Futurama: Bender's Game (2008)

Futurama: Bender's Game (2008)

Oder: Roll the Dice!

Futurama: Bender's Game

Über coole Brücken musst du gehn

Es herrscht Treibstoffknappheit und Professor Farnsworth entscheidet, dass das Raumschiff des "Planet Express" nur noch dann benützt werden darf, wenn er es erlaubt. Dafür verschluckt er schon mal die Schlüssel über Nacht, um auf Nummer sicher zu gehen. Da aber Leela am grossen "Demolition Derby" teilnehmen will, besorgt sie sich (mit Hilfe von Dr. Zoidberg) diese Schlüssel wieder und fräst mit der ganzen Crew in die Kampfarena. Das hat zur Folge, dass ihr künftig ein Halsband umgelegt wird, welche jegliche Anflüge von Wut und Streitlust unterdrücken soll.

Gleichzeitig macht sich Roboter Bender daran, mit den "Little Meatbags" (den Kindern im Planet Express Büro) ein neues Spiel zu spielen. "Dungeons and Dragons", das Fantasyspiel, fasziniert ihn und die Tatsache, dass er als Roboter keine Fantasie hat, macht ihm so fest zu schaffen, dass er bald einen Schaltkreislauf-Anfall hat und sich von nun an für die Fantasiefigur "Titanius Anglesmith" hält. Das muss behandelt werden und Bender findet sich bald in der Gruppentherapie für durchgeknallte Roboter wieder.

Futurama: Bender's Game

*WinkeWinke*

In der Zwischenzeit hat Dr. Farnsworth herausgefunden, wer für die Energiekrise verantwortlich ist. Es ist "Mom", die einen speziellen Kristall bei sich im Büro stehen hat, dessen Gegenpart irgendwo in Farnsworths Chaos liegt. Es stellt sich heraus, dass ausgerechnet der Spielwürfel des "Dungeons and Dragons"-Spiels eine entscheidende Rolle spielt. Ihn muss die Crew des Planet Express ins Hauptquartier von "Mom" bringen, um der Schurkin das Handwerk zu legen.

Dumm nur, dass Bender inzwischen so überladen ist, dass er eine Alternativwelt entwickelt, die jeglichen Fantasiebüchern und -Filmen nachempfunden ist. Und durch diese Gegend müssen sich nun Leela, Fry, Farnsworth und natürlich Bender (resp. "Titanius Anglesmith") kämpfen. Doch dort wimmelts von Orks, Drachen, kurrligen Gestalten und Konsorten. Ausserdem nimmt der Kristall den armen Fry immer mehr in Besitz, so dass nicht nur köperliche Veränderungen die Folge davon sind....


DVD-Rating

Endlich ist es soweit. Nach Benders Big Score und Beast with a Billion Backs steht das neue Abenteuer der Futurama-Crew ins Haus. Nachdem die Serie ja bekanntlich abgesetzt wurde, suchte man den Erfolg nun in abendfüllenden Animationsfilmen, die sich erfreulicherweise als sehr gut animiert und überaus erfolgreich herausstellen.

Im dritten Film, Benders Game, dessen Trailer man ja bereits auf der DVD von Beast with a Billion Backs anschauen konnte, reiht sich nahtlos in diese tolle Filmreihe ein und bietet für Fans der TV-Serie einmal mehr die bekannten Figuren, tolle Gastaurtritte (leider nur einen klitzeklitzeklitzekleinen von Zapp Brannigan und Kif im Vorspann) und eine herrliche Parodie auf all die vielen Fantasyfilme, die uns in den letzten Jahren ins Kino lockten. Sei es Lord of the Rings oder auch Star Wars. Die Suche nach den veräppelten Filmen darf begonnen werden.

Zu dem erzählt Benders Game eine Serientypisch abstruse Geschichte, die den schrägen Humor mit Wohlwollen aufnimmt und ihn in teils genialen Sequenzen widergibt. Die Kackerei der Nibbler, die drei doofen Söhne von "Mom" oder die Umwandlung der ganzen Story nach etwa 50 Minuten. Denn erst dann entfacht der Film sein ganzes Potenzial und die Reise durch das Fantasieland wird zum Genuss für uns Filmfans und Geeks.

Die Figuren sind wie gewohnt sauber animiert und bereits der Vorspann im Stil von Yellow Submarine macht Lust auf den Film, der schlussendlich mit zunehmender Dauer immer lustiger und abstruser wird. Wie wir es halt von Futurama gewohnt sind. Da schaut man auch mal über ein paar Szenen hinweg, die sichtlich zu übertrieben sind und den Filmgenuss ein bisschen trüben.

Fazit: Wenn man die bisherigen drei Filme der Serie vergleichen will, dürfte sich Benders Game an vorderster Front festsetzen. Zusammen mit Benders Big Score übertrumpfen sie Beast with a Billion Backs in der Schlussabrechnung doch recht deutlich.

Schön viel Material kriegen wir auch auf der DVD geboten, die natürlich im D+D-Look angelegt ist. Der lustige und informative Audiokommentar macht den Anfang und beim "Gen-Labor" kriegen wir zum ersten Mal etwas zum spielen. Wir mischen die Charaktere miteinander und stellen so komische Figuren her. Dass "Dungeons + Dragons" schon lange bei Futurama Einzug gehalten hat, zeigt ein kleiner Film, in dem einzelne Szenen aus der TV-Serie analysiert und erklärt werden. Da wird so einiges klar... Die Zeichenschule geht ein bisschen schnell und die Animation mit den 3D-Figuren ist sehr interessant. Einige schöne Bloopers der Synchronsprecher, eine Vorschau auf den neuen Futurama: Into the Wild Green Yonder und eine sehr coole Anti-Piracy-Warnung schliessen das volle und lustige Angebot an Filmchen und Reportagen ab. Da lohnt sich definitiv ein Blick.

Technisch ist Benders Game gewohnt sauber produziert und überzeugt mit starken Farben und flüssigen Animationen. Vier verschiedene Sprachfassungen sind abrufbar, wobei natürlich das Original am besten klingt.

4.6 Sterne 5.0 Sterne
4.6 Sterne (15 Bewertungen) | 5 Kommentare

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09.12.2008 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 15.01.2009

  • Bildformat: 1.78:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Spanisch (DD 5.1); Russisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Englisch; Deutsch
  • Extras: Audiokommentar; Storyboard-Animation; Futurama-Genlabor; Dungeons+Dragons+Futurama; Zeichenschule; 3D-Modelle; Deleted Scene; Bloopers; Benders Anti-Piracy-Warnung; Trailer zu "Into the Wild Green Yonder"