Drillbit Taylor (2008)
Drillbit Taylor - Ein Mann für alle Unfälle
Drillbit Taylor (2008) Drillbit Taylor - Ein Mann für alle Unfälle
Oder: Der Billigste muss nicht immer der Beste sein
Wade (Nate Hartley) und Ryan (Troy Genitle) haben einen grossen Schritt zu machen. Der Übertritt zur High School steht an. Der Nerd mit der Brille und der Dicke träumen von Mädchen, Parties und jeder Menge Spass, bemerken aber bald, dass sie das neue Ziel des Schulschlägers Filkins (Alex Frost) geworden sind.
Zusammen mit dem ebenfalls ständig verprügelten Emmit (David Dorfman) wollen sie sich gegen diese Behandlung und die stetigen Peinlichkeiten zur Wehr setzen. Der Unterhosen sind genug gezogen, als sich das Trio aufmacht, einen Beschützer oder Bodyguard zu organisieren. Zum Vorstellungstermin kommen dann auch diverse gefährlich aussehende Riesen, von denen die einen aber zu komisch und die anderen zu teuer sind. Nur einer scheint genau auf das Profil zu passen: Der ehemalige Soldat Drillbit Taylor (Owen Wilson).
Dieser, immer auf der Suche nach ein bisschen Geld für einen Trip nach Kanada, sieht ein lohnendes Geschäft auf sich zukommen und verpflichtet sich, die Jungs in der Schule zu beschützen. Erst gibt's ein paar Überlebensübungen, taktische Schulungen und schlussendlich die Gewissheit, dass dieser Drillbit Taylor wirklich ein Guter sein könnte.
Als der Schulalltag aber beginnt und Drillbit Taylor sich als Ersatzlehrer bei den Kollegen behaupten muss, merkt unser gequältes Trio bald, dass es einem Schwindler aufgesessen ist. Dieser kann Beschuldigungen solcher Art nicht auf sich sitzen lassen und will beweisen, dass die Bezahlung der Kinder nicht umsonst war.
Aber natürlich erst, nachdem er sich ausführlich um die Lehrerkollegin (Leslie Mann) gekümmert hat....
Kinofilm-Rating
Owen Wilson steht in letzter Zeit nicht mehr so wegen seinen Filmerfolgen im Rampenlicht, sondern eher weil er einen Selbstmordversuch hinter sich hat und inzwischen auch der zweite Liebesanlauf mit Kate Hudson (Fools Gold, Skeleton Key) als gescheitert betrachtet werden muss. Dabei sind die Filme des Mannes mit der krummen Nase doch immer einen Blick wert. So auch Drillbit Taylor.
Einmal mehr gibt uns Owen Wilson den lockeren Surfertypen, der sich als Bodyguard für eine Gruppe Schüler engagieren lässt, damit die auf dem Schulhof nicht immer unter die Räder der Rowdies geraten. Das macht teilweise sogar richtig Spass, besonders wenn Leslie Mann als heisse Lehrerkollegin unserem näselnden Leibwächter dem Kopf verdreht.
Dass Drillbit Taylor trotzdem kein Überflieger wurde, dürfte daran gelegen haben, dass (einmal mehr) die Geschichte des Filmes kaum Anforderungen an den Zuschauer stellt und die drei Jungs (die den Leibwächter anheuern) bald mal gehörig auf die Nerven gehen. Es scheint fast so, als wären es jüngere Ausgaben der Superbad-Jungs, nur einfach nicht so witzig. Da kann Owen Wilson rumhampeln wie er will, die Story beginnt nach witzigem Beginn bald einmal, auf der Stelle zu treten, und jedem auch nur minimal aufmerksamen Zuschauer dürfte der Schluss schon bald bekannt sein.
Fazit: Drillbit Taylor ist einer der Filme, die man hauptsächlich gucken geht, wenn man den Hauptdarsteller mag. Und Owen Wilson zeigt auch genau das, was man von ihm erwartet. Ohne seine erwachsenen Kumpels wie Ben Stiller oder Vince Vaughn findet er aber keinen Abnehmer für bösartige Sprüche, so dass er diese bald wieder sein lässt. Und das zum Bedauern des Zuschauers und zu Ungunsten des finalen Films.
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