Burn After Reading (2008)
Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?
Burn After Reading (2008) Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?
Wie schon für No Country for Old Men hat Carter Burwell auch für den neuen Film der Gebrüder Coen die Musik geschrieben. Im Unterschied zu No Country for Old Men spielt Burwells Musik in Burn after Reading aber eine deutlich grössere Rolle. So ist es gerade die Musik Burwells, die vielen Szenen und Handlungsmomenten die passende, skurrile Note verleiht.
Bei erstmaligem Hören überrascht, dass Burwell nicht selten sehr laute und aggressive Perkussionseinsätze in die Kompsotion einstreut. So sind die Stücke "Earth Zoom (In)" und "Earth Zoom (Out)", die das Album eröffnen und abschliessen, reine Perkussionsstücke. Sie erinnern eher an einen Nah-Ost-Agententhriller als an eine Satire der Coen Brüder.
Carter Burwell bedient sich zudem häufig dem Klavier, begleitet von ruhigen Streichern. Für Lindas Kummer hat er ein sehr schönes Thema geschrieben, das sich durch die ganze Komposition zieht und sehr häufig vorkommt, zum Beispiel in "Linda Looks for Love (Part 1)", "Opportunity", "Seating" und "Homeless". In "Harry Looks for Love" mischt Burwell dieser thematischen Idee ein nervöses, hinterlistiges Element hinzu.
Fazit: Carter Burwells Musik zu Burn after Reading wirkt im Film Wunder und ist auch auf dem Album schön anzuhören. Der Wechsel ruhiger, emotionaler Musik mit brachialen Perkussionseinsätzen ist gelungen, und so ist die CD besonders nach dem Kinobesuch sehr zu empfehlen.
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