Get Smart (2008)

Get Smart (2008)

Oder: Are you staring at my butt?

Get Smart

I wett i hett äs Handy jetzt

Maxwell Smart (Steve Carell) ist der Top-Analytiker des Geheimdienstes CONTROL, welcher in den USA beheimatet ist. Obwohl Max seinen Job liebt, hat er nur einen Wunsch: Er will nicht sein Leben lang im Büro sitzen, sondern seine Brötchen als Geheimagent in Aussenmissionen verdienen - ganz nach seinem Vorbild, dem Agent 23 (Dwayne "The Rock" Johnson). Und obwohl Max im Aufnahmetest sehr gut abschneidet, wird ihm sein Wunsch von seinem Chef (Alan Arkin) vorerst verwehrt. Als Analyst sei er zu wertvoll, weshalb man sein Leben nicht unnötig riskieren will.

Get Smart

Ein Schuss im Schuss

Doch dies ändert sich schlagartig, als das Hauptquartier von CONTROL von der terroristischen Organisation KAOS angegriffen wird. Viele Agenten werden entweder ausser Gefecht gesetzt oder ihre Identität wird bekannt, was sie für Aussenmissionen natürlich unbrauchbar macht. Aus Mangel an Personal wird der Wunsch von Max also doch noch Realität, und er erhält seinen ersten Einsatz: Zusammen mit der bildschönen Agentin 99 (Anne Hathaway) muss er sich in eine als Bäckerei getarnte Nuklearfabrik einschleichen, die unter dem Kommando von KAOS steht. Doch neben der leichten Tollpatschigkeit von Maxwell Smart kommen noch andere Probleme auf die beiden Agenten zu: Es scheint, dass sich ein Doppelagent in CONTROL eingeschlichen hat...


Kinofilm-Rating

Man nehme eine erfolgreiche Comedy-Serie aus den 60er Jahren, einen auf Komödien spezialisierten Regisseur, den momentan erfolgreichsten Schauspieler für eben dieses Genre und als Eye-Candy noch Anne Hathaway. Was kommt dabei heraus? Ein überraschend unterhaltsamer Film. Der Geist von Mel Brooks' kultiger TV-Serie Get Smart (im deutschsprachigen Raum unter dem Titel Mini-Max bekannt) wurde nämlich hervorragend auf Zelluloid gebannt und hebt sich wohltuend von anderen TV-Umsetzungen wie etwa Charlie's Angels ab, die nicht viel mehr als den Namen mit dem Original gemein haben.

Bei der Besetzung sticht besonders Hauptdarsteller Steve Carrell heraus, der im letzten Jahr mit Evan Almighty zwar einen finanziellen Totalflop landete, mit der unterhaltsamen Agentenkomödie in den USA aber wieder auf der Erfolgswelle reitet. Und in unseren Gefilden dürfte dies nicht anders sein. Wenn er nämlich mit seinem treudoofen Dackelblick verwundert feststellt, dass er zufälligerweise einen Bösewicht erledigt hat, dürfte für Lacher garantiert sein. Auch Dwayne "The Rock" Johnson hat zwei, drei lustige Momente, kann dem Hauptdarsteller allerdings in keiner Weise das Wasser reichen. Aber immerhin zeigt er nach Be Cool zum zweiten Mal, dass er nicht nur böse gucken kann, sondern auch ein komödiantisches Gespür hat. Anne Hathaway ist da schon mehr nur der Hingucker, wenn auch ein ausserordentlich hübscher. Allerdings ist es doch eher schade, dass es zwischen Agentin 99 und Maxwell Smart auf der Leinwand nicht funkt, trotz Liebesgeschichte. Die ganze Romanze zwischen den beiden wirkt erzwungen, was aber nicht weiter stört, schliesslich ist Get Smart ja kein Liebesfilm.

Die Gagdichte im Film ist auf einem ziemlich hohen Niveau, auch wenn man viele bereits in den unzähligen Trailern oder in anderen Produktionen gesehen hat. Ganz dem momentanen Trend zufolge kriegt auch Chuck Norris etwas auf seinen bärtigen Schädel. Die Story richtet sich dabei mehr oder weniger an den Gags aus und beinhaltet alle gängigen Zutaten für eine Agentenkomödie, ohne Überraschungen. So dürfte die Identität des Maulwurfs kaum für einen Zuschauer eine Überraschung sein. Aber wer hier nach Originalität sucht, dürfte sowieso im falschen Film sitzen. Wer also mal wieder einen unbeschwerten Abend verbringen und richtig ablachen will, darf sich den Gang ins Kino getrost leisten. Fans von Steve Carell und/oder der Originalserie sehen sich den Streifen sowieso an.

3.9 Sterne
3.9 Sterne (70 Bewertungen) | 9 Kommentare

4.5 Sterne4.5 von 0.0-6.0
10.07.2008 / yle