Doomsday (2008)

Doomsday (2008)

Doomsday

Hopp Schwiiz!

Wir schreiben das Jahr 2008. Ein Virus ("Der Reaper") hat Schottland infisziert und die dortigen Menschen werden von Grossbritannien durch eine gigantische Mauer ausgeschlossen. Die Regierung will ja nicht, dass diese Menschen auch den Rest der Insel anstecken und so wird jeder knüppelhart erschossen, der sich in der Nähe dieser Mauer aufhält. Die Insel ist in zwei Teile getrennt und das Virus ist eingedämmt. Theoretisch....

Im Jahr 2035 wird dem Polizeichef Bill Nelson (Bob Hoskins) ein erstaunliches Foto gezeigt. In Glasgow wurden Menschen entdeckt. Offenbar gesunde und das Virus überlebende Exemplare, die man nie erwartet hätte. Ausserdem ist das "Reaper"-Virus zurückgekehrt. Dieses Mal direkt in London, wo Prime-Minister Hatcher (Alexander Siddig) mit der Situation überfordert ist und auf die Ratschläge seines Beraters Michael Canaris (David O'Hara) hört, der eine wahnsinnige Idee hat: Eine Spezialtruppe soll zusammengestellt und nach Schottland (also über die Mauer) entsendet werden. Mit dem Auftrag, diese dort gesichteten Überlebenden zu finden und damit den einzigen potenziellen Erschaffer eines Gegenvirus, Doktor Marcus Kane (Malcolm McDowell).

Doomsday

Ölwechsel, aber subito!

Unter der Leitung von Eden Sinclair (Rhona Mitra) macht sich ein bis an die Zähne bewaffnetes Grüppchen auf, hinter der Mauer nach einer Lösung für das Virusproblem zu suchen, das London mehr und mehr zu übernehmen scheint. Doch dort, im ehemaligen Schottland, ist die Zeit nicht still gestanden. Es hat sich eine neue Kultur entwickelt, die keinesfalls gewillt ist, diese Eindringlinge ohne weiteres gewähren zu lassen. Und schon bald sehen sich Eden und ihre Kollegen einer wildgewordenen Horde Menschen mit Punkfrisuren und Mad Max-Einstellung gegenüber, welche ihr Recht zu Leben bis zum Tod verteidigen will.


Kinofilm-Rating

Wir kennen Mad Max, haben No Escape gesehen und sassen bei Resident Evil natürlich im Kino. Wenn man nun alle diese Filme (und natürlich noch einige mehr) in einen Topf knallt, ein paar Explosionen und bekannte Gesichter dazumischt und die Szenerie nach England versetzt, kommt man bald mal auf die Story, die Doomsday schön verpackt und verdammt gut umgesetzt liefert.

Vor allem der Start in den Film ist sehr gelungen. Eine Off-Stimme (Malcolm McDowell) erzählt sehr ausführlich über das Reaper-Virus, die Folgen, den Ausschluss Schottlands, die Mauer und macht den Sprung in die "Gegenwart" (2035) auch grad mit. Dort werden wir erstmal mit Bob Hoskinks (Who Framed Roger Rabbit, Unleashed) konfrontiert, der mit der eigentlichen Heldin Rhona Mitra (Skinwalkers, Shooter) Spässchen treibt. Auch der finstere David O'Hara (The Departed) macht seine Aufwartung und mit Alexander Siddig (Syriana) kriegen wir auch ein vom TV bekanntes Gesicht zu sehen.

Die Story nimmt bald einmal Fahrt auf, wenn das Spezialteam in die verbotene Zone eindringt und dort auf einen Haufen wildgewordener Punker trifft, die natürlich keinesfalls zu Verhandlungen aufgelegt sind, sondern nach Mord und Totschlag gieren. Überhaupt, Doomsday geht recht locker mit Blut und Splatter um. Da fliegen Köpfe, werden Hände abgetrennt, unschuldige Hasen zerfetzt und diejenigen, die der Virus in seinem Griff hat, die sehen auch ganz brutal verunstaltet aus und erinnern an die wandelnden Zombies aus den entsprechenden Filmen.

Gut geklaut ist halb gewonnen. Unter diesem Motto bedient sich Doomsday bei diversen Filmkollegen, ohne seine Eigenständigkeit zu verlieren. Der Film macht Spass, ist spannend und zeitweise auch recht brutal. Getragen von einer überzeugenden Hauptdarstellerin kann sogar die Geschichte gefallen. Und dass Malcolm McDowell (Halloween, A Clockwork Orange) als selbsternannter König der Outside-World agiert, durfte auch erwartet werden.

Fazit: Doomsday hat packende Szenen, gute Action und zeitweise (leider ein bisschen wenig) schönen Witz zu bieten. Die Erinnerungen an 28 Weeks later sind omnipräsent und wer diesen Film schon toll gefunden hat, der wird an Doomsday seine helle Freude haben. Die Fans von Mad Max werden ebenfalls durch die coolen und durchgedrehten Punks mit ihren Karren zufrieden gestellt. Gute Sache!

3.8 Sterne
3.8 Sterne (41 Bewertungen) | 9 Kommentare

4.54.5
13.06.2008 / muri