The Forbidden Kingdom (2008)

The Forbidden Kingdom (2008)

Oder: Wer kämpft besser?

The Forbidden Kingdom

Breakdance mal anders

Jason (Michael Angarano) ist angefressen von alten Martial-Arts-Filmen und holt sich seine wöchentliche Ration an Videos und DVDs bei einem alten Chinesen. Eines Tages erblickt der Jüngling dort einen goldenen Stab, dessen Geschichte ihn fasziniert. Dieser Stab gehörte einst dem berühmten und legendären "Monkey King", der sich gegen die Armee eines bösen Generals zur Wehr setzte und unbezwingbar war. Durch einen Trick wurde ihm sein Stab entzogen, und seither steht der Krieger in versteinerter Form in einer versteckten Stadt.

The Forbidden Kingdom

Jetzt nur noch drücken!

Als Jason von einem Schlägertrupp gezwungen wird, in eben dieses Geschäft einzubrechen, kriegt er diesen Stab zu fassen und findet sich kurze Zeit später in einer längst vergangenen Zeit wieder. Und das erst noch mitten in China! Die Kommunikation mit den dort lebenden Menschen scheint unmöglich, und als eine Kriegstruppe über das Dörfchen einfällt, erblickt Jason einen einzelnen Reiter, der scheinbar betrunken auf einem Esel reitet. Doch dieser Mann setzt die halbe Soldatentruppe mit Kung-Fu ausser Gefecht und stellt sich als Lu Yan (Jackie Chan) vor. Seines Zeichens "Unsterblicher".

The Forbidden Kingdom

Drunken Monkey

Jason wird in die Geschichte um den Affenkönig eingeweiht und fasst nun die Aufgabe, den goldenen Stab in die geheimnisvolle Stadt zu bringen und dort den legendären Krieger zu befreien. Auf dem Weg dorthin stösst ein stiller Mönch (Jet Li) zur Gruppe, zu der auch eine geheimnisvolle Schöne (Liu Yifei) gehört. Um seinen Task zu vollbringen, muss Jason in Kung-Fu unterrichtet werden. Das übernehmen Lu Yan und der Mönch zu gleichen Teilen, auch wenn sie sich über die Art des Unterrichts nicht immer einig sind.

Der Zeitreisende muss seine theoretische Kampfkunst (DVDs und Videos sei Dank) nun in praktischen Übungen trainieren, denn der böse General (Collin Chou) hat seine Kopfgeldjäger bereits ausgesandt, diesen jungen und scheinbar gefährlichen Reisenden auszuschalten.


Kinofilm-Rating

Erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, um die beiden momentan angesagtesten und bekanntesten Martial-Arts Superstars der Filmwelt in einen gemeinsamen Film zu packen. Während Jackie Chan sich bereits einen Namen in Hollywood machen konnte und mit Filmen wie Rush Hour 3 erfolgreich war, zierte sich Jet Li diesbezüglich ein bisschen. Zwar kamen War oder (ganz am Anfang seiner Hollywoodkarriere) Lethal Weapon 4 gut, aber erst jetzt scheint der Funken da gesprungen zu sein. So hat er in The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor gewirbelt, und dann ist da noch The Forbidden Kingdom.

In den ersten Minuten des Films gehts schon mal recht cool zur Sache. Zwar kennen wir die "Draht-Technik" nicht erst seit Crouching Tiger Hidden Dragon, aber rumfliegende Menschen, die Fusstritte und Handkantenschläge verteilen, sind halt einfach cool. Ausserdem hat The Forbidden Kingdom einige herrliche Kampfsequenzen zu bieten, die man einfach geniessen muss und darf. Vor allem, wenn sich die beiden Hauptdarsteller gegenseitig minutenlang auf die Fresse geben, springt das Martial-Arts-Herz. Glaubwürdig oder nicht, ist in diesem Fall einmal mehr sekundär. Es sieht halt einfach mega cool aus, und wenn dabei noch allerlei Gegenstände zweckentfremdet werden, gibt's auch was zum Grinsen.

Die Geschichte von The Forbidden Kingdom ist eine klassische. Die Suche nach etwas Geheimnisvollem, die Begegnungen mit den Kopfgeldjägern (die natürlich auch spezielle Kampftechniken zu bieten haben) und mittendrin ein Ami, der nur langsam lernt, das die verschiedenen Kampftechniken zwar heiss aussehen, aber sauschwer zu erlernen sind. Das bringt uns zum Unterricht, in dem Jet Li und Jackie Chan ihre komödiantischen Talente ausspielen können und sich gegenseitig hochnehmen. Von diesen Szenen lebt der Film und das nicht zu wenig.

Schauspielerisch liegen die Talente der Darsteller klar in der physischen Action, die sie hervorragend und sehr unterhaltend meistern. Jet Li übernimmt den "ernsteren" Part, während Jackie Chan halt viel plaudert und auch mal eins in die Fresse kriegt. Nichts desto Trotz ist es ein Genuss, diesen beiden Männern bei ihren Differenzen und Prügeleien zu zuschauen. Da fällt der junge Michael Angarano (Seabiscuit, Almost Famous) ein bisschen ab. Und Bösewicht Collin Chou (The Matrix) darf erst im Schlusskampf zeigen, was er drauf hat.

Fazit: Tolle Unterhaltung, atemberaubende Bilder, viele Farben und ebenso viel Witz. Das alles bietet The Forbidden Kingdom. Zwischendurch haperts ein bisschen mit der Storyline und die Szenen im modernen Amerika fallen gegenüber der Geschichte im alten China ab, aber sonst darf ein lustiger und mit super choreographierten Kämpfen vollgepackter Film erwartet werden.

4.0 Sterne
4.0 Sterne (39 Bewertungen) | 1 Kommentar

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02.03.2009 / muri