfilm zurück und springt in Jumper spektakulär durch die Postkartenländer. Unter der Regie von Doug Liman (The Bourne Identity, Mr. and Mrs. Smith) schaffte der Jungstar sogar den Sprung an die Spitze der US-Kinocharts.
Jumper basiert auf dem Buch eines Herrn, namens Steven Gould, unterscheidet sich aber in diversen Punkten von seiner Vorlage. Der Start des Films lässt bereits erahnen, um was es in Jumper in erster Linie geht. Das Springen von einem Ort zum anderen und das möglichst spektakulär und spannend. Es wird sogar versucht, eine Liebesgeschichte zu bringen, aber das gelingt den Machern nur bedingt, da die Chemie zwischen Hayden Christensen und Rachel Bilson nur bedingt funktioniert.
Überhaupt, der Mann, der in Shattered Glass und Life as a House so gute Performances abgegeben hat, kommt nicht so recht auf Touren. Seine Mimik ist einseitig und den Action-Springer nimmt man ihm nicht richtig ab. Da ist Kollege Jamie Bell ganz anders. Dem glaubt der Zuschauer aufs Wort, dass er jeden Tag ums Überleben kämpfen muss.
Samuel L. Jackson (natürlich schon in Star Wars 3 an Anakins Seite) hat ausser einer grellen Frisur nicht viel zu bieten. Ein paar böse Blicke, sowie hie und da ein Messerstich. Mehr braucht er nicht zu tun. Von der Rolle der Diane Lane ganz zu schweigen. Die ist nämlich total überflüssig.
Ebenfalls fängt die Geschichte einige Handlungen an, die dann einfach nicht fortgesetzt oder gar oberflächlich behandelt werden. Die Rolle von Davids Mutti und der erwähnte "Krieg" hätten viel mehr Aufmerksamkeit verdient, werden aber gnandenlos abgeschossen.
Fazit: Jumper hat ein paar wirklich gute Spezialeffekte zu bieten, wenn die Protagonisten springen und Hayden Christensen auf der Sphinx frühstückt. Leider besteht der Film ansonsten mehrheitlich aus Füllmaterial, das eine Liebesgeschichte in schöner Umgebung erzählt, aber ansonsten völlig uninteressant ist. Für 90 Minuten nette Unterhaltung reichts aber allemal.
![]()
3.5 Sterne (113 Bewertungen) | 22 Kommentare



