In Bruges (2008)

Brügge sehen... und sterben?

In Bruges (2008) Brügge sehen... und sterben?

In Bruges

In Bruges ist kein teurer, dafür ein umso gelungenerer Film: Morbide und bitterbös. Das passt hervorragend zu Carter Burwell, dessen Scores für die Coen Brüder zumeist einen unterschwellig traurigen, doppelschneidigen Touch innehaben.

Burwells Musik hier ist charakteristisch für seine Kompositionen, wenn auch sein Piano-Thema in einer fast schwelgerischen Art beginnt ("Prologues"). Danach kommt die pessimistisch-traurige Färbung durch. Für einmal funtkionieren auch die in den Scoreablauf eingebetteten Songs (die alle im Film prominent eingesetzt vorkommen), umso besser aber, wenn man In Bruges gesehen hat. Spannungsbetonte Passagen (zum Beispiel "Shootout Part 1" und "2") sind rar. Diese verarbeitet Burwell mit Schlagzeug und elektronischer Gitarre, ein ziemlicher Kontrast zu den sonst ruhigen Klängen des Scores.

Ja, der neue Burwell gefällt. Will man ihn ganz abseits vom Film geniessen, fällt einem der Zugang allerdings deutlich schwerer als mit den Bildern im Kopf. Abzüglich der Songs und Gesangsstücke bleiben 31 Minuten Originalmusik, eine absolut angemessene Länge für In Bruges - mehr wäre zuviel gewesen.

5.0 Sterne5 von 0.0-6.0
20.08.2008 / pb

Sountrack-Infos

Komponisten
Carter Burwell

Release
Label: Lakeside LKS 33982
Laufzeit: 44 Minuten
EAN: 4029758893715

Tracks

Prologue

Medieval Waters

The Little Dead Boy

St. John the Gambler - Townes Van Zandt

The Last Judgement

View from the Tower

My Suicide Your Homicide

Brandy Alexander - The Walkmen

Save the Next Boy

10 

Ray at the Mirror

11 

Walking Bruges

12 

The Magic Frog

13 

Schubert: 24. Der Leiermann - Andreas Schmidt

14 

Harry Walks

15 

Dressing for Death

16 

The Kiss Walk Past

17 

On Raglan Road - The Dubliners

18 

Thugs Passing in the Night

19 

Shootout Part 1

20 

When He's Dead

21 

Shootout Part 2

22 

Principles

23 

I Didn't Want to Die

24 

2000 Miles - Pretenders