Alone in the Dark II (2008)

Alone in the Dark II (2008)

Oder: Mami, ich hab' Opa nicht gern. Ruhe und iss weiter!

Alone in the Dark II

Darüber sollten wir einmal sprechen...

Edward Carnby (Rick Yune), Detektiv für das Übernatürliche, hat schon einiges gesehen, doch das, was diesmal auf ihn zukommt, wird ihn bis ans Limit beanspruchen. Er wird nämlich durch einen magischen Dolch verletzt, der einst einer mächtigen Hexe gehörte und das hat fatale Folgen: Sofort breitet sich die Infektion aus schwarzer Magie in seinem Körper aus und peinigt ihn mit schlimmen Schmerzen und schrecklichen Visionen. Schliesslich wird er von einer Gruppe aufgegriffen, welche diese Hexe schon lange bekämpft. Diese hat aber bereits über die magische Verbindung, welche sie durch die Dolchwunde mit Carnby verbindet, das Versteck der Gruppe ausfindig gemacht und greift gnadenlos an...


DVD-Rating

Nachdem der allseits beliebte Uwe Boll mit Alone in the Dark die erste Adaption der erfolgreichen Game-Serie Alone in the Dark geliefert hat, folgt jetzt das Straight-to-DVD-Sequel. Bolls erster Teil knüpfte in der Handlung an den vierten Teil der Game-Serie an, nahm sich aber so viele Freiheiten in der Umsetzung des Materials, dass die Fans ihr Game kaum noch erkannten. Entsprechend vernichtend waren auch die Reaktionen. Dies hat Uwe Boll allerdings nicht gestoppt. Er übernahm bei Alone in the Dark 2 die Rolle des Produzenten, während seine Landsleute Peter Scheerer und Michael Roesch die Regie übernahmen.

Alone in the Dark 2 beginnt schlecht, bleibt übel und endet - man ahnts - schlichtweg peinlich. Erstmals findet man, ausser Edward Carnby, keine Verbindung zum Vorgänger, und anstatt sich durch ein menschenleeres New York zu schlagen - wie man es von einem Sequel zu Alone in the Dark erwartet - verfolgt man in den ersten Minuten irgendwelche schiesswütige Soldaten, welche sich scheinbar deftig vor etwas fürchten. Was genau hier aber gefürchtet wird, soll erst viel später erklärt werden, wenn man schon lange das Interesse verloren hat. Alone in the Dark 2 wird über die ganze Laufzeit nicht einmal ansatzweise spannend und zu Recht fragt man sich, was das ganze eigentlich mit der Vorlage zu tun hat. Bei den Schauspielern wirkt Rick Yune, welcher Carnbys Rolle von Christian Slater geerbt hat, noch desinteressierter als sein Vorgänger und als Anker oder Symathieträger ist er schlichtweg ungeeignet. Dazwischen gibt es einige bekannte Gesichter, welche sich solide durch die Zeilen kämpfen, doch es bleibt ein Rätsel, wie durchaus fähige Schauspieler wie Lance Henriksen oder Ralf Moeller in einer solchen Gurke mitspielen können.

Wenigstens wurde mit guter Setbeleuchtung und solider Kameraführung versucht, das kleine Budget zu kaschieren, und nach vielen Flashbacks plus vielen lahmen Dialogen kann man sich dann doch die haarsträubende Story zusammenreimen. Die Handlung dümpelt dahin und man wähnt sich primär in einer schlechten Kopie von Darkness Falls. Letztendlich wird der Zuschauer nach einem genau so billigen, wie lächerlichen Finale in den Abspann entlassen und es fallen ihm sicher zehn Sachen ein, mit denen er die letzten 90 Minuten besser hätte nutzen können.

Fazit: Alone in the Dark 2 hat ausser dem Titel und Edward Carnby kaum etwas mit dem Vorgänger zu tun und hätte auch als Standalone verhökert werden können. Trotz einiger bekannten Gesichter schlägt der zweite Teil qualitativ genau in die gleiche unterirdische Kerbe wie sein Vorgänger und verkauft einen mauen Grusler unter einem bekannten Namen, der bei den Fans kaum Anklang finden wird. Daher mein Tipp: Darkness Falls anschauen und diesen Erguss im Regal verschimmeln lassen.

Die DVD bietet in der Special Edition das übliche 2-Disc-Set, welches aber gar nicht nötig gewesen wäre, denn die paar Extras passen auch auf eine Disc. Die Bild- und Tonqualität ist eine solide Angelegenheit, nutzt jedoch den Surround kaum. Das Bonusmaterial setzt sich aus diversen Dokumentationen sowie einigen Interviews zusammen, welche aber eher mässig interessant ausfallen und sich primär aus dem 08/15 Making-Of Gelaber zusammensetzen.

0.6 Sterne 3.6 Sterne
0.6 Sterne (6 Bewertungen) | 4 Kommentare

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10.12.2008 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 21.11.2008

  • Bildformat: Widescreen 2.35:1 (Anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: B-Roll; Behind the Scenes; Interview(s); Storyboards