Iron Man (2008)
Iron Man (2008)
Oder: Der Krieg der Maschinen
Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist ein Industrie-Wunderkind. Er hat Ausbildungen schon in frühen Kinderjahren abgeschlossen, sein Vater hat ihn immer schön gefördert und momentan macht er ganz gross in Waffen. Seine Raketen, Bomben und Spezialanfertigungen bringen ihm Kohle ohne Grenzen und Mr. Stark finanziert sich mit den verschiedenen Kriegen seinen aufwändigen Lebensstil.
Bei seiner neuesten Demonstration der "Jericho"-Rakete geht allerdings einiges schief. Der Mann wird entführt und in ein Dreckloch gesteckt. Dort soll er, für Terroristen, eine neue Bombe entwickeln, sonst würde er nicht überleben. Um die Spiltter der anfänglich explodierten Bombe von seinem Herz abzuwehren, trägt Tony Stark ein Gerät um den Hals, das anfänglich durch eine Autobatterie betrieben wird und das Stark natürlich sofort aufpimpt. Ausserdem hat er nicht die Absicht, irgendwelche Raketen zu bauen, sondern entwickelt einen eisernen Anzug, der ihm bei der Flucht helfen soll.
Und siehe da. Tony Stark kehrt zurück, seine Assistentin Pepper (Gwyneth Paltrow) freut sich darüber, während Starks Geschäftspartner Obadiah Stane (Jeff Bridges) zähneknirschend die "Wandlung" seines Kollegen bemerkt. Denn Tony Stark will nicht mehr Raketen für Terroristen bauen, sondern von nun an als Iron Man für Recht und Ordnung sorgen.
Zusammen mit Kumpel Jim Rhodes (Terrence Dashon Howard), der ihm als hohes Militärtier den Rücken freihält, fängt Tony Stark an, seine eigenen gelieferten Waffen zu vernichten. Sehr zum Missfallen von Obadiah Stane, der diesem fliegenden Ersatzteillager etwas entgegensetzen wird, das die Welt noch nie gesehen hat.
DVD-Rating
Die diesjährige Sommer-Blockbuster-Saison wurde bekanntlich von einem Mann eröffnet, der sich am Arsch der Welt eine Roboterrüstung zusammenschweissen kann und den bösen Terroristen damit einen mächtigen Schrecken einjagt. Iron Man platzte mit farbiger Action, tollen Spezialeffekten und Robert Downey Jr. in der Hauptrolle in die Kinos und startete da richtig durch.
Der Schauspieler, der momentan in Tropic Thunder einen weiteren Erfolg feiert, stellt sich dann auch als optimale Verkörperung von Tony Stark heraus, der anfänglich noch als Waffenfabrikant in die eigene Tasche arbeitet, nur um sich dann den Menschen als Hilfe anzubieten. Der Anfang des Films ist ein bisschen schwermütig, meist dunkel und in einer Umgebung, die für einen Hollywoodfilm eher untyptisch ist. Dem Dreck entkommt man aber bald mal und dann wird der inzwischen glänzende Roboter losgelassen.
Das Ganze ist ab diesem Zeitpunkt ein buntes Freudenfest für die Comicfans. Die misslingenden Tests mit der Rüstung, der erste Ausflug, die Konfrontationen mit dem bösen Gegner und natürlich Action am Laufmeter. Das mag auf den ersten Blick ein bisschen oberflächlich klingen, wird aber von Robert Downey Jr. und auch Jeff Bridges von diesem Standard emporgehoben. Die beiden Männer versprühen Charisma und die Chemie stimmt in jeder Szene. Dagegen sieht Terrence Howard alt aus und auch Gwyneth Paltrow kann nur schwerlich punkten.
Fazit: Iron Man ist Kino für die grossen Buben, die glänzende Augen bekommen, wenn real gewordene Comichefte über die Leinwand brettern. Allerdings vermag der Film auch denjenigen zu gefallen, die zwar noch nie ein Comicheft über diesen Blechkerl gelesen haben und sich dementsprechend nicht in die Hosen machen, wenn die Hauptfigur mal wieder einen Hinweis auf andere Superhelden ablässt. Denn Iron Man unterhält praktisch durchgehend, fasziniert mit einem tollen Hauptdarsteller und bietet neben all der Action und den Kämpfen auch eine Story, die zwar comichaft ist, aber bei weitem nicht so abgehoben, wie diejenige anderer Superhelden.
Einmal mehr muss derjenige tiefer in die Taschen greifen, der Zusatzmaterial zum eigentlichen Film haben will. Auf der vorliegenden DVD sind nämlich gerade mal ein paar Trailers zum Film und die unvermeidlichen "Programmtips" abrufbar. Interviews, Making-Ofs oder auch Eastereggs und Screentests sind nur auf der "Special Edition" erhältlich. Ton und Bild sind hingegen sehr gelungen und machen aus dem Film ein kleines Erlebnis in den eigenen vier Wänden.
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4.7 Sterne (181 Bewertungen) | 5 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 18.09.2008
- Bildformat: 2.35:1 (anamorph 16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailer, Filmtipps




