Cold Prey 2 - Fritt vilt II (2008)

Cold Prey 2 - Fritt vilt II (2008)

Oder: Oh story, where art thou?

Die Fortsetzung des norwegischen Slasher-Erfolges beginnt da, wo das Original aufgehört hatte: Als Polizist Ole (Kim Wifladt) auf eine junge Frau mit blutbeschmierter Kleidung stösst, bringt er sie in das lokale, dem Abriss nahe Krankenhaus. Wie es sich herausstellt, ist Jannicke (Ingrid Bolsø Berdal) die letzte Überlebende einer Gruppe Snowboarder, die in einem verlassenen Hotel in den Bergen durch einen Wahnsinnigen mit Eispickel ums Leben kam. Jannicke konnte den Killer bezwingen, töten und entkommen. Kurz darauf birgt die Polizei die Leichen ihrer Freunde, und auch der Körper des vermeintlich toten Mörders wird in die Leichenhalle des Krankenhauses überführt.

Es dauert nicht lange, bis der für tot erklärte Psychopath erwacht, um abzuschliessen, was er begonnen hatte, und Jannicke muss sich erneut dem Kapuzenkiller gegenüberstellen. Doch sie ist nicht die einzige in Gefahr, denn der böse Mann macht vor niemandem Halt. Im Krankenhaus befinden sich nur noch zwei Patienten und ein beschränktes Personal, und wer hier vor dem endgültigen Showdown lebend rauskommt, hat Glück gehabt.


Kinofilm-Rating

Nachdem sich Cold Prey zum kassenträchtigen Megahit in seiner Heimat Norwegen gemausert hatte, war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Vielleicht hätte man sich lieber noch etwas mehr Zeit gelassen, denn Cold Prey 2 kommt ganz ohne aus: Ohne Story. ohne Überraschungen und ohne Charme. Die Figuren sind zwar etwas sympathischer als in einem typischen Slasher, doch Tiefe wird auch ihnen nicht gegeben, und auch die Genre-Konvetion des zu beschützenden Kindes fehlt nicht. "Alles nicht so schlimm", sagt der abgebrühte Horrorfan, doch leider versagt Mats Stenbergs Film auch auf der Spannungs- und Gore-Ebene. Die Morde setzen nach mehr als einer halben Stunde ein, sind alles andere als originell umgesetzt und eher blutleer.

Der Film erinnert stark an ein anderes Horror-Sequel, Halloween II. Nicht nur, dass die Story gleich nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft, sondern auch Location und Opfer ähneln dem zweiten Michael Myers-Streifen. Das düstere, schmutzige Krankenhaus bietet sich zwar als geeignetes Setting für einen Streifen dieser Art an, ist jedoch lange nicht so reizvoll wie die Pension aus dem ersten Teil und nun schon gar nicht so originell. Die Szenen in der nordischen Landschaft, die einen Grossteil des Reizes des ersten Teiles ausmachten, sind spärlich gesät. So ist Cold Prey 2 eine Aneinanderreihung gängiger Klischees ohne jegliche Originalität, die einfach nur langweilig und ohne Überraschungen auf ihr logisches Ende zu läuft, präzise und professionell gemacht wie ein Schweizer Uhrwerk.

2.5 Sterne
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03.07.2009 / ma