The Happening (2008)

The Happening (2008)

Oder: Theres something Out There!

The Happening

Und die heutigen Gewinnzahlen sind...

Im Central Park in New York sitzen zwei Fräuleins auf einer Parkbank. Die vielen Menschen laufen an ihnen vorbei, Hunde trotten ihren Herrchen hinterher, ein paar Kids spielen irgendwo auf der Wiese. Plötzlich durchbricht ein Schrei die Idylle. Eine der Damen dreht sich um und entdeckt, dass alle Passanten plötzlich stehen bleiben und keinen Muskel mehr zucken. Auch ihre Kollegin auf der Parkbank verhält sich komisch. Zumal sie sich ihre Haarnadel grad selber in den Hals stösst.

Ein paar Blocks weiter fallen plötzlich Bauarbeiter wie tote Fliegen vom Haus und platschen unten brutal auf dem Beton auf. Was ist los? Wurde New York ein weiteres Mal Opfer eines terroristischen Anschlags? Die Medien fangen an zu rotieren, die Experten mutmassen, aber eine Antwort weiss niemand.

The Happening

Fehlt nur noch der Teppich

Lehrer Elliot Moore (Mark Wahlberg) versucht gleichzeitig, seiner Klasse das Phänomen von verschwundenen Bienen zu erklären, als er mit seinem Kollegen, dem Mathelehrer Julian (John Leguizamo), zu einer Besprechung gerufen wird. Man werde die Schule schliessen und abwarten, was es mit diesen komischen Vorfällen auf sich hat.

Julian will mitsamt seinem Töchterchen zur Mutti fahren und nimmt Elliot und seine Frau Alma (Zooey Deschanel) mit. Man trifft sich am Bahnhof und ehe man sich versieht, fährt der Zug ab. Jedoch nicht weit. Denn bald mal ist auch die Zugfahrt inmitten eines kleinen Dörfchens zu Ende, keiner weiss was passiert und die Bedrohung, die sich immer spezifischer auf einzelne Menschengruppen zu konzentrieren scheint, fängt tatsächlich an, "Jagd" auf die Leute zu machen. Elliot und Anhang müssen um ihr Leben laufen. Und zwar vor etwas, dass allgegenwärtig ist und vor dem es praktisch kein Entkommen gibt.


Kinofilm-Rating

Einst als Wunderkind Hollywoods betitelt, liefert M. Night Shyamalan inzwischen nur noch Mittelklasse ab. Signs war der Anfang vom Ende und jetzt kommt The Happening in unsere Kinos. Der gute M. Night Shyamalan musste mit dem Drehbuch für seinen neuen Film bei den Studios hausieren gehen, bis sich genügend Geldgeber für eine Realisation gefunden hatten. Und diese Herren werden sich gepflegt in den Hintern beissen, wenn sie zu Gesicht bekommen, in was für einen Schnarchfilm sie ihr Geld gesteckt haben.

Dabei fängt alles sehr viel versprechend an. The Happening legt in den Anfangsminuten sein enormes Potenzial offen. Plötzliche Tode diverser Menschen, Bauarbeiter fallen vom Gerüst, freundliche Polizisten blasen sich ihr Hirn weg und so weiter. Ja sollten wir denn alle Unrecht haben und M. Night Shyamalan es tatsächlich schaffen, eine spannende Geschichte zu erzählen wissen und uns ein weiteres Mal an der Nase herumführen? Leider ist dem nicht so, denn kaum sind die ersten zehn, wirklich sehr guten, Minuten vergangen, zerfällt das ganze Kartenhaus und eine selten gesehene Langeweile macht sich breit.

Mittendrin in dieser Lethargie um böse Bedrohungen und nicht enden wollende Szenen verspielt Mark Wahlberg ein weiteres (grosses) Stück Schauspielkredit, den er sich in The Departed so hart erarbeitet hat. Der Mann macht in The Happening echt nichts anderes, als ungläubig in die Kamera glotzen, die Stirn zu runzeln und mit seltsam hoher Fieselstimme irgendwelche Sätze in der ewig gleichen Tonreihenfolge von sich zu geben.

Zooey Deschanel (Hitchhikers Guide to the Galaxy) darf auch nicht viel mehr zeigen, hat aber immerhin mit ein paar Macken ihres Charakters zu kämpfen. John Leguizamo (Spawn, Ice Age) ist hingegen komplett überflüssig. Den Rest des Casts kann man getrost vergessen. Unter ihnen leider auch der fast nicht zu erkennende Spencer Breslin (The Cat in the Hat).

Fazit: The Happening ist ein absoluter Schnarcher geworden, der ausser in den kurzen Anfangsminuten durchgehend Langeweile bietet, die ab und zu durch Bilder von toten Menschen "aufgepeppt" werden. Es passiert leider rein gar nichts, Spannung ist nicht vorhanden und die schauspielerischen Leistungen sind unterirdisch. Jedes weitere Wort über diesen Film ist zuviel. Schade.

2.6 Sterne
2.6 Sterne (80 Bewertungen) | 43 Kommentare

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10.06.2008 / muri