The Day the Earth Stood Still (2008)

Der Tag, an dem die Erde still stand

The Day the Earth Stood Still (2008) Der Tag, an dem die Erde still stand

Oder: This Planet is not Yours!

The Day the Earth Stood Still

So, Mr. Anderson, fangen wir mal an

Die Wissenschaftlerin Helen Benson (Jennifer Connelly) staunt nicht schlecht als eines Abends ihr Telefon klingelt und Sekunden später Regierungsbeamte vor der Tür stehen. Sie muss ihren Stiefsohn Jacob (Jaden Smith) bei einer Bekannten lassen und via Konvoi mit Blaulicht und Helikopter nach New York fliegen. Dort hat sich nämlich was Spezielles ereignet.

Mitten im Centralpark ist eine grosse Kugel gelandet. Ein Riesending ausserirdischen Ursprungs. Darüber ist sich die Regierung der USA sicher. Darum werden die hellsten Köpfe angeschleipft, um dieses Rätsel zu lösen. Und siehe da, als die Ermittler in ihren Schutzanzügen sich der Kugel nähern, kommt etwas davon hinaus. Ein Lebewesen, das Kontakt sucht... und vom Militär grad angeschossen wird. Das ruft einen gigantischen Roboter auf den Plan, der sofort unter den Panzern und Autos aufräumt und sich aufmacht, eine Zerstörung zu bringen, welche die Welt noch nicht gesehen hat. Nur mit dem Kennwort "Klaatu Barada Nikto" lässt sich das Ungetüm vorerst beruhigen.

The Day the Earth Stood Still

Mein Raumschiff!

Der Ausserirdische, der sich später Klaatu (Keanu Reeves) nennt, wird in ein Labor gekarrt, wo er sich erst mal an den menschlichen Körper gewöhnen und schon bald seine Kräfte und Absichten preisgeben muss. Er vertritt eine Verbindung von Planeten, welche die Erde nicht sterben lassen will. Genau das jedoch wird passieren, wenn die Menschen weiterhin so fortfahren, wie bisher. Und Klaatus Auftrag besteht nun darin, den Planeten zu retten, in dem er die Menschen vernichtet.

Dr. Benson versucht verzweifelt das Alien von seinem Vorhaben abzubringen und bringt es mit Professor Barnardt (John Cleese) in Kontakt. Doch das immer wieder auftauchende Militär scheint jeglichen Versuch der Umstimmung vereiteln zu wollen. Das nimmt Klaatu zum finalen Grund, den Säuberungsprozess definitiv einzuleiten...


Kinofilm-Rating

The Day the Earth stood still wurde 1951 veröffentlicht und entwickelte sich zum Kultfilm eines ganzen Genres. Ohne grossen technischen Schnickschnack kam die Geschichte voran und zieht noch heute die Zuschauer in seinen Bann. Skeptisch wurde darum die Tatsache kommentiert, dass 2008 ein Remake dieses Filmes in die Kinos kommen sollte. Und dann erst noch mit Keanu Reeves in der Hauptrolle. Ja konnte denn das gut gehen?

Es kann! Und wie. Denn wer sich bei The Day the Earth stood still an ein reines Remake denkt, der hat falsch gedacht. Zwar ist die Basisgeschichte die gleiche und auch die Figurennamen sind bekannt, aber damit hat es sich dann schon. Die Version von Regisseur Scott Derrickson (The Exorcism of Emily Rose) schweift bald nach dem Anfang vom bekannten Verlauf ab und bietet dramatisches und natürlich oppulentes Hollywoodkino mit tollen Spezialeffekten.

Keanu Reeves ist als Klaatu eine optimale Besetzung. Er hat keine Miene zu verziehen, lässt One-Liner vom Stapel und guckt traurig in die Kameras. Schauspielerisch keine Glanzleistung, aber für diese Rolle ist der Mann perfekt. Dagegen haben die Nebendarsteller ein bisschen mehr zu kämpfen. Jennifer Connelly (The Hulk) kommt solide und souverän rüber, während der kleine Jaden Smith (The Pursuit of Happyness) anfänglich eine gar grosse Nervensäge ist. Aber auch er fängt sich mit zunehmender Filmdauer auf. John Cleese und Kathy Bates sind vergebene Charaktere und Prison Break-Schuft Robert Knepper holt sich die Lacher des Films ab.

Fazit: The Day the Earth stood still ist aufwändiges Hollywoodkino, das zwischendurch ein paar Längen hat, aber dann wieder mit tollen Effekten und guten Darstellern aufwarten kann. Wer das Original des Films gesehen hat, wird sich ein paar Mal in den Augen reiben. Alle anderen dürfen sich das Teil ohne Vorurteile anschauen. Schade ist halt, dass der gigantische Roboter "GORT" recht verschenkt wird. Da hat man mal so ein Teil im Film und braucht es fast nicht... Aber der Arme hatte ja bereits 1951 nicht viel zu tun...

3.1 Sterne
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09.12.2008 / muri