Forgetting Sarah Marshall (2008)

Nie wieder Sex mit der Ex

Forgetting Sarah Marshall (2008) Nie wieder Sex mit der Ex

Oder: Auf Hawaii geht alles leichter, oder?

Forgetting Sarah Marshall

"No woman, no cry..."

Der Musiker Peter Bretter (Jason Segel) könnte mit seinem Leben nicht zufriedener sein: Als Komponist für eine TV-Krimiserie hat er beruflich gute Aussichten, und in seiner Freundin, der erfolgreichen Schauspielerin Sarah Marshall (Kristen Bell), hat er scheinbar seine Traumfrau gefunden. So fällt er aus allen Wolken, als diese ihn ganz unerwartet für einen Anderen verlässt. Am Boden zerstört, versucht er zunächst, sich durch zahlreiche One-Night-Stands zu trösten, doch er kann Sarah einfach nicht vergessen.

Forgetting Sarah Marshall

"Mami, was soll ich denn nun tun?"

Um seinen Liebeskummer zu überwinden, lässt er sich von seinem Stiefbruder Brian (Bill Hader) dazu überreden, in die Ferien zu fahren und so etwas Abstand von seinem Alltag zu gewinnen. Peter entscheidet sich für einen Urlaub auf Hawaii - dummerweise stösst er dort aber ausgerechnet auf Sarah, die mit ihrem neuen Freund, dem exzentrischen Rockstar Aldous Snow (Russell Brand), im selben Hotel abgestiegen ist. Ständig mit dem neuen Glück seiner Ex konfrontiert, suhlt sich Peter erst ordentlich in Selbstmitleid, die Begegnung mit vielen skurrilen, aber sympathischen Urlaubern und Hotelangestellten muntern ihn jedoch allmählich auf.

Besonders die hübsche Hotelrezeptionistin Rachel (Mila Kunis) hat es Peter angetan, doch ausgerechnet als die beiden sich etwas näher kommen, verkracht sich Sarah mit ihrem Neuen und steht plötzlich wieder bei Peter auf der Matte...


DVD-Rating

Judd Apatow war vor ein paar Jahren noch einer von vielen in Hollywood. Seit er aber mit The 40 Year old Virgin und Knocked Up finanziell gelungene und von den Kritikern goutierte Filme abgeliefert hat, steht sein Name für schrägen, etwas flachen, aber lustigen Humor. In Forgetting Sarah Marshall knüpft er nun als Produzent an die genannten Filme an und auch seine Filmkumpels aus Superbad und Konsorten kriegen Gelegenheit, ihren Witz an den Mann zu bringen. Und das vor der herrlichen Kulisse Hawaiis. Da kann doch fast nichts mehr schief gehen.

An diesem Drehort begleiten wir Jason Segel beim Verarbeiten der Trennung von seiner Freundin Kristen Bell (Heroes. Und wenn das Aufeinandertreffen der beiden Ex-Partner nicht schon witzig genug gewesen wäre, wurde mit Russel Brand noch eine Figur involviert, die so herrlich obszön und grossmäulig ist. Kein Wunder darf der Kerl inzwischen grosse MTV-Shows moderieren und auf den Bühnen dieser Welt seine Kommentare zum Weltgeschehen abgeben. Sein originaler Akzent ist schon alleine die Hälfte des Filmes wert.

Schön auch, dass mit Sex nicht gespart wird. Seien es blöde Anspielungen, nackte Haut oder einfach die wunderschöne Mila Kunis, die selbst Filme wie Max Payne aufwerten kann. Die Chemie zwischen ihr und Peter Segel funktioniert, das Dracula-Musical ist eine Granate und die Kombination all dieser Komponenten ergibt eine lustige und erfrischen freche Komödie. Jonah Hill und Paul Rudd tun als Ober, respektive Surflehrer ihr Übriges dazu.

Fazit: Forgetting Sarah Marshall verleiht dieses schöne und sexy Ferienfeeling, an das wir uns immer gerne zurück erinnern, wenn wir wieder im grauen Alltag sind. Die Sprüche sind flach, aber lustig, die Charaktere gut getroffen und Russel Brand spaltet die Nation. Sicherlich kein intellektuell anspruchsvoller Film, aber für gute Laune sorgt er allemal.

Recht bunt kommt auch die DVD zum Film daher. Im auf den ersten Blick recht chaotischen Menü haben wir die Auswahl zwischen diversen Features, von denen der Gag-Reel sicherlich der Lustigste ist. Interessant sind auch der Audiokommentar (mit Machern und Schauspielern) und den Bericht über den Video-Chat (das war ein Spezialeffekt...). Das Dracula-Musical wird uns schön vorgelesen und als "Dialogprobe" gekennzeichnet. Ein Musikvideo und der Trailer zum Film schliessen dieses schöne Angebot ab.

Technisch kann der Film mit satten und klaren Farben punkten und bietet drei Sprachfassungen, sowie fünf Untertitelspuren. Natürlich ist bei einem Film mit Russel Brand das Original jederzeit der Synchro vorzuziehen, denn nur so hört man seinen herrlich übertriebenen Akzent. Und auch die Witze sind in der deutschen Fassung recht dämlich herausgekommen.

3.9 Sterne 4.0 Sterne
3.9 Sterne (56 Bewertungen) | 0 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
28.11.2008 / pps (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 13.11.2008

  • Bildformat: 1.85:1 (anamorph Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Tschechisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch; Tschechisch; Niederländisch; Griechisch
  • Extras: Audiokommentar; Unveröffentlichte Szenen; Line-O-Rama; Gag-Reel; Musikvideo; Dielogprobe; Kostprobe der Liebe; Videochat; Trailer