Cold Prey 2 - Fritt vilt II (2008)
Cold Prey 2 - Fritt vilt II (2008)
Oder: Die Rückkehr der Spitzhacke
Die Fortsetzung des norwegischen Slasher-Erfolges beginnt da, wo das Original aufgehört hatte: Als Polizist Ole (Kim Wifladt) auf eine junge Frau mit blutbeschmierter Kleidung stösst, bringt er sie in das lokale, dem Abriss nahe Krankenhaus. Wie es sich herausstellt, ist Jannicke (Ingrid Bolsø Berdal) die letzte Überlebende einer Gruppe Snowboarder, die in einem verlassenen Hotel in den Bergen durch einen Wahnsinnigen mit Eispickel ums Leben kam. Jannicke konnte den Killer bezwingen, töten und entkommen. Kurz darauf birgt die Polizei die Leichen ihrer Freunde, und auch der Körper des vermeintlich toten Mörders wird in die Leichenhalle des Krankenhauses überführt.
Es dauert nicht lange, bis der für tot erklärte Psychopath erwacht, um abzuschliessen, was er begonnen hatte, und Jannicke muss sich erneut dem Kapuzenkiller gegenüberstellen. Doch sie ist nicht die einzige in Gefahr, denn der böse Mann macht vor niemandem Halt. Im Krankenhaus befinden sich nur noch zwei Patienten und ein beschränktes Personal, und wer hier vor dem endgültigen Showdown lebend rauskommt, hat Glück gehabt.
DVD-Rating
Cold Prey kam 2006 in die Kinos und konnte dank einer guten Atmosphäre Horror-Fans einigermassen zufrieden stellen. Das Spielfilmdebüt des norwegischen Regisseurs Roar Uthaug war dann auch sehr erfolgreich an den heimischen Kinokassen, und einer Fortsetzung stand also nichts im Weg.
Die Story knüpft direkt an den ersten Teil an und der Hauptdarstellerin wird somit keine Verschnaufpause gegönnt. Gesehen haben muss man den Vorgänger allerdings nicht zwingend, denn die wichtigsten Elemente von Cold Prey werden hier noch mal besprochen. Das hat natürlich zur Folge, dass es relativ lange dauert, bis die Geschichte etwas Fahrt aufnimmt. Und wenn es dann mal losgeht mit den Morden, bleibt es bei einem einfach gestrickten Verhaltensmuster des Killers, welcher, vor allem wenn man den Vorgänger nicht gesehen hat, äusserst blass bleibt.
Absolut gelungen ist hingegen die Inszenierung: Schnelle Schnitte, kreative Kameraeinstellungen und kühle Farben holen das Beste aus der dünnen Story. Zum Glück, denn die Location bleibt klar hinter dem abgelegenen Berg-Hotel des Vorgängers zurück. Das Krankenhaus bringt nicht nur weniger Atmosphäre in den Film, man hat auch immer das Gefühl, dass die Protagonisten eigentlich relativ einfach von dort entfliehen könnten. Was zudem auf die Stimmung drückt, sind die Dialoge. Diese sind ein klares Ärgernis in der ersten Filmhälfte. Man kann sich dabei fragen, ob die deutsche Übersetzung schuld daran ist, dass die Texte so banal und stellenweise wirklich schlecht sind, oder ob das im norwegischen Original auch schon der Fall ist.
Fazit: Cold Prey 2 - Fritt vilt II ist ein europäischer Hochglanz-Slasher, welcher zwar ausgesprochen gut inszeniert ist, aber inhaltlich keine Überraschungen bringt und bei Genre-Kennern kaum zu Gänsehaut führen wird. So bleibt der Film doch relativ klar hinter seinem atmosphärischeren Vorgänger zurück. Hoffen wir also wieder auf etwas mehr Innovation für den angekündigten dritten Teil.
Technisch bietet die DVD Mittelmass. Das Bild rauscht relativ oft, und eine gewisse Bewegungsunschärfe ist ebenfalls auszumachen. Der Ton ist ok und bietet genreüblich laute Höhepunkte. Neben dem deutschen und dem norwegischen Trailer zum Film bietet die Scheibe gut 40 Minuten an Extras, wobei die Special-Effects-Doku zusammen mit dem Making-Of sicher am interessantesten ist.
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2.5 Sterne (13 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 05.02.2010
- Bildformat: 1:2.35 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Norwegisch (DD 5.1); Deutsch (DTS)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Making-Of; Die Special Effects von Cold Prey 2; Entfallene Szenen; Outtakes; Trailer zum Film und anderen DVDs; Audiokommentar

