April Fool's Day (2008)
April, April - Tote scherzen nicht
April Fool's Day (2008) April, April - Tote scherzen nicht
Oder: Ha ha, oder so...
Desiree Cartier (Taylor Cole) gehört zur High Society. Zusammen mit ihrem Bruder Blaine Cartier (Josh Henderson) hat sie mit dem Familienvermögen einen grossen Einfluss auf die Gesellschaft. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb man sie kennt. Sie ist primär bekannt/gefürchtet für ihre brutalen Aprilscherze. Schon einige Male ist sie haarscharf an einer äusserst brenzligen Situation vorbeigeschlittert. Für den heutigen Ersten April hat sie sich etwas ganz besonderes überlegt: Sie will ihrer Erzfeindin Milan (Sabrina Aldridge) richtig einen auswischen. Nach viel Vorbereitung geht es schliesslich an die Umsetzung des teuflischen Plans, der weit von einem harmlosen Scherz entfernt ist und der Milan kurz darauf auch das Leben kostet.
Ein Jahr später. Die Familie Cartier hat den Kampf gegen die Gerichte gewonnen und den Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen können, doch ihr Ruf hat grossen Schaden erlitten. Desiree hat sich inzwischen eingeredet, dass Milan durch einen blöden Unfall umgekommen ist, doch ein anonymes Schreiben lässt alles nochmals hochkommen. Sie wird aufgefordert, sich am Mittag bei Milans Grab einzufinden. Nachdem sie sich mit ihrem Bruder beraten hat, tut sie dies auch und trifft dort einige Bekannte von der letzten Party wieder. Kaum haben sich alle eingefunden, liefert ein Postbote ein Paket mit einem Film und einem Brief ab. Darin steht, dass endlich der Verantwortliche hinter Milans Tod seine Schuld eingestehen soll, sonst werden im Verlaufe dieses Ersten Aprils alle Beteiligten sterben...
DVD-Rating
Sequel, Remake und Straight to DVD sind die Unwörter der letzten Jahre. Auf April Fool's Day treffen gerade zwei dieser Unwörter zu. Zum einen ist er das Remake des 1986 erschienenen Originals, und wie viele Remakes und Sequels in letzter Zeit wurde es nur für den DVD-Markt produziert. Das muss jedoch nicht unbedingt heissen, dass es ein schlechter Film ist, denn inzwischen haben Staight-to DVD-Produktionen ebenfalls ein Millionenbudget und können in gewissen Fällen durchaus mit Kinoreleases mithalten. Bei April Fool's Day gibt es jedoch wieder einmal kaum etwas Positives zu berichten.
April Fool's Day startet bereits auf dem falschen Fuss und beginnt die Handlung mitten auf einer Party, die einen ebenso ungünstigen wie langweiligen Einstieg in den Film bietet. Innert kürzester Zeit gehen die schlecht gespielten Schablonenfiguren auf die Nerven, und man fragt sich, was da überhaupt gefeiert wird. Auch sonst muss man für einen Film, der Aprilscherze als Thema hat, die Lacher nahezu suchen. Ausser ein paar lächerlichen Szenen und peinlichen Newsreportagen gibt es recht wenig, was den Zuschauer wirklich unterhalten, geschweige denn mitreissen könnte. Hier stellt sich auch die Frage, weshalb sie den Film überhaupt Remake nennen, wenn sie nicht einmal die guten Seiten des Originals übernehmen und bis auf ein paar gemeinsame Storypunkte etwas völlig Eigenständiges konstruieren.
Normalerweise lebt ein Horrorfilm von Spannung, Intensität, einem interessanten Szenario oder einem interessanten Killer. Bei April Fool's Day findet man nichts davon. Die Handlung dümpelt spannungslos daher und entpuppt sich mehr wie eine unmotivierte Schnitzeljagd als ein witziger Slasher mit ein paar Toten. Dazu kommt noch, dass das ganze auf PG13 getrimmt ist, also fallen die eigentlichen Todesszenen ebenfalls sehr unspektakulär aus. Wenigstens kann sich der gelangweilte Zuschauer noch damit beschäftigen, unter den Teenies nach dem Mörder zu suchen. Etwas konnte jedoch noch für eine positive Überraschung sorgen: Nach rund 70 Minuten nervender und langweiliger Horrorroutine haben sie es geschafft, einen durchaus unerwarteten und überraschenden Schluss aufs Parkett zu legen, der das Trauerspiel doch noch gelungen abschliessen kann.
Fazit: April Fool's Day ist wieder einmal ein äusserst schlechtes Remake geworden, das nur wenige Punkte des Originals übernimmt und ansonsten sein eigenes Süppchen kocht. Neben der langweiligen und missratenen Handlung sind es auch die schlecht gespielten Reissbrettfiguren, welche die grössten Killerkriterien sind, denn man interessiert sich keine Sekunde für sie, weshalb sie auch nach ihrem Ableben kaum vermisst werden. Obwohl das Ganze sauber produziert ist und auch eine gelungene Auflösung bietet, kann dies nicht über fundamentale Schwächen hinwegtäuschen, welche den Film langweilig bis schlichtweg peinlich machen.
Die DVD wiederum bietet den Film in einer sehr sauberen und guten Bildqualität und kann auch mit klarem Ton überzeugen. Dieser arbeitet jedoch kaum mit dem Surround und lässt in keinem Moment zusammenzucken. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf ein paar Trailer von anderen Filmen und liefert überhaupt keine Hintergrundinformationen über den Film.
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1.0 Stern (3 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 24.07.2008
- Bildformat: Widescreen 1.85:1 (Anamorphisch)
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
- Untertitel: Deutsch, Türkisch, Englisch
- Extras: Trailer



