The Eye (2008)
The Eye (2008)
Oder: I can see dead people
Sidney Wells (Jessica Alba) ist eine sehr bekannte Violinistin. Leider ist sie seit einem Unfall in ihrer Kindheit blind. Unter dieser Blindheit leidet sie sehr und würde alles versuchen, um wieder das Augenlicht zu erlangen. Als sie schliesslich die Möglichkeit erhält, sich bei einer Operation ein zweites Mal eine neue Hornhaut transplantieren zu lassen, sagt sie nach einigen Überredungskünsten ihrer Schwester zu, denn nur so kann sie - wenn alles gut läuft - ihre Sehfähigkeit wieder erhalten. Sidney hat Glück, und die Operation verläuft erfolgreich: Sie kann wieder sehen! Doch nachdem sie so lange blind gewesen ist, ist es für sie sehr schwer, sich wieder in der Welt der Sehenden zurecht zu finden.
Sidneys Freude währt nur kurz. Plötzlich beginnen sie unerklärliche Schatten zu jagen. Sie erblickt Sachen, die sonst niemand sieht, und diese Bilder erschüttern sie zutiefst. Sind das Nachwirkungen der Operation oder ist es nur ihr Kopf, der nicht mit den gelieferten Bildern klarkommt? Sidney beginnt an sich selber zu zweifeln. Haben die schrecklichen Bilder möglicherweise etwas Reales an sich, oder sind die doch nur ein Produkt ihrer Fantasie? Nachdem ihre Schwestern bereits an Sidneys Verstand zweifeln, ist sie überzeugt, dass etwas an ihren neuen Augen nicht stimmt und sie mehr über ihren anonymen Organspender erfahren will. Ein Vorhaben, das sie lieber nicht hätte angehen sollen, denn ihre neuen Augen tragen ein schreckliches Geheimnis in sich, welches Sidneys Leben zur Hölle macht!
DVD-Rating
2002 kam ein Thriller aus Hongkong unter die Leute, welche die Geschichte einer Frau erzählt, die blind war und durch eine Augenoperation wieder sehen konnte. Was sie aber sah, war so furchterregend, dass daraus eine spannende Geschichte wurde, die unter dem Namen Gin Gwai sehr erfolgreich wurde. Sogar eine Fortsetzung namens Gin Gwai 2 wurde lanciert und da liess sich auch das US-Remake nicht lange bitten.
Jessica Alba, Männertraum, Neu-Mami und feuchte Versuchung aus Sin City übernahm die Titelrolle der blinden Violinistin, der neue Augen verpasst werden und die danach Geister und anderes Grusliges zu sehen kriegt. Ihr zur Seite hat man Alessandro Nivola gestellt, der zeigt, dass er mit dem Fussball in Goal besser umgehen kann, als mit verängstigten Schönheiten, die eine starke Schulter zum anlehnen brauchen.
Natürlich ist die Geschichte von The Eye für Kenner der Originals kaum überraschend. Da aber bei uns halt noch immer eine Jessica Alba mehr Zuschauer anspricht, als 99% der Schauspieler aus Hongkong, dürfte die Story für Viele Neuland sein. Und das ist gut so. Denn je weniger man dieses Remake mit dem Orignal vergleicht, desto besser ist der Film schlussendlich.
Die Gruselmomente sind schön in Szene gesetzt, die Geister spuken gekonnt mit Geknarre und Getöse und wenn Jessica Alba fest entschlossen in die Kamera blickt und sich auf den Weg macht, ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen, dann sitzt man(n) einfach da und möchte lautstark "Go get them Girl!" rufen.
Fazit: The Eye ist ein solider Gruselfilm geworden, der eine schön schaurige Stimmung verbreitet und mit Jessica Alba überraschend überzeugend besetzt ist. Dass der Schluss dann sichtlich vom Genrekollegen klaut, fällt zwar auf, aber nicht entscheidend ins Gewicht.
Und wo wir grad beim gruseln sind... Gruslig gut sind die kleinen Features geworden, die uns auf der DVD präsentiert werden. Jessica Alba beim "erblinden", beim Training auf der Violine und natürlich, süss lachend, irgendwo hinter den Kulissen. Ausserdem gibts Dokus über die Schattenwelt und den "Shadowman", bei denen wir erblicken, dass diese Gruselgestalten doch gar nicht so böse sind, wie sie es uns glauben machen wollen. Das Finale wird ebenfalls kurz betrachtet und den Abschluss machen ein paar zusätzliche Szenen, die es nicht über den Schneidetisch geschafft haben.
Technisch ist The Eye solide Standardware, die weder besonders auf- noch abfällt. Die Bilder sind scharf und klar und machen auch in den dunklen Szenen einen guten Eindruck. Die Originalfassung kommt in einem sauberen DD5.1-Sound daher und das ist gut so.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 06.11.2008
- Bildformat: 1:2.35 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Becoming Sydney; Seeing the Dead; The Shadowman; The Finale; Deleted Scenes



