The Happening (2008)
The Happening (2008)
Die Kooperation James Newton Howard/M. Night Shyamalan holt, man möge von Shyamalans Filmen halten was man will, in den letzten Jahren stets das Beste aus dem Komponisten heraus. Howard scheint mit dem Regisseur ideal zu korrespondieren, in Sachen Musik und Film setzen die beiden jeweils ein kraftvolles und beachtliches Statement.
The Happening braucht durchaus einen Moment, um sich im Ohr festzusetzen. Ruhig, verhalten und doch immer mit einer Spur Bedrohlichkeit beginnt Howard seine Komposition. Auffallend sind die Passagen für Solocello (gespielt von Maya Beiser), die in ihrer schüchternen, fast ominösen Schönheit an Lady in the Water und The Village erinnern, wobei für den ganzen Score eher Signs als Vergleich funktioniert - mit melodischen Funken à la The Village eben.
Der Score beginnt auf leisen Sohlen und erarbeitet sich mit zunehmender Spieldauer (und der damit verbundenen, steigenden Filmdramaturgie) mehr Platz. Die Orchestrationen werden ausschweifender, es gesellen sich Blechbläser und Chor hinzu ("My Firearm is My Friend"). Im Finale "Be With You" schliesslich ist auch erstmals eine volle Streichersektion zu vernehmen. Meist aber schwebt ein unwohliges Gefühl über den Kompositionen, manchmal bleiern schwer, manchmal furchtsam und mysteriös. Diese feine Linie beschreitet Howard auch hier gekonnt und so reiht sich The Happening ohne Umschweife in die bisherigen Arbeiten ein, die Howard für Shyamalan geschrieben hat.
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