Horton Hears a Who! (2008)

Horton hört ein Hu!

Horton Hears a Who! (2008) Horton hört ein Hu!

Oder: Ich bin klein, mein Herz ist rein, und ausserdem hab ich einen Elefantenleibwächter!

Horton Hears a Who!

"Passt ihr alle da drauf?"

Der liebenswerte Elefant Horton (Jim Carrey) wird eines Tages ganz unerwartet in seinem gemütlichen Leben im Dschungel Nool gestört, als er eine Stimme hört, die von einem vorbeifliegenden Staubkorn zu kommen scheint. Wie sich herausstellt, befindet sich auf diesem Staubkorn die winzige Stadt Whoville, die von klitzekleinen Lebewesen, den Whos, bewohnt wird. Horton schafft es, das Staubkorn mit einer Blume aufzufangen und nimmt Kontakt mit dem Bürgermeister der Whos (Steve Carell) auf, der ihm von der mikroskopisch kleinen Welt, seinen 96 Töchtern und seinem Sohn Jo-Jo erzählt.

Horton Hears a Who!

"Sicher, ich hab so nen grossen Fisch gefangen!"

Keiner der Bewohner von Nool will Hortons Behauptungen glauben, und er wird von den meisten als Spinner ausgelacht. Dem konservativen Känguru (Carol Burnett) ist Hortons "Märchengeschichte" aber ein Dorn im Auge, denn was man nicht sehen, hören oder fühlen kann, das kann nicht existieren, und seine Fantasie zu gebrauchen und sich Dinge selber auszumalen, das geht nun wirklich nicht, da wäre Anarchie ja nicht mehr weit.

Horton beschliesst jedoch nichtsdestotrotz, die Welt der Whos zu retten, indem er das bewohnte Staubkorn an einen sicheren Ort bringen will, wo es nicht länger von Umwelteinflüssen bedroht ist. Dabei ahnt er aber nicht, wie gefährlich seine Mission sein wird, denn das Känguru hat bereits den bösen Adler Vlad Vladikoff angeheuert, um Horton das Staubkorn wieder abzujagen.


Kinofilm-Rating

Nach The Grinch und The Cat in the Hat findet nun innerhalb weniger Jahre bereits die dritte Verfilmung einer Geschichte von Autor und Zeichner Dr. Seuss ihren Weg auf unsere Kinoleinwände. Während diese ersten beiden Filme aber noch als (nicht unbedingt sehr witzige) Realfilme realisiert wurden, haben sich nun die Macher der Ice Age-Filme daran gemacht, Hortons Abenteuer als Computeranimationsfilm zu verwirklichen. Und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen: Während der Dschungel von Nool sich durch eine kunderbunt gefärbte und wild zusammengewürftelte Tierwelt auszeichnet, findet man in der Welt der Whos herrlich viele Details und aberwitzige Einfälle, die in einem Realspielfilm nur schwer umzusetzen gewesen wären und die dazu verleiten, den Film gleich noch einmal sehen zu wollen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Seuss-Verfilmungen (Horton-Sprecher Jim Carrey hat ja schon den Grinch dargestellt) darf der Film aber nicht als reiner Kinderfilm abgetan werden, ganz im Gegenteil: Die Animation ist zwar herzig und so farbenfroh, dass sie kleineren Zuschauern ohne Frage gefallen wird (die Plüschtierindustrie wird an diesem Film ihre helle Freude haben!), aber auch die Erwachsenen dürften an diesem Film Gefallen finden. Dabei gibt es zwar ein paar Anspielungen, etwa auf andere Filme, die den Kleinen unverständlich sein dürften, aber meistens ist das Erzählte einfach wirklich derart lustig und gut animiert, dass der Filmspass die Generationen problemlos übergreifen sollte. Die US-Orignialsprecher Jim Carrey und Steve Carell tun dazu noch ihr Übriges, um zum Film den gehörigen Schuss Humor beizusteuern, ohne jedoch die Figuren mit ihren Komikerpersönlichkeiten zu überfrachten. Bleibt nur zu hoffen, dass der Film es auch in der Originalversion in die hiesigen Kinos schafft.

Für mich war die Geschichte um Horton und Co. jedenfalls auch ohne Vorkenntnisse des Buches ein absoluter Filmgenuss, und ganz vorsichtig könnte man vielleicht sogar Vergleiche mit Pixar-Produktionen anstellen. Auf jeden Fall gilt: Wer gerne Animationsfilme schaut oder ganz einfach gerne lacht, der hat bei Elefant Horton ganz sicher auf den richtigen Rüssel gesetzt.

4.4 Sterne
4.4 Sterne (59 Bewertungen) | 16 Kommentare

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03.03.2008 / pps