Hunger (2008)

Bibel rauchen, krasser Stoff!

Nordirland im Jahre 1981, politische Unruhen und Bürgerkrieg erschüttern das Land. Aufständische IRA-Kämpfer sind zu Hunderten in britischen Gefängnissen inhaftiert. Nachdem ihnen die Spezialbehandlung entzogen wurde, sind sie keine politischen Gefangenen mehr, sondern ganz normale Kriminelle. Gegen diese Einstufung, durch die sie viel weniger Privilegien haben und viel schlechter behandelt werden, protestieren die IRA-Kämpfer schon seit fünf Jahren mit Bettlaken-Streiks und Waschverweigerung. Bobby Sands (Michael Fassbender) gehört ebenfalls zu den Inhaftierten und ist der Anführer der Protestaktion.


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4.5 Sterne 

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Film-Informationen

Drehorte: Grossbritannien, Irland 2008
Genres: Biografie, Drama, History
Laufzeit: 96 Minuten

Regie: Steve McQueen
Drehbuch: Enda Walsh, Steve McQueen
Musik: Leo Abrahams, David Holmes

Darsteller: Stuart Graham, Laine Megaw, Brian Milligan, Liam McMahon, Karen Hassan, Michael Fassbender, Frank MacCusker, Lalor Roddy, Helen Madden, Des McAleer, Geoff Gatt, Rory Mullen, Ben Peel, Helena Bereen, Paddy Jenkins, Liam Cunningham, Billy Clarke, Ciaran Flynn, B.J. Hogg, Larry Cowan

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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5 Kommentare

Zum Glück ist die Szene auf Youtube zu finden:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

:O

Sehr guter Film, der hervorragend inszeniert und gespielt ist. Die Gewalt, die im Maze Prison ausgeübt wurde, wird schonungslos und äusserst effektiv dargestellt. Auch arbeitet Steve McQueen ausgezeichnet mit atmosphärischen Kontrasten, er hat ein tolles Auge fürs Detail und den Mut zu langen Einstellungen - der klimaktische 17-minütige Nur-Eine-Einstellung-Dialog (und dann die anschliessenden One-Shot-5-Minuten) gehört zum stärksten, was ich in jüngerer Zeit gesehen habe. Hat mich sehr beeindruckt.

[Editiert von El Chupanebrey am 2011-03-27 12:19:06]

Das mit dem Nicht erklären ist kein Vorwurf, sondern ein Fakt, der entsprechend genannt werden muss. Schliesslich wird im Film ausser den wenigen Sätzen im Intro und Outro kaum etwas über die Hintergründe gesagt und deshalb sollte dies entsprechend ausgedeutscht sein. Schliesslich sollen bei einem Review alle Aspekte des Filmes angesprochen werden und jenachdem erwartet jemand bei einem Film über den Hungerstreick auch etwas historische Fakten und nicht blos schön gestaltete Bilder im Stil von Antichrist. Ich musste mich jedenfalls fürs Review über die ganze Thematik schlau machen, was da alles genau geschehen ist, und mir den Film nochmals durch den Kopf gehen lassen, erst dann fügen sich die Puzzleteile erst wirklich zusammen.

Darum auch:

Abgesehen von diesem intensiven Gespräch dominieren im Film die ruhigen, dialoglosen Szenen, welche erst im Nachhinein mit etwas Hintergrundinformationen deutlich an Bedeutung gewinnen.


Das mit dem Passion of Christ ist kein Qualitativer Vergleich sondern eher wie der Film umgesetzt wurde. Viel Bilder bei denen man leidende Leute sieht, aber kaum Dialoge.

Der Film ist, so wie ich mehrfach gelesen habe, ein absolutes Must-See-Picture. Er war fast ausnahmslos auf den 2008er-Bestenlisten der englischen Kritiker drauf und hat auch in den USA die meisten Kritiker begeistert. Von daher finde ich es mehr als fragwürdig, es dem Film zum Vorwurf zu machen, dass er nicht alles einzeln erklärt. Was ist das Problem des heutigen Kinogängers, einmal auch etwas selber zu machen?

Zitat db

Dies mag die einen faszinieren, andere wird es hingegen langweilen.

Wen Dialoge langweilen, der sollte sich wahrscheinlich auch von diesem Film fernhalten.
Und Hunger mit The Passion of Christ zu vergleichen, finde ich doch etwas gewagt...

Naja, so bin ich halt... Ich werde mir die DVD aber 100%ig kaufen und dann kann ich hier auch ausführlicher darüber schreiben. Wenn er mir nicht gefällt, was ich nicht glaube, dann hab ich halt Pech gehabt...;)

[Editiert von El Chupanebrey am 2009-08-31 18:52:24]

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