The Hive (2008)
The Hive (2008)
Oder: Ameisen machen Ernst
Auf der tropischen Insel Ban Tao tauchen in regelmässigen Abständen grosse Schwärme von Ameisen auf, welche nicht nur die Einheimischen verscheuchen, sondern der Insel auch wirtschaftlichen und touristischen Schaden zufügen. Bislang konnten alle diese Invasionen abgewehrt werden, aber diesmal scheint alles anders. Glücklicherweise hat der Wissenschaftler und Besitzer der Firma Thorax, Horace (Karl Weber), einen neuen Giftstoff entwickelt, mit dem es den Krabblern nun an den Kragen geht.
Der erste Erfolg ist zwar schön, aber leider nicht von Dauer. Bald schon scheinen sich die Ameisen noch einmal vermehrt zu haben, und ausserdem stellen die Wissenschaftler eine gewisse Intelligenz bei den Viechern fest. Um diese genauer zu untersuchen, wird Claire (Elizabeth Healey) eingeflogen. Sie ist nicht nur eine der bekanntesten Spezialistinnen im Bezug auf Ameisen, sondern (natürlich) auch noch Horaces Exfreundin. Zusammen gehen sie den unheilvollen Entwicklungen der Ameisenstämme näher auf den Grund. Mit der Erkenntnis, dass es die Menschen hier nicht mit normalen Insekten zu tun haben, sondern mit einer Kombination verschiedener Stämme, die vor Intelligenz nur so strotzt und sogar fähig ist, zu kommunizieren. Mit verheerenden Auswirkungen...
DVD-Rating
Neben den Spinnen sind die Ameisen die wohl bekannteste Art der tierischen Bedrohung, die in diversen Kinofilmen eine schöne Karriere hingelegt hat. Sie krabbeln in gigantischer Menge über den Boden, erledigen ihre Opfer durch Überzahl und sind natürlich gefrässig, gefährlich und extrem unheimlich. Mit den kleinen Kollegen, die in unseren Breitengraden über den Balkonboden krabbeln, haben diese Monster natürlich rein gar nichts gemeinsam.
The Hive, eine Produktion fürs Fernsehen, präsentiert nun Ameisen in einer Weise, die man so noch nicht gesehen hat. Denn sie krabbeln und fressen nicht nur, sondern "bauen" mit ihren Artgenossen Gestalten, die an den schwarzen Rauch aus Lost erinnern. Einfach aus sich bewegenden Ameisen, was einerseits enorm peinlich aussieht (und somit optimal zum Film passt), andererseits einen richtig guten Unterhaltungswert hat, wenn man ein Flair hat für Trash und Absurditäten.
Überhaupt, The Hive ist ein C-Film, der mit schlechten Schauspielern, deutlich sichtbaren und am Computer animierten Ameisen und einer hanebüchernen Story aufwartet, die man schon fast gesehen haben muss, um sie zu glauben. Dazu hat eine der Hauptfiguren praktisch den ganzen Film durch ein Viech im Ohr, das ihn mir schöner Regelmässigkeit in irgendein Äderchen beisst und dazu fröhlich quietscht. Hallo? Was wurde denn da geraucht, als das geschrieben wurde?
Fazit: The Hive ist natürlich absoluter Chabis, unterhält aber erstaunlich gut. Nämlich genau darum, weil er so schlecht ist und die animierten Ameisen so absolut peinlich sind. Dazu diese Figuren und ein Twist am Ende, der halt einfach zum Schiessen komisch ist. Ob das allerdings beabsichtigt war, darf stark bezweifelt werden.
Als Bonusmaterial hat die DVD von The Hive leider nur den Trailer und ein paar weitere Hinweise zu Genre-Kollegen zu bieten. Und in technischer Hinsicht vermag der Film ebenfalls nicht richtig zu gefallen. Der Ton hat Schwankungen in der Lautstärke, die einfach nicht sein dürften, und das körnige Bild ist auch nicht so richtig zum geniessen.
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0.8 Sterne (3 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 24.07.2009
- Bildformat: 1:1.85 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DTS)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailer; Trailershow



