Fly Me to the Moon (2008)
Fly Me to the Moon (2008)
Oder: Insekten schreiben Geschichte
Wir schreiben das Jahr 1969. Die Menschheit macht sich parat, den Weltraum zu erobern und plant den ersten Flug auf den Mond. Neil Armstrong und Kollegen sollen die ersten Schritte auf dem neuen Planeten wagen und somit Geschichte schreiben. Das würden Nat, Scooter und IQ auch gerne tun. Das Dumme ist nur, dass sie normale Fliegen sind und ihr Leben irgendwo auf einem Schrottplatz verbringen.
Angestachelt von Opas Geschichten von früher, hat sich Fliege Nat jetzt aber etwas in den Kopf gesetzt. Man soll seine Träume verwirklichen und Abenteuer erleben, so hats der Grossvater jeweils erzählt. Und Nats Traum von einem Flug in das Weltall soll nun ebenfalls real werden. Er schnappt sich seine Kumpels, packt die Raumanzüge ein und hängt sich mit ihnen den menschlichen Astronauten an den Kragen.
Was eigentlich ein kleines Abenteuer hätte werden sollen (schliesslich müssen die Jungs ja am Abend wieder daheim sein), entwickelt sich zu einem spektakulären Erlebnis. Die Apollo 11 hebt ab, schwebt im All, und die Astronauten (und Fliegen...) landen auf dem Mond. Da aber auf der Erde dieser Ausflug der Fliegen nicht unbeachtet blieb, braut sich was zusammen. Nun muss Opa da unten beweisen, dass er nicht zum alten Eisen gehört.
Kinofilm-Rating
Fly me to the Moon kommt aus Belgien und ist, so sagt es das Filmplakat, der erste, eigens für 3-D hergestellte, lange Animationsfilm. Klar, die letzten 3-D-Abenteuer (Monsters vs. Aliens, Bolt) liefen ja auch in "normalen" Vorstellungen. Hier ist jedoch die Brille Pflicht, und es wird auch mehrfach dieser Effekt benutzt, in dem irgend ein Gegenstand mehr oder weniger sinnlos gegen die Kamera fliegt. Das lässt den Zuschauer meist zu witzigen Bewegungen hinreissen, hat sich aber nach ein paar Wiederholungen totgelaufen.
Der Film an sich ist recht langweilig und unspektakulär. Nett animiert, mit einfachen Hintergründen und komischen Menschengesichtern, plätschert die Story vor sich hin und lässt höchstens bei den Szenen im Weltall ein bisschen Spannung aufkommen. Da es auch praktisch durchgehend an Witz mangelt, geht die Fragerei und Quengelei der Kleinen (für die ist der Film hauptsächlich) schon bald los.
Während man in der Originalfassung immerhin noch illustre Sprecher wie Tim Curry (Rocky Horror Picture Show) oder Robert Patrick (Terminator 2) zu hören sind, wird in der hierzulande veröffentlichten deutschen Synchronfassung auf mehr oder minder unbekanntere Stimmen zurückgegriffen. Der Film bleibt aber so oder so im Hintertreffen gegenüber der Konkurrenz und punktet auch nicht gross mit dem 3-D-Effekt.
Fazit: Fly me to the Moon ist für die Kleinen wahrscheinlich ein nettes Filmchen, das grosse Raketen und Astronauten zeigt und in dem die eine (dicke) Fliege immer essen muss. Ansonsten ist's weder lustig noch spannend, geschweige denn gross unterhaltend. Im Gegenteil. Da helfen auch die leider nur vereinzelt auftauchenden 3-D-Effekte nicht. Da sieht man sogar in den diversen Vergnügungsparks besseres Material.
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2.8 Sterne (5 Bewertungen) | 4 Kommentare



