Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (2008)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (2008) Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Oder: Dont call me Junior!

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull

"My Name is Brando, Marlon Brando."

Nevada 1957: Angeführt von der skrupellosen Irina Spalko (Cate Blanchett) übernehmen Agenten des KGB gewaltsam einen abgelegenen Militärposten in der Wüste. Im Kofferraum eines der Fahrzeuge: Indiana Jones (Harrison Ford) und sein Kumpel George McHale, genannt Mac (Ray Winstone). Indy soll die Sowjets in einer grossen Lagerhalle zu einer geheimnisvollen Kiste führen, deren Inhalt er vor 10 Jahren für die Regierung untersucht hat. Er kann zwar nicht verhindern, dass die Kiste in die Hände seiner Angreifer gerät, jedoch gelingt es ihm, in einer spektakulären Flucht zu entkommen.

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull

"Schau, dies ist ein ganz alter Stein."

Zurück am Marshall College muss er leider erkennen, dass dieses Zusammentreffen weitere Konsequenzen hat: Das FBI befürchtet, er könnte mit den Kommunisten zusammenarbeiten, weshalb Indy kurzerhand seinen Posten als Professor verliert. Als er sich auf den Weg nach England machen will, wird er vom Motorradfahrer Mutt Williams (Shia LaBeouf) angesprochen. Der junge Mann bittet um Hilfe, da seine Mutter auf der Suche nach Indys Archäologie-Kollegen Oxley (John Hurt) in Peru verschwunden ist. Professor Oxley hatte zuvor einen sagenhaften Kristallschädel gefunden, der, sobald er zur mythischen Maya-Stadt Akator zurückgebracht wird, unglaubliche Mächte verleihen soll.

Mutt und Indy machen sich auf den Weg nach Peru, doch auch die Sowjets sind hinter dem Schädel her, mit dem sie die Weltherrschaft erringen wollen. Eine halsbrecherische Jagd quer durch den Südamerikanischen Regenwald beginnt, bei der so manches lang gehütete Geheimnis gelüftet wird...


DVD-Rating

19 Jahre mussten wir uns gedulden, bis Indiana Jones auf der grossen Leinwand wieder auftauchen sollte. Lange wurde gegrübelt, was denn das Thema des neuesten Abenteuerfilms aus dem Hause Spielberg/Lucas sein sollte und als schlussendlich die Rede von geheimnisvollen Kristallschädeln war, machte sich manch einer erstmal auf, im Internet nach diesem Mysterium zu suchen. Dazu kam, dass die Reviews zu Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull sehr durchzogen waren. Sollte am Ende der gute Harrison Ford nicht mehr in der Lage sein, "unseren" Indy überzeugend darzustellen.

Eins mal vorne weg. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull ist nicht die überflüssige Fortsetzung geworden, die man nach 19 Jahren Pause befürchtet hatte. Im Gegenteil. Während rund 90 Minuten seiner knapp zweistündigen Spielzeit bietet der Film alles, was man von Dr. Jones erwarten darf. Tolle Action, witzige Szenen, rumkriechen in Höhlen, flotte Sprüche und natürlich einen Harrison Ford, der zwar sichtlich nicht mehr der Jüngste ist, aber seine Rolle mit einem spitzbübischen Augenzwinkern spielt. Man merkt es ihm an, der Mann hat Spass an der Sache und zieht das ganze Ensemble mit sich.

Die Geschichte vom Kristallschädel, einer sagenumwobenen Goldstadt und den bösen, bösen Russen (die werden angeführt von einer Cate Blanchett in Bond-Bösewicht-Qualität), sowie den tollen Actionsequenzen im Urwald (inklusive gefrässiger Ameisen) mag zwar nicht weltbewegend neu sein, unterhält aber locker und luftig für den Grossteil des Films. Nur gegen Ende wirds ein bisschen gar abgehoben und es scheint fast, als würde die Auflösung des Films nicht zum klassischen Indiana Jones passen. Wer jedoch ein bisschen tiefer guckt und sich die Zeitlinie anguckt, der wird bald mal merken, dass das Finish durchaus seine Berechtigung hat.

Wie erwähnt ist Harrison Ford toll in seiner Rolle, auch wenn man ihm das Alter inzwischen ansieht. Shia LaBoeuf ist passabel und seine Figur ist glücklicherweise nicht ganz so nervig, wie erwartet. Einen sympathischen, aber relativ oberflächlichen Eindruck hinterlässt auch Karen Allen als Marion Ravenwood, die wie ein frischer Wind durch die Story düst. Auch die böse Cate Blanchett kann sich sehen lassen. Und das trotz des gewöhnungsbedürftigen Haarschnitts und des pseudo-Russenakzents.

Fazit: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull ist total unterhaltend und ist willkommene Nahrung für die Fans. Über die letzte halbe Stunde darf man geteilter Meinung sein, dafür waren die Hinweise auf Sean Connery (Indys Dad) und Denholm Elliott (Marcus Brody) sehr gelungen und witzig. Ein toller Unterhaltungsfilm ist, allen Kritikern zum Trotz, dennoch geworden. Und wenn der fünfte Teil ebenso gut wird, dann immer her damit!

Natürlich gibt es für Filme dieser Art diverse Editionen, die auf den Markt geworfen werden. Eine davon hat sogar einen cool aussehenden Kristallschädel im Set. Die Standard-Edition bietet immerhin noch zwei Features, die für Fans sehr interessant sind, auch wenn man die Geschichte der Filme und der Figur inzwischen fast auswendig kennt. Ein bisschen in Nostalgie schweben darf man dennoch, wenn die "Legende" von Indiana Jones erzählt wird. Im zweiten Feature, das der Vorproduktion gewidmet ist, gibts informativeres Material zu sehen und vor allem zu hören. Denn Steven Spielberg, George Lucas und natürlich Harrison Ford geben ihren Senf ausführlich zu den einzelnen Szenen ab.

Technisch gibt es glücklicherweise nichts zu meckern an der DVD. Das Bild ist schön transferiert worden, die Farben sind stark und lassen die spezielle und "altmodische" Machart toll zur Geltung kommen. Tonmässig darf man sich ebenfalls auf eine saubere Umsetzung freuen, auch wenn die Stimme des Helden im Original zwischendurch ein bisschen schwächelt.

3.9 Sterne 4.2 Sterne
3.9 Sterne (168 Bewertungen) | 2 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
24.10.2008 / pps (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 24.10.2008

  • Bildformat: 2.40 (anamorph Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Türkisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch; Türkisch
  • Extras: Die Rückkehr einer Legende; Vorproduktion