Glorious Exit (2008)

Glorious Exit (2008)

Oder: Wenn schon Unordnung, dann aber bitte richtig!

Glorious Exit

R.I.P

Jarreth Merz lebt in Los Angeles und ist ein erfolgreicher Theaterschauspieler. Seine deutsche Mutter hat seinen Vater in Nigeria kennengelernt - ist allerdings schon bald in die Schweiz gezogen, wo Jarreth aufgewachsen ist. Als sein Vater in Nigeria stirbt, wird er mit den nigerianischen Traditionen konfrontiert, welche von ihm als erstgeborenes Kind die Verantwortung und die Beerdigung seines Vaters zu übernehmen verlangen. Jarreth nimmt sich dieser Verpflichtung an und reist zusammen mit seinem Bruder Kevin Merz, welcher ihn mit seiner Kamera begleitet, nach Nigeria.

In Nigeria läuft natürlich nicht alles so schnell und einfach, wie man sich dies in den westlichen Ländern gewohnt ist. Jarreth muss so einiges über sich ergehen lassen, aus Respekt gegenüber den Traditionen und dem Ansehen seiner Familie in Nigeria. Geplagt von Aberglaube, traditionellen Riten und Willkür, versucht Jarreth das Beste herauszuholen, um seinem Vater einen gebührenden Abschied zu ermöglichen und dabei die Familie nicht in den Ruin zu treiben.


Kinofilm-Rating

Kevin Merz begleitet seinen Bruder Jarreth von der Abreise in L.A. bis zur Rückkehr aus Nigeria. Sein Film zeigt verschiedene Aspekte auf: Zum einen erhält der Zuschauer einen grundsätzlichen Eindruck von Nigeria. Zum anderen dokumentiert er sehr gut, welch verschieden Gefühlslagen sein Bruder auf dieser ganzen Reise durchläuft: Angst, Neugier, Freude, Wut, Unverständnis, Trauer. Man bekommt sehr gut vermittelt, dass sich Jarreth unwohl und gleichzeitig auch zuhause fühlt - sicherlich keine einfache Zeit für ihn.

Der Dokumentarfilm überzeugt mit guten Bildern, interessantem wie auch witzigem Inhalt und ist auf jeden Fall eine Sichtung wert, auch wenn er trotz nur 75minütiger Spielzeit gewisse Längen zu verzeichnen hat.

5.0 Sterne
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12.08.2008 / pj