Astérix aux jeux olympiques (2008)

Asterix bei den Olympischen Spielen

Astérix aux jeux olympiques (2008) Asterix bei den Olympischen Spielen

Oder: Die spinnen, die Olympioniken!

Astérix aux jeux olympiques

"Schau mir in die Augen Kleines."

Der junge, schwer verliebte Gallier Romantix (Stéphane Rousseau) macht sich auf den langen und mühsamen Weg nach Griechenland, um auf die glühenden Liebesbriefe an seine geliebte Griechenprinzessin Irina (Vanessa Hessler) Taten folgen zu lassen und sie endlich persönlich zu treffen. Doch leider ist auch Brutus (Benoît Poelvoorde), der machthungrige Sohn von Julius Caesar (Alain Delon), an der hübschen Prinzessin interessiert. Um Irinas Hand gewinnen zu können, schwört Romantix deshalb, für sie die anstehenden Olympischen Spiele zu gewinnen.

Astérix aux jeux olympiques

"Männer, lasset euch knutschen!"

Asterix (Clovis Cornillac), Obelix (Gérard Depardieu), Idefix, Miraculix (Jean-Pierre Cassel) und Troubadix (Franck Dubosc) schliessen sich der kleinen Gallischen Delegation an und reisen ins antike Olympia. Während die pfiffigen Gallier es dort unter anderem mit unerwarteten Zaubertrank-Dopingkontrollen (genannt "Käfertest") und korrupten Funktionären zu tun bekommen, schreckt Brutus, unterstützt von seiner rechten Hand Redkeinstus (Michael Herbig), vor keinem noch so fiesen Trick zurück, um die Olympischen Spiele - und damit Irina - zu gewinnen. Dabei muss aber auch Caesar selbst aufpassen, da Brutus seinen mächtigen Papi liebend gern um die Ecke bringen würde...


Kinofilm-Rating

Jeder kennt es, das kleine Dorf, das als einziges in ganz Gallien nicht von den Römern besetzt ist. Seien es die Comics oder die Trickfilme, die man sich früher immer wieder gern angesehen hat - und es wahrscheinlich immer noch tut -, beim Gedanken an Asterix und Co. kommt zweifellos bei manchem heftige Nostalgie auf. Aber das warmwohlige Gefühl verpufft dann doch sehr bald wieder, wenn man sich diese dritte Realspielfilmausgabe der schnauzbärtigen Gallier ansieht. Wenn es nämlich zu Beginn des Filmes fast eine Viertelstunde dauert, bis Asterix und Obelix überhaupt erst auftreten, wenn sich die Geschichte statt um die beliebten bekannten Figuren vor allem um ein schmachtendes junges Pärchen oder um die Intrigen des Bösewichts dreht, hat man fast das Gefühl, als seien Asterix und Co. bloss rein zufällig in diese Geschichte geraten und dürfen höchstens als Statisten wirken.

Zugegeben, Gérard Depardieu ist als Obelix doch sehr liebenswert und wie in den beiden ersten Filmen ein dickes - pardon, "kräftig gebautes" Highlight. Der neue Asterix-Darsteller Clovis Cornillac will aber nicht so ganz in die Rolle passen, und man beginnt Christian Clavier aus den bisherigen Filmen bald schmerzlich zu vermissen. Weit aufgerissene Augen, das Gesicht zu einem ewigen Grinsen verkniffen - bei Cornillac reicht die Schauspielkunst kaum weiter als bis zum dicken gelben Schnauz, und der ist angeklebt. Da ist es gar nicht mal so schlimm, dass Asterix im ganzen Film nur wenig zu sehen ist. Besser kommen da die Filmfieslinge weg, die sowieso die heimlichen Stars des Films sind: Brutus' ewige Versuche, seinen (von Alain Delon herrlich selbstverliebt dargestellten!) Vater Caesar zu vergiften, sind doch recht amüsant, und Bullyparade-Fans werden sicher ihren Spass an Brutus' Helferlein Redkeinstus haben, der von Michael Herbig zwar stumm, aber gewohnt witzig dargestellt wird.

Die vielen Anspielungen auf aktuelle Themen wie etwa Doping und Terrorismus sind anfangs zwar noch lustig, wirken aber nach der x-ten Wiederholung zunehmend bemüht. Was aber wirklich stört, sind die zahlreichen prominenten Gaststars, die nur selten wirklich in die Geschichte eingebunden sind. Okay, Michael Schumacher ist der Lenker des Germanischen (Ferrari-roten) Streitwagens, und Jean Todt ist sein Teamchef, das geht ja noch, aber wenn nach dem Ende der eigentlichen Filmhandlung zehn Minuten lang nur noch ein Cameo-Auftritt eines Sportstars an den anderen gereiht wird, dann sehnt man sich dann doch langsam nach dem Ende des Films. Liebe Gallier, kämpft doch nächstes Mal bitte wieder gegen die Römer, und lasst Zinédine Zidane, Tony Parker und Co. da, wo sie hingehören, nämlich auf die Sportplätze der Gegenwart.

2.5 Sterne
2.5 Sterne (40 Bewertungen) | 9 Kommentare

2.52.5
15.01.2008 / pps